Studie: Chronisch entzündliche Darmerkrankungen

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Ein Forscherteam hat neue Erkenntnisse zu den krankheitsverursachenden molekularen Prozessen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen aufgedeckt.

17.09.2014

Wiederkehrende Durchfälle, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust – mit diesen Symptomen gehen chronisch entzündliche Darmerkrankungen einher. Nach aktuellem Stand der Forschung führt eine geschwächte Darmbarriere zu diesen Erkrankungen. Forscher konnten erstmals nachweisen, dass das Enzym RIP1 eine Schlüsselrolle für eine funktionierende Darmbarriere spielt, die den Körper vor den Darmbakterien schützt.

Epithelzellen bilden im Darm eine dünne Schicht, die verhindert, dass die Bakterien der Darmflora in den Körper gelangen. Passieren Darmbakterien diesen Schutzwall und gelangen in den Körper, kann es zu Entzündungen kommen. Die Forschergruppe stellte bei Untersuchungen fest, dass ein Mangel des Enzyms RIP1 verstärkt zur Apoptose – einer Art Selbstmordprogramm der Epithelzellen – führt, das normalerweise z.B. dem Abbau von unnötigen Zellen dient. Durch das Zellsterben entstehen Lücken in der Darmbarriere und eine Entzündung der Darmschleimhaut ist die Folge. (pm)

Wichtiger Hinweis:
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