• Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
Heilpraxis - Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Krebsforschung: Neue Methode soll Metastasen-Bildung verhindern

Volker Blasek
Verfasst von Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek, Medizinischer Fachredakteur
Quellen ansehen
26. Oktober 2020
in News
Eine grafische Darstellung des Lymphsystems in einem männlichen Körper.
Das Lymphsystem zieht sich durch den gesamten Körper. Wanderende Krebszellen können die Lymphbahnen nutzen, um Metastasen zu bilden. (Bild: maya2008/stock.adobe.com)
Teile den Artikel

Wie sich Krebs über das Lymphsystem ausbreitet

Die Metastasenbildung, also das Entstehen von Tochtergeschwülsten, stellt bei Krebserkrankungen die größte Gefahr sowie die häufigste Ursache für einen Tod durch Krebs dar. Die Verhinderung von Metastasen ist ein zentrales Anliegen in der Krebsforschung. Eine deutsche Arbeitsgruppe fand nun eine neue Methode, wie sich die Metastasierung von Krebsgeschwüren möglicherweise verhindern lässt.

Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg suchen nach neuen Wegen, die Metastasierung von Tumoren zu verhindern. Dabei stieß das Team auf eine potenzielle Möglichkeit, um die Bildung von Metastasen über die Lymphbahnen abzuwenden. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in dem Fachjournal „Cancer Discovery“ präsentiert.

Wie entstehen Metastasen?

Krebszellen können sich von einem Tumor ablösen und durch den Körper wandern, um an einer anderen Stelle ein neues Krebsgeschwür zu bilden. Dazu stehen den Krebszellen zwei Wege zur Verfügung: die Blutbahn und das Lymphsystem – denn so gut wie alle Zellen im Körper sind an diese Systeme angeschlossen. Die Blutgefäße liefern den Zellen Sauerstoff und Nährstoffe, die Lymphgefäße transportieren Zellen des Immunsystems und Gewebsflüssigkeiten.

Welchen Weg bevorzugen Krebszellen?

Bislang ist unklar, welchen Weg Krebszellen zur Metastasierung bevorzugen. Die neue Forschungsarbeit des Deutschen Krebsforschungszentrums bringt an dieser Stelle etwas Licht ins Dunkel. Die Forschenden zeigen erstmalig an Mäusen, welchen Stellenwert die Route über Lymphgefäße bei der Entstehung von Metastasen hat und welche biologischen Mechanismen dabei eine Rolle spielen. Zudem suchte das Team nach Möglichkeiten, die gefährliche Absiedlung von Tumorzellen über die Lymphbahn zu blockieren.

Implantierte Tumore eröffnen neue Einblicke

In früheren Studien gelang es aufgrund der komplizierten Architektur von Tumoren nicht, die Ausbreitung von Krebs an lebenden Organismen zu untersuchen. Das Forschungsteam um Hellmut Augustin entwickelte nun ein völlig neues Tiermodell zu diesem Zweck.

„Der Schlüssel dazu war eine direkte Transplantation von Tumorgewebe einer Maus auf eine andere, ohne vorherige Zellkultur“, erläutert der Forschungsleiter. Auf diese Weise bleibe die natürliche Gewebsstruktur erhalten und die Krebstumoren konnten funktionsfähige Lymphgefäße ausbilden, die Anschluss an das Lymphsystem erhielten. Dies sei die Voraussetzung für eine lymphogene Metastasierung.

Botenstoff sichert das Überleben der Krebszellen

Mit Hilfe des Modells konnten die Forschenden die Bildung von Metastasen über das Lymphsystem in einem lebenden Organismus dokumentieren. So wurde beispielsweise bestätigt, dass die Krebszellen zunächst in nahegelegene Lymphknoten wandern. Von dort aus befallen sie andere Organe. Das Team entdeckte auch, dass ein bestimmter Botenstoff, der von Zellen in der Außenwand der Lymphgefäße produziert wird, das Überleben der wandernden Krebszellen sichert. Als die Forschenden den sogenannten Botenstoff Angiopoietin 2 blockierten, starben auch die Krebszellen ab und es entstanden signifikant weniger Metastasen, wodurch die Mäuse deutlich länger überlebten.

Oft bleiben Krebszellen nach OP im Körper

Durch das neue Modell konnten die Forschenden auch Situationen simulieren, die oftmals nach Krebsoperationen vorliegen: Der Tumor wurde entfernt, aber bösartige Krebszellen verbleiben im Körper, wodurch ein Rückfall möglich ist. Auch in diesem Fall könnte die Blockierung des Lympgefäß-Botenstoffes helfen.

„Überraschenderweise konnten wir bei den Mäusen die Ausbreitung der Tumoren selbst dann effektiv verhindern, wenn wir Angiopoietin-2 erst kurz vor der Tumoroperation blockierten“, resümiert Augustin. Bislang wurde die therapeutische Wirkung nur bei Tieren bestätigt. Im nächsten Schritt soll die Behandlung nun an Menschen getestet werden. (vb)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Diplom-Redakteur (FH) Volker Blasek
Quellen:
  • Deutsches Krebsforschungszentrum: Wie sich die Ausbreitung von Tumorzellen über die Lymphgefäße verhindern lässt (veröffentlicht: 26.10.2020), dkfz.de
  • Nicolas Gengenbacher, Mahak Singhal, Carolin Mogler, u.a.: Timed Ang2-targeted therapy identifies the Angiopoietin-Tie pathway as key regulator of fatal lymphogenous metastasis; in: Cancer Discovery, 2020, cancerdiscovery.aacrjournals.org

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Volker Blasek

Volker Blasek

Neben dem Studium als Technischer Redakteur hat Volker Blasek eine Ausbildung zum Gärtner und ein freiwilliges Jahr auf einem Biobauernhof absolviert. Dort und in vielen Reisen baute er sein Interesse an der Natur aus. Das Thema Naturschutz liegt ihm besonders am Herzen. Daneben schreibt er auch gerne über Psychologie und Wissenschaft. Als medizinischer Fachredakteur bei Heilpraxis.de kann Volker seine Kenntnisse und Erfahrungen einbringen, um fachliche, gut recherchierte und auch unterhaltsame Berichte zu schreiben.

Nächster Artikel
Zahnräder verlassen ein mechanisches Gehirn

Alzheimer auf eine Enzym-Mutation zurückzuführen?

Ländliche Arbeit scheint der Knochengesundheit von Frauen zu Gute zu kommen. (Bild: Jacob Lund/Stock.Adobe.com)

Dieser Lebensstil verbessert Knochendichte von Frauen

Jetzt News lesen

Mann in blauem Poloshirt massiert mit den Fingerspitzen beide Schläfen und verzieht das Gesicht vor Schmerzen

Das Gehirn wird durch kalorienreiche Ernährung negativ beeinflusst

22. Oktober 2026
Eine Tasse mit schwarzem Tee steht auf einer hölzernen Oberfläche.

Tee trinken beeinflusst das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv

22. Oktober 2026

Hilft Hundestreicheln gegen Stress? Studie liefert eine überraschende Antwort

21. Oktober 2026
Ein Frühstückstisch mit einer Auswahl an gesunden Lebensmitteln.

60 bis 100 Gramm Vollkorn senkt den Blutdruck und verbessert die Cholesterin Werte

21. Oktober 2026
Blaubeeren vor weißem Hintergrund.

Eine tägliche Portion Blaubeeren lindert depressive Symptome

21. Oktober 2026

So gesund sind geröstete Nori-Blätter aus dem Asiamarkt

20. Oktober 2026

Heilpraxis - Heilpflanzen, Gesundheit und Medizin

Das Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit

  • Werben Sie hier
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wir über uns
  • Rezepte
  • Consent anpassen
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Heilpflanzen
  • Ganzheitliche Medizin
  • News
  • Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
  • Rezepte

© 2022 Heilpraxisnet.de GbR