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Veganes Leben senkt Prostatakrebs-Risiko um 35 Prozent

Alexander Stindt
Verfasst von Alexander Stindt, Fachredakteur für Gesundheitsnews
4. März 2016
in News
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Eine Ernährung ohne tierische Produkte schützt uns vor Prostatakrebs
Seit Jahren gibt es Diskussionen über die Vor- und Nachteile von veganem Essen. Bei dieser Ernährung werden sämtliche Nahrungsmittel tierischen Ursprungs gemieden. Forscher entdeckten jetzt, dass eine vegane Ernährung das Risiko für Prostatakrebs senken könnte. Die Wahrscheinlichkeit für solch eine Erkrankung sinkt den aktuellen Erkenntnissen zufolge um bis zu 35 Prozent.

Veganer ernähren sich nicht von Nahrungsmitteln, die tierischen Ursprungs sind. Eine vegane Ernährung verzichtet beispielsweise auf alle Milch- und Fleischprodukte. Diese Form der Ernährung scheint einen positiven Nebeneffekt auf unsere Gesundheit zu haben. Forscher von der Loma Linda University (USA) stellten jetzt in einer Untersuchung fest, dass das Risiko für eine Erkrankung durch Prostatakrebs bei veganer Ernährung um bis zu 35 Prozent vermindert wird. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „The American Journal of Clinical Nutrition“.

Studie untersucht 26.000 Männer
Eine vegane Ernährung vermeidet alle Milch- und Fleischprodukte und konzentriert sich auf den Verzehr von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Nüssen, Samen und Vollkornprodukten. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass eine Diät ohne Fleisch unser Risiko für die Entstehung von Darmkrebs senken kann, sagen die Experten. Eine neue Studie, die vom World Cancer Research Fund (WCRF) finanziert wurde, untersuchte, ob es eine signifikante Assoziationen zwischen veganer Ernährung, Diäten auf Fischbasis, Diäten auf Fleischbasis und dem Risiko für Prostatakrebs gibt.

Die Forscher von der Loma Linda University analysierten dafür die Essgewohnheiten von 26.000 Männern. Sie stellten dabei 1.079 Fälle von Prostatakrebs fest. Nur acht Prozent der männlichen Teilnehmer waren Anhänger einer veganen Ernährung, sagen die Mediziner. Die neue Studie sammelte erfolgreich Daten über den Zusammenhang zwischen Essgewohnheiten und der Vorbeugung von Prostatakrebs. Weitere Untersuchungen könnten zu neuen Techniken der Prävention führen, so die Hoffnung der Wissenschaftler. Allerdings ist weitere Forschung erforderlich, um den Zusammenhang zwischen der veganen Ernährung und Krebs besser zu verstehen, fügen die Experten hinzu.

Strahlentherapie erhöht Risiko von sekundären malignen Erkrankungen
In einer weiteren aktuellen Studie, die in der Fachzeitschrift „British Medical Journal“ veröffentlicht wurde, fanden Forscher einen Zusammenhang zwischen der Strahlentherapie-Behandlung von Prostatakrebs und dem erhöhten Risiko, für die Entwicklung von sekundären malignen Erkrankungen des Enddarms, der Blase und des kolorektalen-Darm-Trakts. Gesundheitsexperten aus den USA und Kanada hatten die Auswirkungen der Strahlentherapie zur Behandlung von Prostatakrebs untersucht. Dafür analysierten sie die Daten von 21 eigenständigen Studien.

Das Forschungsteam rät Ärzten angesichts der Ergebnisse, die Risiken sekundärer maligner Erkrankungen zu berücksichtigen, wenn der Prostatakrebs noch in einem frühen Stadium ist. Die Mediziner sollten überprüfen, ob die Vorteile einer Strahlentherapie die potenziellen Risiken ausgleichen können, sagen die Experten.

Frühe Prävention ist der Schlüssel zum Erfolg
Letztlich müssen dann Ärzte und Patienten gemeinsam entscheiden, ob zum Beispiel der etwa 1,4 bis 1,7-fache Anstieg des relativen Risikos für sekundäre maligne Erkrankungen nach einer zehn jährigen Verzögerung alternative Behandlungen rechtfertigt, sagt Dr. Christine Eyler von der Harvard University gegenüber der britischen Zeitung „The Telegraph“. Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Großbritannien, die Erkrankung betrifft jährlich mehr als 47.000 Männer. Etwa 10.000 Todesfälle jährlich, werden in Großbritannien mit der Krankheit verbunden, sagen die Wissenschaftler. Eine frühe Prävention sei der Schlüssel, die Zahl der Menschen zu senken, die jährlich neu an Prostatakrebs erkranken, fügen die Mediziner hinzu. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Alexander Stindt

Alexander Stindt

Interessen: Sport und Ernährung Naturliebhaber und Tierfreund

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