Studie: Nüsse in der Schwangerschaft machen Kinder intelligenter

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Werdende Mütter sollten Nüsse zu sich nehmen

Sicherlich wünschen sich viele Eltern, dass ihr Kind in der Schule aufmerksamer ist und bessere Ergebnisse bei Klassenarbeiten erzielt. Die Leistung von Kindern kann laut einer aktuellen Untersuchung gefördert werden, indem werdende Mütter in der Schwangerschaft vermehrt Nüsse essen. Dies führte bei Kindern im späteren Leben zu erhöhter Aufmerksamkeit, einem besseren Gedächtnis und einer generellen Verbesserung der geistigen Fähigkeiten.


Bei einer aktuellen Untersuchung des Barcelona Institute for Global Health konnte festgestellt werden, dass wenn werdende Mütter während ihrer Schwangerschaft Nüsse essen, sich dies positiv auf die Denkleistung und das Gedächtnis des Kindes auswirkt. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem englischsprachigen Fachblatt „European Journal of Epidemiology“ veröffentlicht.

Der Konsum von Nüssen während der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf die geistige Gesundheit des Kindes aus. Nehmen werdende Mütter ausreichend Nüsse zu sich, erhöht dies die Denkfähigkeit und das Gedächtnis des Kindes. (Bild: George Dolgikh/fotolia.com)

Nüsse sollten im ersten Drittel der Schwangerschaft konsumiert werden

Die neue Studie legt nahe, dass der Verzehr von Nüssen im ersten Schwangerschaftsdrittel die geistigen Fähigkeiten des Babys erhöht. Dieser Prozess scheint durch in Nüssen enthaltene Folsäure und Fettsäuren ausgelöst zu werden, mutmaßen die Forschenden. Es wird empfohlen, dass schwangere Frauen ungefähr drei Handvoll Nüsse pro Woche (90 g) innerhalb der ersten drei Monate der Schwangerschaft essen sollten. „Hierfür eignen sich beispielsweise Walnüsse, Mandeln, Pinienkerne oder Haselnüsse“, so die Forscher.

2.000 Mütter und deren Kinder nahmen an Studie teil

Für die Studie wurden 2.200 Mütter und deren Kinder untersucht. Die Mütter füllten dabei einen Fragebogen zu Essgewohnheiten aus und ihr jugendlicher Nachwuchs absolvierte verschiedene Prüfungen. Diese bewerteten ihre Denkfähigkeit, die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis im Alter von 18 Monaten sowie im Alter von fünf und acht Jahren.

Die Kinder, deren Mütter im ersten Trimester die meisten Nüsse konsumierten, erzielten die besten Ergebnisse. Die beobachteten positiven Auswirkungen könnten auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass die Nüsse einen hohen Gehalt an Folsäure und insbesondere essentiellen Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 aufwiesen. „Es ist die erste Studie, welche die möglichen Vorteile des Konsums von Nüssen während der Schwangerschaft für die Entwicklung des Kindes auf lange Sicht untersucht“, berichten die Autoren der Studie.

Mütterliche Ernährung beeinflusst die Gehirnentwicklung des Fötus

Das Gehirn durchläuft während der Schwangerschaft eine Reihe komplexer Prozesse. Das bedeutet, dass die mütterliche Ernährung ein entscheidender Faktor für die Gehirnentwicklung des Fötus ist und langfristige Auswirkungen haben kann.

Folsäure und insbesondere essentiellen Fettsäuren wie Omega-3 und Omega-6 neigen dazu, sich im sogenannten Neuralgewebe anzusammeln, insbesondere in den Stirnbereichen des Gehirns, die das Gedächtnis und die ausführenden Funktionen beeinflussen. Es ist bereits bekannt, dass Nüsse außerdem auch das Risiko für Bluthochdruck und Diabetes senken und im Alter vor dem geistigen Verfall schützen können. Die Studie untersuchte auch den Nusskonsum in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft, stellte jedoch fest, dass ein solcher Konsum nur wenig nachfolgende Wirkung erzielte. (as)