Parkinson

Morbo di Parkinson
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Morbus Parkinson

Morbus Parkinson ist eine Erkrankung des Nervensystems. Dabei degenerieren Nervenzellen im Mittelhirn, in der sogenannten Substantia nigra. Diese benutzen als Nerven- Botenstoff Dopamin Aufgrund des Mangels an Dopamin können Strukturen im Großhirn nicht mehr voll aktiviert werden.

Inhaltsverzeichnis:
Parkinson
Synonyme
Ursachen
Symptome
Historie
Weiterführende Informationen

Synonyme

Parkinson- Krankheit, Parkinsonismus, Parkinson- Syndrom, Shaking Palsy, Paralysis agitans, Parkinson, Parkinson- Erkrankung, Zitterkrankheit, Schüttellähmung.

Morbo di Parkinson
Parkinson-Patienten zeigen eine typische Körperhaltung. Bild: rob3000/fotolia.com

Ursachen

Im Mittelhirn benutzen Nerven als Botenstoff Dopamin. Aufgrund des Mangels an Dopamin können Strukturen im Großhirn nicht mehr voll aktiviert werden.

Die Symptome bei Prakinson erklären sich unter anderem daraus, dass der Mangel an Dopamin als Botenstoff zu einem Übermaß der Botenstoffe Acetylcholin und Glutamat führt, die die Steifheit der Muskeln und das Zittern verursachen. Ein Mittel der Früherkennung der Erkrankung besteht in der gabe von Dopamin als L- Dopa. Wenn sich die Symptome bessern, kann man davon ausgehen, dass eine Parkinson- Symptomatik vorliegt. Anfang 2010 veröffentlichten Forscher der Universität Tübingen eine Studie, wonach bei Parkinson- Kranken zwei Eiweisse in den Kraftwerken (Mitochondrien) der Zellen, defekte Mitochondrien nicht richtig markieren und hier die Entsorgung gehemmt ist. Kalifornische Forscher eines Parkinson- Institutes publizierten in demselben Zeitraum Untersuchungs- Ergebnisse, wonach der Stoff Trichloretehen (TCE), der in Industriereinigern Verwendung findet, das Risiko an Morbus Parkinson zu erkranken, um das Fünfffache erhöht. Weltweit sind zum derweiligen Zeitpunkt rund vier Millionen Menschen von der Parkinson- Krankheit betroffen. Ein berühmtes Beispiel ist der ehemalige Boxer Muhammad Ali. In Deutschland gibt es derzeit etwa 250 000 Parkinson- Kranke.

Symptome

Erste Anzeichen können verlangsamte Bewegungs- und Handlungsabläufe und Schmerzen und Verspannungen am Bewegungsapparat, besonders im Nackenbereich (Nackenverspannungen), sein. Der Gesichtsausdruck wird eher maskenartig (Maskengesicht), es kann zu depressiven Verstimmungen und Schlafstörungen kommen. Auch Riechstörungen, allgemeine Müdigkeit, Schweißausbrüche und innere Unruhezustände werden beschrieben. Ein besonderes Merkmal ist, dass die Handschrift immer kleiner und unleserlicher wird. Beim Auftreten von ersten Symptomen sollen in der betroffenen Region der Substantia nigra schon über die Hälfte der Nervenzellen abgestorben sein. Aus diesem Grund versuchen Forscher, unter anderem der Universität Tübingen die Möglichkeiten der Früherkennung zu verbessern. Typische Symptome sind später ein Muskelzittern (Tremor), aber auch Muskelstarre (Rigor) und die bereits erwähnten verlangsamten Bewegungsabläufe (Bradykinese).

Historie

Ihren Namen verdankt die Erkrankung dem englischen Arzt, Apotheker und Paläontologen James Parkinson (1755- 1824). Er veröffentlichte 1817 An Essay on the Shaking Palsy (Eine Abhandlung über die Schüttellähmung), in der er die Erkrankung beschrieb. Parkinson betätigte sich auch politisch und trat für die Rechte von Unterprivilegierten ein und galt als Befürworter der Französischen Revolution. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)

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Weiterführende Informationen

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