Kann das wahr sein? Kunde kaufte 10 Jahre alte Salami-Packung bei Aldi Süd

Alfred Domke

Wurstpackung von Aldi: Ist das MHD tatsächlich richtig?

Zwar weisen Experten darauf hin, dass viele Lebensmittel länger halten, als auf dem Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben wird, doch irgendwann ist ein Zeitpunkt erreicht, an dem vom Verzehr aus gesundheitlichen Gründen abzuraten ist. So zum Beispiel, wenn das MHD schon Jahre zurückliegt, wie bei einer Wurstpackung, die ein Kunde von Aldi Süd fand.


Lebensmittelverschwendung vermeiden

Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll: „11 Millionen Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr in Deutschland weggeworfen“, schreibt das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg auf seiner Webseite. „65 Prozent dieser weggeworfenen Lebensmittel sind sogenannte vermeidbare Abfälle, also Lebensmittel, die zum Zeitpunkt des Wegwerfens noch genießbar sind“, so die Experten. Doch Essensverschwendung lässt sich vermeiden. Etwa, indem bei Lebensmitteln, deren MHD abgelaufen ist, gecheckt wird, ob sie noch genießbar sind. Bei einer Wurstpackung von Aldi Süd ist dies aber wohl zu spät.

Ein Kunde von Aldi hat eine Salami-Packung entdeckt, auf der ein fast zehn Jahre altes MHD aufgedruckt ist. Womöglich handelt es sich um einen Druckfehler. (Bild: macondos/fotolia.com)

Vor zehn Jahren abgelaufene Wurst?

Sebastian L. aus dem nordrhein-westfälischen Goch postete auf Facebook ein Foto einer Salami-Packung, auf dem das MHD 02.10.2008 zu sehen ist.

Er konnte es offenbar nicht glauben, dass die Wurst schon seit fast zehn Jahren abgelaufen ist. „Ich hoffe, das ist ein Druckfehler….“, schrieb er an Aldi Süd.

Das Unternehmen antwortete ihm auch schnell und bedankte sich für den Hinweis. „Wir würden das gerne an den zuständigen Lieferanten weiterleiten“, schrieb ein Mitarbeiter des Aldi Süd Teams.

Er bat um Informationen zum Kaufort, damit der Lieferant schnellstmöglich eine fachkundige Antwort geben könne.

„Selbstverständlich kannst du die Salami in einer unserer Filialen zurückgeben oder umtauschen“, stellte der Discounter klar. (ad)