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Forschungsskandal: Hat der Coca-Cola Konzern bei Studien manipuliert?

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
13. Oktober 2015
in News
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Schwere Vorwürfe gegen Getränkeunternehmen: Hat Coca Cola manipuliert?
Insbesondere aufgrund ihres hohen Zuckergehalts sind Softdrinks sehr ungesund. Häufiger Konsum kann unter anderem zu Karies und Übergewicht führen. Der größte Softdrink-Hersteller der Welt, die Coca Cola Company, bemüht sich gegen den schlechten Ruf solcher Getränke vorzugehen. Offenbar auch mit sehr fragwürdigen Methoden. In einem Zeitungsbericht werden schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen erhoben.

Schwere Vorwürfe gegen Getränke-Riesen
Karies, Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Adipositas: Die meisten Softdrinks können bei häufigem Konsum zu enormen gesundheitlichen Problemen führen. Besonders oft in die Kritik gerät Coca Cola. So veröffentlichte etwa ein Apotheker erst vor kurzem auf seinem Blog einen Beitrag, auf dem beschrieben wird, was im Körper nach dem Trinken einer Dose Cola passiert.

Der größte Softdrink-Hersteller der Welt ist seit langem bemüht, gegen den schlechten Ruf solcher Getränke vorzugehen. Und wendet dabei offenbar auch fragwürdige Methoden an. Wie das Internetportal „huffingtonpost.de“ berichtet, werden nun in einem Zeitungsbericht schwere Vorwürfe gegen den Konzern in Großbritannien erhoben. Das Portal bezieht sich dabei auf einen Artikel der britischen „The Times“.

Empfohlene Zuckerhöchstmenge wird überschritten
In einer 0,5 Liter Flasche Coca Cola sind 54 Gramm beziehungsweise 18 Würfel Zucker enthalten. Selbst in einer Flasche der grünen Coca Cola Life, die teilweise mit Stevia gesüßt ist, seien laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen immer noch elf Würfel Zucker (34 Gramm) enthalten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt als Zuckerhöchstmenge pro Tag bei Frauen 25 Gramm und bei Männern 30 Gramm. Dass solche Getränke nicht gesund sind, ist also naheliegend. Was würde aber passieren, wenn seriös wirkende Studien und Ernährungs-Experten etwas anders behaupten würden?

Schmeichelhafte Studien gekauft?
Laut dem Bericht steht Coca Cola im Verdacht, für den Konzern schmeichelhafte Studien gekauft zu haben. Offenbar mit dem Ziel einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Konsum von Softdrinks zu vertuschen. Den Angaben zufolge soll das Unternehmen nicht nur Ernährungs- und Sportinstitutionen „gesponsert“ haben, sondern sogar eine eigene Organisation gegründet haben, die Coca Cola in ein besseres Licht rücken sollte. Wie es heißt, gab der Getränkeproduzent umgerechnet rund 6,5 Millionen Euro aus, um eine Organisation namens European Hydration Institute zu gründen, die dann öffentlich für den Konsum von Sport-und Softgetränken warb.

„Unabhängige“ sind gar nicht so unabhängig?
Coca Cola erklärte zu den Vorwürfen: „Wir wollen ganz offen mit unserer Finanzierung von akademischen Forschungen (…) sein. Wir verlassen uns auf diese, um Entscheidungen über unsere Produkte und Inhaltsstoffe fällen zu können – dafür beauftragen wir unabhängige Drittunternehmen.“ Doch so ganz unabhängig scheinen diese Drittunternehmen laut des Magazins nicht gewesen zu sein. Journalisten der „Times“ fanden laut dem Bericht klare Parallelen zwischen den von Coca Cola „gesponserten“ Experten und Studienergebnissen, die einem Zusammenhang zwischen dem Konsum von Softdrinks und Gewichtszunahme abstreiten. Damit sollte verneint werden, dass Coca Cola ab einer bestimmten – eher geringeren Menge – ungesund ist.

Ähnlichkeiten mit der Tabakindustrie
Dem Portal zufolge erinnert der Fall stark an die Zigarettenindustrie. Auch diese investierte in der Vergangenheit Millionen in Forschungen, die zeigen sollten, dass es keinen Zusammenhang zwischen Krebs und Rauchen gibt. Vor einigen Jahren haben Wissenschaftler schwere Vorwürfe gegen den Tabakkonzern Philip Morris erhoben, der negative Forschungsergebnisse von Zigarettenzusatzstoffen heruntergespielt haben soll. Die Zusatzstoffe in Tabak sind giftiger als angenommen. Dies zeigte eine Untersuchung geheimer Dokumente der Tabakindustrie, die der Öffentlichkeit im Zuge von Haftungsklagen zugänglich gemacht werden mussten.(ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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