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Zuckergesüßte Softdrinks erhöhen Brustkrebsrisiko

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
14. November 2018
in News
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Zusammenhang zwischen zuckergesüßtem Getränkekonsum und Brustkrebshäufigkeit

Dass süße Softdrinks nicht der Gesundheit dienen, ist lange bekannt. Vor allem Frauen sollten besser darauf verzichten. Denn wie Forscher aus Spanien nun in einer Studie gezeigt haben, gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Konsum zuckergesüßter Getränke und der Brustkrebshäufigkeit.

Ungesunde Softdrinks

„Zuckergesüßte Getränke sollten generell nur in geringen Mengen getrunken werden, denn sie enthalten viele Kalorien und können zur Entstehung von Übergewicht beitragen“, schreibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) auf ihrer Webseite. Zudem kann der häufige Konsum von Limonaden und Cola zu gesundheitlichen Problemen wie Karies, Bluthochdruck und Diabetes führen. Und Softdrinks erhöhen offenbar auch das Brustkrebsrisiko, wie spanische Forscher nun herausgefunden haben.

Risikofaktoren für Brustkrebs

Brustkrebs, auch Mammakarzinom genannt, ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Allein in Deutschland werden jährlich bis zu 70.000 Neuerkrankungen gezählt.

Wie auch bei den meisten anderen Krebsarten sind die eigentlichen Ursachen nicht bekannt. Man kennt jedoch einige Risikofaktoren für Brustkrebs.

So steigt das Risiko unter anderem mit dem Alter, durch familiäre Vorbelastung, genetische Veränderungen und Rauchen. Auch viel Körperfett, häufiger Konsum von verarbeitetem Fleisch und hohe Cholesterinwerte werden mit einer erhöhten Brustkrebsgefahr in Verbindung gebracht.

Zudem kann eine höhere Insulinresistenz möglicherweise zu einem erhöhten Brustkrebsrisiko führen, berichten Forscher der Universität Navarra in Pamplona (Spanien) im Fachmagazin „European Journal of Nutrition“.

Wichtiges Hormon

Das Hormon Insulin wird vom menschlichen Körper benötigt, um Zucker, der nach dem Essen im Blut vorhanden ist, in die Körperzellen aufzunehmen, wo er dann verbraucht wird.

Wenn der Körper jedoch nicht mehr optimal auf Insulin reagiert, also resistent gegenüber Insulin geworden ist, ist von einer Insulinresistenz die Rede.

Es gibt mehrere mögliche Ursachen, wodurch bedingt wird, dass sich eine Insulinresistenz entwickelt.

Unter anderem spielen Ernährungsfaktoren eine Rolle und hier vor allem auch der Konsum zuckergesüßter Softdrinks wie Cola, Limo oder Eistee.

Softdrinks können Insulinresistenz erhöhen

Auch die spanischen Wissenschaftler schreiben, dass zuckergesüßte Getränke ein anerkannter Faktor sind, der die Insulinresistenz erhöht.

Die Verbindung zwischen solchen Drinks und Brustkrebs wurde jedoch noch nicht umfassend untersucht.

Die Experten beschäftigten sich daher in ihrer Studie mit dem Zusammenhang zwischen dem Konsum von Softdrinks und der Inzidenz von Brustkrebs bei relativ jungen Frauen.

Daten von über 10.000 Hochschulabsolventinnen analysiert

Die Forscher analysierten die Daten von insgesamt 10.713 spanischen Hochschulabsolventinnen mittleren Alters (Durchschnittsalter 33) aus der Kohorte Seguimiento Universidad de Navarra (SUN).

Alle Teilnehmerinnen waren zu Beginn der Untersuchung frei von Brustkrebs.

Zu Studienbeginn wurde der Verbrauch zuckergesüßter Getränke der Probandinnen mithilfe eines Ernährungsfragebogens erfasst.

Die Inzidenz von Brustkrebs wurde von einem ausgebildeten Onkologen anhand von Krankenakten bestätigt.

Mehr Erkrankungen bei postmenopausalen Frauen

Im Verlauf des Beobachtungszeitraums erkrankten 100 Frauen an Brustkrebs.

Wie die Forscher feststellten, war bei postmenopausalen Frauen der regelmäßige Konsum von zuckergesüßten Getränken mit einer signifikant höheren Inzidenz von Brustkrebs verbunden als bei Frauen, die solche Getränke nie oder selten konsumierten.

Bei prämenopausalen Frauen wurde keine Assoziation gefunden.

Die Schlussfolgerung der Studienautoren: Obwohl die Anzahl der Fälle gering war, wurde ein direkter Zusammenhang zwischen dem Konsum zuckergesüßter Getränke und dem Brustkrebsrisiko bei Frauen nach der Menopause beobachtet.

Trotzdem sind weitere größere Längsschnittstudien erforderlich, um diese Verbindung zu belegen. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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