Teenager sollen für ihre Gesundheit in der Pubertät vorsorgen

Arzt untersucht das Ohr eines Jugendlichen

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Gesundheits-Check: Gesundheitsministerin ruft Jugendliche zur Vorsorge auf

Nach dem Willen von Bayerns Gesundheitsministerin sollen mehr Jugendliche für ihre Gesundheit in der Pubertät vorsorgen. Teenager sollten Gesundheits-Checks wahrnehmen, um Fehlentwicklungen und Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln.


Vorsorgeuntersuchung nicht versäumen

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ruft Teenager und ihre Eltern dazu auf, die Vorsorgeuntersuchung „J1“ für Jugendliche im Alter zwischen 12 und 14 Jahren nicht zu versäumen. „Der Check auf körperliche und seelische Gesundheit ist ein wichtiges Instrument, um Fehlentwicklungen und Erkrankungen in der Pubertät zu erkennen und zu behandeln“, so die Ministerin laut einer Mitteilung.

Arzt untersucht das Ohr eines Jugendlichen
Laut Bayerns Gesundheitsministerin sollten mehr Jugendliche Gesundheits-Checks wahrnehmen, um Fehlentwicklungen und Erkrankungen zu erkennen und zu behandeln. (Bild: Racle Fotodesign/fotolia.com)

Kosten werden von den Krankenkassen übernommen

„Bei der Jugendgesundheitsuntersuchung J1 werden unter anderem Größe, Gewicht, Blutdruck und der Impfstatus überprüft und eine Beratung zu Fragen der körperlichen, seelischen und sozialen Entwicklung durchgeführt“, erklärte Huml.

„So können beispielsweise Fehlhaltungen, Essstörungen oder chronische Krankheiten frühzeitig diagnostiziert und therapiert werden. Diese Chance sollte genutzt werden. Die Kosten für diese Vorsorgeuntersuchung tragen die gesetzlichen Krankenkassen.“

Die J1-Untersuchung ergänzt die zehn Vorsorgeuntersuchungen („U-Untersuchungen“), die innerhalb der ersten sechs Lebensjahre eines Kindes stattfinden. Seit 1998 ist sie Kassenleistung.

Körper verändert sich noch stark

„Während bei den U-Untersuchungen ganz hervorragende Teilnahmequoten erreicht werden – durchschnittlich sind es 97 Prozent – besteht bei der Jugendgesundheitsuntersuchung J1 noch Steigerungsbedarf“, betonte die Ministerin.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung hatten in Bayern im Jahr 2014 nur rund 40 Prozent der Jugendlichen diese Leistung in Anspruch genommen.

„Unser Ziel muss es sein, dass mehr Mädchen und Jungen zwischen 12 und 14 Jahren diesen Gesundheits-Check in Anspruch nehmen. Denn gerade zu Beginn der Pubertät verändert sich der Körper noch stark. Und es gibt in diesem Alter viele Fragen zur Gesundheit, die Jugendliche bewegen“, so Huml.

Jugendliche können entscheiden ob Eltern dabei sind

„Die Jugendlichen können selbst entscheiden, ob ihre Eltern bei der Untersuchung mit dabei sein sollen oder nicht“, erklärte die Politikerin.

„Der Arzt unterliegt der Schweigepflicht. Er kann in einem vertraulichen Gespräch über alle Fragen aufklären und beraten, die für die Gesundheit im Jugendalter wichtig sind – zum Beispiel zu Hautproblemen, zum Umgang mit Alkohol und Rauchen, Fragen der Sexualität oder auch zu Schwierigkeiten in Familie, Schule oder Freundeskreis.“ (ad)

Autor:
Alfred Domke
Quellen:
  • Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege: Huml wirbt für Gesundheits-Check im Teenageralter – Bayerns Gesundheitsministerin: Jugendgesundheitsuntersuchung J1 ist wichtiges Instrument der Früherkennung, (Abruf: 11.08.2019), Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege