• Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
Heilpraxis - Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Studie: Heißes Bad senkt zu hohen Blutdruck stärker als Radfahren

Sebastian Dorn
Verfasst von Sebastian Dorn
Quellen ansehen
9. Oktober 2026
in News
Teile den Artikel

Eine halbe Stunde in heißem Wasser kann den Blutdruck direkt nach der Anwendung stärker senken als eine gleich lange Einheit auf dem Fahrrad. Das zeigt eine australische Untersuchung mit Erwachsenen zwischen 45 und 70 Jahren. Ob daraus ein dauerhafter gesundheitlicher Vorteil entsteht, lässt sich aus dem Versuch jedoch nicht ableiten.

Eine halbe Stunde Baden im Vergleich mit Radfahren

Ein Forschungsteam der University of Western Australia untersuchte 25 Menschen mit Übergewicht oder Adipositas. Ihr Durchschnittsalter lag bei 59 Jahren. Alle absolvierten beide Anwendungen in zufälliger Reihenfolge und mit mindestens 72 Stunden Abstand.

Beim Baden saßen die Teilnehmenden 30 Minuten lang etwa bis zur Brust in konstant 40 Grad Celsius warmem Wasser. Beim anderen Termin fuhren sie ebenso lange auf einem Fahrradergometer bei 60 bis 70 Prozent ihrer maximalen Herzfrequenz. Das Team erfasste Kreislaufwerte und untersuchte kleine Blutgefäße der Unterarmhaut mit einem lichtbasierten Bildgebungsverfahren, der optischen Kohärenztomografie.

Wie stark sank der Blutdruck?

Nach dem heißen Bad sanken beide Blutdruckwerte. Nach dem Radfahren blieb der obere Wert nahezu unverändert, während der untere leicht abnahm. Die Unterschiede zwischen den Anwendungen waren statistisch signifikant, die individuellen Reaktionen schwankten allerdings erheblich.

Die Untersuchung ergab folgende durchschnittliche Veränderungen gegenüber den Ausgangswerten:

Messgröße Veränderung nach heißem Bad beziehungsweise Radfahren
Systolischer Blutdruck, oberer Wert Bad: −6 mmHg; Radfahren: +1 mmHg
Diastolischer Blutdruck, unterer Wert Bad: −10 mmHg; Radfahren: −2 mmHg
Körpertemperatur Bad: +0,9 °C; Radfahren: +0,7 °C

Auch Durchmesser und Durchblutung der untersuchten Hautgefäße nahmen nach dem Bad stärker zu. Für diese Bildauswertung waren die Aufnahmen von 22 der 25 Teilnehmenden verwendbar.

Warum Wärme den Blutdruck beeinflusst

Wärme erweitert Blutgefäße und fördert die Durchblutung der Haut. Dadurch kann der Blutdruck sinken, während das Herz schneller schlägt. Ein niedrigerer Blutdruckwert bedeutet deshalb nicht automatisch, dass der gesamte Kreislauf weniger beansprucht wird.

Beim Baden kommt der Druck des Wassers auf den Körper hinzu. Er verändert die Blutverteilung und kann die Blutmenge erhöhen, die das Herz pro Minute pumpt. Ein heißes Bad fordert den Kreislauf somit auch ohne aktive Muskelarbeit.

Was die Untersuchung offenlässt

Die Anwendungen waren gleich lang, erzeugten aber unterschiedliche Wärmebelastungen. Zudem wurde die untersuchte Unterarmhaut beim Baden direkt erwärmt. Wie lange die gemessenen Veränderungen anhielten, blieb offen.

Die Auswahl der Teilnehmenden begrenzt ebenfalls die Übertragbarkeit. Beim Eingangstest durfte der Ruheblutdruck höchstens 140/90 mmHg betragen; bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes führten zum Ausschluss. Die Ergebnisse sind daher keine allgemeine Behandlungsempfehlung für Menschen mit diesen Erkrankungen oder höheren Blutdruckwerten.

Regelmäßige Bäder: Eine weitere Studie liefert ein gemischtes Bild

Für eine mögliche Behandlung wäre entscheidend, ob die Wirkung bei regelmäßiger Anwendung anhält. Eine weitere Untersuchung unter Beteiligung der University of Western Australia verglich über zwölf Wochen Radtraining, heiße Bäder und eine Gruppe ohne entsprechendes Programm. Daran nahmen 31 bislang wenig aktive Erwachsene mit Übergewicht oder Adipositas teil.

Das Trainings- und das Badeprogramm umfassten jeweils drei Termine pro Woche von 40 Minuten Dauer. Beim Ruheblutdruck zeigten sich keine statistisch nachweisbaren Veränderungen durch die Programme. Das Radtraining verbesserte gegenüber der inaktiven Vergleichsgruppe die gemessene Gefäßfunktion an Arm und Bein; für das Baden war an der Beinarterie kein entsprechender Unterschied nachweisbar.

Im direkten Vergleich unterschieden sich die Veränderungen durch Radtraining und Baden allerdings nicht statistisch signifikant. Aus den unterschiedlichen Ergebnissen gegenüber der inaktiven Gruppe lässt sich deshalb allein keine Überlegenheit des Trainings ableiten. Ebenso wenig beweist ein fehlender statistischer Unterschied, dass beide Verfahren gleich wirksam sind.

Warum Bewegung weiterhin wichtig bleibt

Die gesundheitlichen Vorteile regelmäßiger Bewegung reichen weit über einzelne Blutdruckmessungen hinaus. Körperliche Aktivität verbessert die Leistungsfähigkeit, unterstützt die psychische Gesundheit und trägt zur Vorbeugung verschiedener chronischer Erkrankungen bei. Bei älteren Menschen können geeignete Übungen außerdem Kraft und Gleichgewicht fördern und Stürzen vorbeugen.

Für Erwachsene gelten wöchentlich 150 bis 300 Minuten ausdauerorientierte Bewegung mittlerer Intensität oder 75 bis 150 Minuten intensivere Aktivität als Empfehlung. Hinzu kommen muskelkräftigende Übungen an mindestens zwei Tagen. Wer gesundheitlich eingeschränkt ist, sollte die Bewegung an die eigenen Möglichkeiten anpassen; heiße Bäder ersetzen diese unterschiedlichen Trainingsreize nicht.

Für wen heiße Bäder problematisch sein können

Bei ohnehin niedrigem Blutdruck kann starke Wärme Schwindel oder Benommenheit auslösen. Menschen mit instabilen Herzbeschwerden, schlecht eingestelltem Bluthochdruck oder anderen schweren Herzerkrankungen sollten heiße Bäder nicht ohne vorherige ärztliche Abklärung nutzen.

Auch Flüssigkeitsmangel und bestimmte Medikamente können einen Blutdruckabfall begünstigen. Dazu zählen unter anderem manche Herzmedikamente, Blutdrucksenker und entwässernde Präparate. Langsames Aufstehen kann Beschwerden beim Wechsel vom Sitzen zum Stehen verringern.

Wer aus medizinischen Gründen mäßige körperliche Anstrengung vermeiden soll, darf heiße Bäder nicht automatisch als unbedenkliche Alternative betrachten. Menschen mit Bluthochdruck sollten außerdem abrupte Wechsel zwischen heißem und kaltem Wasser vermeiden.

Fragen und Antworten zum heißen Baden und Blutdruck

Kann ein heißes Bad Blutdruckmedikamente ersetzen?

Nein. Die Untersuchung belegt nicht, dass Baden eine verlässliche langfristige Behandlung von Bluthochdruck ermöglicht. Auch bei einem gesundheitsfördernden Lebensstil benötigen viele Betroffene weiterhin Medikamente; verordnete Präparate sollten nicht wegen niedrigerer Messwerte nach einem Bad eigenständig verändert werden.

Ist ein gewöhnliches Bad zu Hause mit dem Versuch vergleichbar?

Nur eingeschränkt: Im Versuch blieb die Wassertemperatur konstant, während sich das Wasser in einer gewöhnlichen Badewanne allmählich abkühlt. Ein solches Bad wurde nicht zum Vergleich untersucht. Ob es dieselbe, eine geringere oder eine anders verlaufende Wirkung hätte, lässt sich aus den Ergebnissen daher nicht bestimmen.

Sind 30 Minuten bei 40 Grad eine empfohlene Badezeit?

Die Versuchsdauer ist keine allgemeine Empfehlung. Welche Wärmebelastung verträglich ist, hängt unter anderem vom Gesundheitszustand und vom Blutdruck ab. Möglichst heiß oder möglichst lange zu baden, ist deshalb kein sinnvolles Gesundheitsziel.

Was bedeutet Schwindel nach dem Baden?

Schwindel kann auf einen Blutdruckabfall hinweisen, insbesondere beim Aufstehen. Auch Schwäche, Übelkeit oder verschwommenes Sehen können damit zusammenhängen. Wiederkehrende Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Sebastian Dorn
Quellen:
  • Wigati, K. W., et al.: Comparison between exercise and hot water immersion on skin microvascular responses in older adults with overweight and obesity. European Journal of Applied Physiology, veröffentlicht am 28. September 2026.
  • Costa, J. G., et al.: Comparison of exercise training and repeated hot water immersion on vascular function in overweight older adults. Experimental Physiology, 2026.
  • ScienceAlert: A Hot Bath May Lower Your Blood Pressure More Than a 30-Minute Workout Can, Study Reveals, 7. Oktober 2026.
  • British Heart Foundation: How does hot weather affect my heart?

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Jetzt News lesen

Weiblicher Unterarm mit einer Smartwatch

Gesundheit: Smartwatches sind bei der Messung des Kalorienverbrauchs meist zu ungenau

9. Oktober 2026
Eine Schüssel voll Haferflocken steht auf einer hellblauen Oberfläche.

Haferflocken können die Verdauung fördern und den Cholesterinspiegel senken

9. Oktober 2026

Diese häufigen Fehler machen Haferflocken wieder ungesund

8. Oktober 2026

Schilddrüsenunterfunktion: Drei häufige Irrtümer, die Betroffene kennen sollten

8. Oktober 2026
Klemmbrett mit Papier und ein

Ernährung: Zu hohes Cholesterin senken mit diesen Lebensmitteln

8. Oktober 2026

Gesundheits-Sparpaket: Das alles ändert sich für Rentner ab 2027

8. Oktober 2026

Heilpraxis

Das Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit

  • Werben Sie hier
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wir über uns
  • Rezepte
  • Consent anpassen
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Heilpflanzen
  • Ganzheitliche Medizin
  • News
  • Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
  • Rezepte

© 2022 Heilpraxisnet.de GbR