Sommergrippe: Zehn Tipps zum richtigen behandeln und vorbeugen

Mann liegt erkältet im Bett

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Quellen ansehen

Zehn effektive Tipps zum Schutz vor einer Sommergrippe

Die großen Temperaturunterschiede in den vergangenen Wochen haben dafür gesorgt, dass so mancher Bundesbürger mit einer Sommergrippe im Bett liegen musste. Auch in den kommenden Wochen wird es immer wieder zum Wechsel zwischen Hitze und kühleren Temperaturen kommen. Wer sich dann keinen Infekt einfangen will, sollte einige Tipps von Gesundheitsexperten befolgen.


Temeraturwechsel zwischen Hitze und Kälte

Der in der letzten Zeit häufig vorkommende Wechsel zwischen Wärme und kühleren Temperaturen kann für den Körper sehr belastend sein. Wer keine starken Abwehrkräfte hat, kann sich dann auch im Sommer schnell einen Infekt einfangen. Doch dem kann man vorbeugen. Gesundheitsexperten erklären, wie man sich vor einer Sommergrippe schützen kann.

Mann liegt erkältet im Bett
Auch im Sommer kann man sich eine virale Infektion zuziehen. Experten erläutern, was man gegen die sogenannte „Sommergrippe“ unternehmen kann. (Bild: Michael Eichhammer/fotolia.com)

Ähnliche Symptome wie bei einer winterlichen Erkältung

Die Symptome einer Sommergrippe ähneln hinsichtlich den Symptomen einer winterlichen Erkältung.

Dabei handelt es sich bei einer „Sommergrippe“ gar nicht um eine echte Grippe, sondern um einen grippalen Infekt, erklärt die IDEAL Lebensversicherung a. G. auf ihrer Webseite.

Für die sommerliche Erkrankung sind meist Coxsackie-, Entero-, sowie Echoviren verantwortlich. Die Erreger werden vor allem durch Tröpfchen- (anhusten, annießen) und Schmierinfektion (kontaminierte Gegenstände wie Türklinken) weitergegeben.

Typische Symptome sind beispielsweise Schnupfen, eine verstopfte Nase, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit und Müdigkeit.

Ähnlich wie bei einer normalen Erkältung halten die Symptome normalerweise zwischen ein und zwei Wochen an.

Bei länger andauernden Beschwerden oder einem schlechten Allgemeinzustand sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Diese Empfehlung gilt vor allem auch für Personen mit einem geschwächten Immunsystem.

Zugluft und Klimaanlagen

Bestimmte Bedingungen erhöhen das Erkrankungsrisiko. So kann zum Beispiel Zugluft unseren Körper bzw. bestimmte Körperpartien stärker abkühlen, als eigentlich gut wäre.

Die Folge ist, dass der Organismus an diesen Stellen die Durchblutung reduziert. Und das bietet Krankheitserregern eine Angriffsfläche. Bei Ventilatoren kann sich eine ähnliche Situation einstellen.

Problematisch sind auch Klimaanlagen. Denn beim Wechsel von draußen nach drinnen kann der Temperaturunterschied erheblich sein, wodurch der Kreislauf unter Stress gesetzt wird.

Und gerade, wenn man klimatisierte Räume verschwitzt betritt, ist das Erkältungsrisiko hoch, da der Schweiß ja nicht sofort verdunstet und sich in der kühleren Umgebung deutlich länger hält.

Der Effekt der körpereigenen Kühlung überlagert sich mit der Klimaanlage, und der Körper kühlt erst recht aus.

Vorsichtig sollte man vor allem auch in den Abendstunden sein, denn dann sinken die Temperaturen meist relativ schnell. Das gilt vor allem dann, wenn der Himmel wolkenlos ist.

Für den gemütlichen Abend im Biergarten oder auf der Gartenterrasse sollte daher am besten etwas Warmes zum Überziehen griffbereit gehalten werden.

10 Hausmittel bei Erkältung

Eine Erkältung (grippaler Infekt) kann wirksam mit Hausmitteln bekämpft werden. Hier sind unsere 10 Tipps gegen Erkältungsbeschwerden.
Mehr

Erkrankung kann meist ohne Medikamente behandelt werden

Die Behandlung einer Sommergrippe kann meist ohne Medikamente erfolgen, da es sich in den meisten Fällen um eine harmlose Erkrankung handelt. Gesundheitsexperten weisen darauf hin, dass insbesondere Antibiotika bei der sommerlichen Erkrankung in der Regel nutzlos sind.

Grundsätzlich werden ähnliche Maßnahmen wie bei einer normalen Erkältung im Winter empfohlen. Folgende Behandlungen können helfen:

Ruhe einhalten
Es wird empfohlen, viel zu schlafen und den Körper nicht zu überanstrengen. Man sollte aber nicht die ganze Zeit zu Hause bleiben, sondern auch mal an die frische Luft. Eine gute Zeit für einen Spaziergang ist der Abend, wenn es etwas kühler ist.

Viel trinken
Im Sommer sollte grundsätzlich auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Wer angeschlagen ist, sollte mehr Wasser als üblich zu sich nehmen. Von zu schwerer Kost, die die Verdauung stark beansprucht, wird abgeraten.

Wadenwickel
Weiter rät die Lebensversicherung zu einem Wadenwickel, um entstehendes Fieber zu senken. Zudem erfrischen die kühlen Wickel im Sommer und stabilisieren den Kreislauf.

So schützen Sie sich

Noch besser als behandeln ist jedoch vorbeugen. Der gemeinnützige Verein Gesundheitsstadt Berlin e. V. hat auf seinem Portal „Zehn Tipps zum Schutz vor Sommergrippe“ aufgelistet:

  • Ausreichend viel trinken (zwei bis drei Liter pro Tag)
  • Zugluft vermeiden
  • Klimaanlage möglichst selten anschalten/nicht zu kalt stellen
  • Durchgeschwitzte Kleidung möglichst bald wechseln
  • Mehrmals täglich gründlich Hände waschen und vom Gesicht fernhalten
  • Möglichst wenig Hände schütteln (und höflich erklären, warum)
  • Alternative zum Händewaschen bei empfindlicher Haut: Händedesinfektionsmittel
  • Immunsystem stärken durch ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse
  • Überlange Sonnenbäder vermeiden, sie trocknen den Körper aus
  • Regelmäßig moderat Sport treiben. (ad)

Autor:
Alfred Domke
Quellen: