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Schadstoffe im Bio-Hühnerfutter entdeckt

Redaktion Heilpraxis.de
Verfasst von Redaktion Heilpraxis.de
19. Dezember 2014
in News
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Kontaminiertes Hühnerfutter auch an niedersächsische Biobetriebe geliefert

19.12.2014

Mit Schadstoffen belastetes Öko-Hühnerfutter wurde möglicherweise auch an Bio-Betrieben in Niedersachsen geliefert, so die aktuelle Mitteilung des niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Den betroffenen Betrieben wurde vorübergehend die Auslieferung von Bio-Eiern untersagt.

Nach dem Auftauchen von kontaminierten Bio-Hühnerfutter in Mecklenburg-Vorpommern haben die Überprüfungen der Lieferwege ergeben, dass mit Pflanzenschutzmittel belastete Futtermittel möglicherweise auch nach Niedersachsen gelangt sein könnten. „Noch ist unklar, ob auch in Niedersachsen belastete Futtermittel verfüttert wurden“, doch aus „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes dürfen die möglicherweise betroffenen Betriebe zunächst keine Bio-Eier mehr ausliefern“, berichtet das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Am Freitag sei mit ersten Ergebnissen aus der Untersuchung der Futtermittelproben zu rechnen.

18 Öko-Betrieben in Niedersachsen betroffen
Als Quelle der Schadstoffe vermuten die Behörden Bio-Sonnenblumenpresskuchen aus der Ukraine. Insgesamt seien rund 3.400 Tonnen des Sonnenblumenkuchens an ein niederländisches Handelsunternehmen geliefert worden und hiervon gelangten 235 Tonnen über Dänemark nach Mecklenburg-Vorpommern zur Verarbeitung, berichtet das LAVES. In Futtermittelproben seien dort anschließend „das Beizmittel Thiomethoxam und das Fungizid Metalaxyl nachgewiesen“ worden. Des Weiteren wurde ein Teil des Sonnenblumenkuchens bereits in den Niederlanden verarbeitet und gelangte von hieraus auch nach Niedersachsen, wobei die Menge bisher allerdings unklar bleibt, so die offizielle Mitteilung. Von entsprechenden Futtermittellieferungen wären in Niedersachsen 18 Ökobetriebe betroffen, berichtet das Landesamt weiter. Ob auch das in Niedersachsen verwendete Futtermittel belastet war „oder nur die über Dänemark gehandelte Charge des Sonnenblumenkuchens kontamiert wurde, etwa beim Transport oder im dortigen Lager“, bleibt laut Angaben des Landes LAVES unklar.

Ergebnisse der Laboruntersuchungen liegen noch nicht vor
Bereits am vergangenen Montag teilten die zuständigen Behörden in den Niederlanden der Bundesanstalt für Lebensmittel und Ernährung (BLE) mit, dass auch niedersächsische Betriebe aus den Niederlanden mit Futtermitteln beliefert worden sind, die den potenziell kontaminierten Sonnenblumenkuchen enthielten. Die Ergebnisse der umgehend eingeleiteten, umfangreichen Futtermittelanalysen werden vermutlich im heutigen Tagesverlauf vorliegen. Eine Gesundheitsgefährdung der Verbraucher schließt das Landesamt nach jetzigem Kenntnisstand allerdings aus. Denn trotz des kontaminierten Futtermittels seien bei allen in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführten Untersuchungen keine Rückstände der Pflanzenschutzmittel in den Eiern der betroffenen Betriebe nachgewiesen worden. (fp)

Bild: Stefan Schwarz / pixelio.de

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Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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