Listeriose

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Die Listeriose ist eine meldepflichtige bakterielle Infektionskrankheit, die durch Listerien (Bakterium Listeria monozytogenes) hervorgerufen wird und teilweise tödlich verlaufen kann.

In den letzten Jahren hat die Zahl speziell der Lebensmittel- Infektionen in Europa etwas gehäuft. Wie beispielsweise Anfang 2010 in Käse und in Fleischklößchen. Betroffen sind meist Menschen mit einem herabgesetzten Immunsystem wie ältere Menschen, Patienten mit immunsystemunterdrückenden Medikamenten oder Krankheiten (z.B. HIV) und auch Kinder, Babys und Schwangere.

Der Erreger, das Bakterium Listeria monozytogenes, kommt eigentlich überall vor und ist recht kälte- und säureresistent, dadurch ist die Ansteckungsmöglichkeit recht hoch. Besonders im Boden und im Abwasser, bzw. auch in verunreinigtem Wasser, sowie in Futter- und wie schon erwähnt, in Lebensmitteln. So kann man sich an jedem Obst und Gemüse theoretisch anstecken, bis auf Möhren, Tomaten und Äpfel- an ihnen soll sich das Stäbchenbakterium nicht halten können. Vor allem in Lebensmitteln, die von Tieren stammen, wie Butter, Rohmilch, Rohwürsten und – käsen, Weichkäsen Mayonnaise, Fleisch von Geflügeltieren und Salami, können in zweiter Instanz wieder Erreger auftreten.

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Die Infektion und weitere Verbreitung erfolgt folglich meist über den Mund und die Magen- und Darmschleimhaut. Man findet die Erreger in der Diagnostik meist in der Leber, den Mandeln oder im Verdauungstrakt. Insofern man nicht zu einer der obigen Risikogruppen gehört, wird der Erreger meist mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Der Erreger kann dann auch im Magen- Darm- Trakt existieren und keinerlei offensichtliche Beschwerden verursachen. Vereinzelt kann es zu grippeartigen Symptomen kommen.

Risikogruppen, wie Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, können eine Entzündung von Hirnhaut und Gehirn bekommen (Meningoenzephalitis). Wenn die Erreger streuen und es zu einer Blutvergiftung kommt, dann können natürlich fast überall Entzündungen auftreten. Schwangere können auch grippeartige Symptome aufweisen. Gefährlich ist es hier, wenn es über den Mutterkuchen (Plazenta), zu einer Übertragung auf den Embryo kommt. Dann können schwere Komplikationen für das Ungeborene auftreten, die bis zu seinem Tod führen können. Da die Anfangssymptome recht unspezifisch sind, wird die adäquate Versorgung der Betroffenen meist erst recht spät eingeleitet. Zur Prävention ist bisher das beste Mittel, Obst und Gemüse immer zu waschen und Lebensmittel zu Erhitzen. Menschen, die zu den Risikogruppen gehören, sollten die oben erwähnten Lebensmittel meiden. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)

Bildnachweis: w.r.wagner  / pixelio.de

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