Überhitzung: So schützen Sie sich am besten vor einem Sonnenstich

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

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Überhitzung: Längerer Aufenthalt in der Sonne kann zu einem Sonnenstich führen

Die aktuellen Temperaturen laden dazu ein, möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen. Doch Vorsicht: längere Aufenthalte in der Sonne können leicht zu Überhitzung führen. Aus einem Sonnenstich kann sich auch ein gefährlicher Hitzschlag entwickeln. Experten erläutern, wie man vorbeugen kann.


Kraft der Sonne wird oft unterschätzt

Die meisten Menschen verweilen bei der aktuellen Hitze möglichst draußen im Garten, auf dem Balkon oder gar am Strand. Leider werden die gesundheitlichen Gefahren durch Sonneneinstrahlung oft unterschätzt. Wer sich zu lange in der Sonne aufhält, kann einen Sonnenstich bekommen. Weil sich daraus auch ein gefährlicher Hitzschlag entwickeln kann, ist es wichtig, mit geeigneten Maßnahmen vorzusorgen.

Längere Aufenthalte in der Sonne können zu einem Sonnenstich führen. Experten erklären, wie man vorbeugen kann. (Bild: Sunny studio/fotolia.com)

Anzeichen für einen Sonnenstich

Ein stark geröteter und erhitzter Kopf ist ein typisches erstes Anzeichen für einen Sonnenstich, erklärt die Krankenkasse DAK Gesundheit auf ihrer Webseite.

Dazu treten Kopfschmerzen und meist auch Übelkeit auf.

Auch ein steifer Nacken kann ein Hinweis auf einen Sonnenstich sein.

Außerdem haben einige Betroffene mit Unruhezuständen, Schwindel, Ohrenschmerzen oder -geräuschen zu kämpfen.

Bei Kindern kommt es bei einem Sonnenstich häufig auch zu erhöhter Temperatur oder Fieber.

In den meisten Fällen halten die Symptome über mehrere Stunden an – Babys und ältere Menschen erholen sich erfahrungsgemäß nur langsam von einem Sonnenstich.

Wichtig zu wissen: Das Tückische ist, dass die Symptome auch erst zeitverzögert, also mehrere Stunden nach dem Aufenthalt in der Sonne, auftreten können, erklärt die DAK Gesundheit.

Wenn die Sonne ungehindert auf den Hinterkopf scheint

Laut der Krankenkasse besteht eine erhöhte Gefahr für einen Sonnenstich, wenn die Sonne Betroffenen ungehindert auf den Hinterkopf scheint.

Daher ist es riskant beispielsweise ein Nickerchen auf dem Bauch in der Mittagssonne zu machen.

Gefährlich werden können aber auch eine längere Wanderung, körperliche Arbeit im Freien oder eine Fahrt im Cabrio ohne Kopfbedeckung.

Was Betroffene tun können

Wenn Symptome eines Sonnenstichs auftreten, heißt es: sofort raus aus der Sonne!

Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollten Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern gekühlt werden.

Die Experten raten zudem dazu, sich auszuruhen – am besten mit leicht erhöhtem Oberkörper – und ausreichend Wasser zu trinken.

Es wird davon abgeraten, ein eiskaltes Bad oder eine Dusche zu nehmen, da dies den Kreislauf sehr belasten würde.

Wenn Fieber, ein erhöhter Puls oder Bewusstseinsstörungen auftreten, sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Diese Symptome deuten auf einen gefährlichen Hitzschlag hin, der unbedingt sofort ärztlich behandelt werden muss.

So einen Sonnenstich vermeiden

Laut der DAK Gesundheit helfen folgende Maßnahmen, um sich vor einem Sonnenstich zu schützen:

  • Bei längeren Aufenthalten in der Sonne stets eine Kopfbedeckung – am besten einen Sonnenhut mit Krempe – tragen.
  • Die Mittagssonne am besten komplett meiden.
  • Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen – zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßten Tee pro Tag.
  • Luftige, helle Kleidung aus Leinen oder Baumwolle tragen.
  • Leichte Kost bevorzugen – bei der Verdauung deftiger Mahlzeiten produziert der Körper zusätzlich Wärme.
  • In der Sonne komplett auf Alkohol verzichten.
  • Immer wieder Schatten oder kühle Räume aufsuchen.

Die Krankenkasse hat noch weitere Tipps, die beachtet werden sollten, um den nächsten Urlaub in vollen Zügen genießen zu können.

Da Menschen mit Glatze oder lichtem Haar sowie Kleinkinder besonders gefährdet sind, sollten sie die pralle Sonne meiden.

Sonnenschutzmittel schützen nicht vor einem Sonnenstich, weil sie die langwelligen Wärmestrahlen, die zur Überhitzung führen, nicht blocken.

Auch wenn Bewegung gesund ist: In der prallen Sonne sollte kein schweißtreibender Sport betrieben werden.

Vorsicht bei Aufenthalten in den Bergen: Die Sonne ist im Gebirge besonders intensiv, während die Umgebungstemperatur oft als eher kühl empfunden wird – das erhöht die Gefahr für einen Sonnenstich.

Und auch ein langer Aufenthalt am Strand birgt besondere Gefahren, denn wer baden geht und so den Kopf immer wieder abkühlt, merkt nicht, dass er längst überhitzt ist. (ad)

Autor:
Alfred Domke
Quellen:
  • Sonnenstich: So beugen Sie richtig vor

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.