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Mineralwasser im Test: Kunststoff beeinträchtigt den Wasser-Geschmack

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
29. Juni 2017
in News
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Untypischer Geschmack von Mineralwasser in Kunststoffflaschen
Mineralwasser gehört zu den Lieblingsdrinks der Deutschen. Am meisten werden Produkte mit mittlerem Kohlensäuregehalt gekauft. Die Stiftung Warentest hat nun 30 dieser Medium-Mineralwässer genauer unter die Lupe genommen. Sie stellten unter anderem fest, dass Wasser in Kunststoffflaschen mitunter untypisch schmeckt. Insgesamt war nur jedes dritte Produkt „gut“.

Mineralwasser mit mittlerem Kohlensäuregehalt im Test
Um bei der aktuellen Hitze cool zu bleiben, hilft es, viel zu trinken. Mineralwasser gehört zu den meistgetrunkenen Getränken in Deutschland. Es sollte zwar prickeln aber nicht zu stark: „Die meisten Bundesbürger kaufen Mineralwasser mit mittlerem Kohlensäuregehalt – auch Medium genannt“, schreibt die Stiftung Warentest auf ihrer Webseite. Die Experten haben nun 30 dieser Produkte genauer unter die Lupe genommen und die Ergebnisse in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 07/2017) veröffentlicht.

Leitungswasser genauso gut wie Mineralwasser
Es gab immer wieder Untersuchungen, die gezeigt haben, dass Leitungswasser in vielen Regionen genauso gut wie Mineralwasser ist.

Das hat sich auch in einem Test der Stiftung Warentest im vergangenen Jahr bestätigt. Die Experten untersuchten damals stilles Mineralwasser.

In einem aktuellen Test haben sich die Fachleute nun Mineralwässern mit mittlerem Kohlensäuregehalt gewidmet. Nur etwa jedes dritte Produkt wurde als „gut“ bewertet.

Krebserregendes Chrom
Nicht alle Produkte waren so unberührt, wie man meinen könnte. Zum Teil waren unerwünschte Stoffe enthalten, bei manchen waren auch Fehler im Geschmack feststellbar.

Insgesamt elf der 30 getesteten Wässer schnitten bei der Analyse gut ab, 18 waren befriedigend und eines bekam die Note „ausreichend“.

Der Grund für die Abwertung war,dass es mit 0,5 Mikrogramm je Liter vergleichsweise viel krebserregendes Chrom (VI) enthält.

„Dennoch ist selbst bei einer dauerhaften Aufnahme des Wassers das Gesundheitsrisiko eher gering“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Untypischer Geschmack durch Plastikflaschen
In fünf Wässern wurden Spuren von Süßstoffen, Pestizidabbauprodukten und einem Korrosionsschutzmittel gefunden. Die Gehalte seien aber gesundheitlich unbedenklich.

„Die Bezeichnung ,natürliches Mineralwasser‘ stellen sie aber infrage“, sagte Ina Bockholt von der Stiftung Warentest.

Auch das Flaschenmaterial sorgt für Probleme. Viele Wässer in Kunststoffflaschen schmecken untypisch zitronig.

Der Geschmack kommt vom Acetaldehyd, das bei der Herstellung von Kunststoff entsteht und von den Flaschen ins Wasser übergehen kann. Schon kleinste Mengen führen zu Geschmacksveränderungen.

Plastikflaschen haben seit Jahren einen gesundheitlich schlechten Ruf. Die Warentester bewerteten die Verpackung mit „mangelhaft“.

Am besten schnitten das Wasser von Edekas Eigenmarke „Gut & Günstig“ und „Saskia“ von Lidl sowie von Franken Brunnen und Gerolsteiner ab. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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