Bereits 12 Ebola-Tote in Sierra Leone

Heilpraxisnet

Sierra Leone: Zahl der Ebola-Toten auf 12 verdoppelt

10.06.2014

Die Ausbreitung des gefährlichen Ebola-Virus in Westafrika stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Bevölkerung dar. Wie das Gesundheitsministerium in Sierra Leone mitteilte, sind weitere sechs Patienten an der Seuche gestorben. Die Zahl der Ebola-Toten verdoppelte sich somit auf zwölf.

Zahl der Ebola-Toten verdoppelt
Wie das Gesundheitsministerium in Sierra Leone am Montag mitteilte, seien nach dem Ausbruch der Ebola-Seuche weitere sechs Menschen der Krankheit erlegen. Die Zahl der Todesopfer in dem westafrikanischen Land hat sich somit auf zwölf verdoppelt. In der vergangenen Woche hatte die Regierung bereits sechs Todesfälle bestätigt. Wie es hieß, seien insgesamt 42 Krankheitsfälle bestätigt und 109 Verdachtsfälle gemeldet worden. Das Ebola-Virus gilt als eines der gefährlichsten Viren weltweit. Eine Infektion damit verursacht das gefürchtete Ebolafieber, welches – abhängig von dem Erregerstamm – in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich endet.

Organisationen warnen vor Ausbreitung des tödlichen Virus
Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind derzeit in Westafrika vermehrt Neuinfektionen mit dem tödlichen Virus zu beobachten. Im benachbarten Guinea starben seit Jahresbeginn mehr als 200 Menschen an der gefährlichen Infektionskrankheit. Und auch in Liberia soll es mehrere Ebola-Tote gegeben haben. Kürzlich warnte auch die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ vor einer Ebola-Epidemie in „bislang unbekanntem Ausmaß“. Das tödliche Virus sei noch nie derart weit verbreitet gewesen, hieß es.

Übertragung durch Blut und andere Körperflüssigkeiten
Übertragen wird Ebola durch Blut und andere Körperflüssigkeiten. Infizierte leiden an hohem Fieber, Muskelschmerzen, blutigem Durchfall, Übelkeit und Erbrechen sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Betroffene bluten regelrecht aus allen Körperöffnungen. Die Erreger können mit den Körperflüssigkeiten auch an Mitmenschen weitergegeben werden, was ein äußerst hohes Infektionsrisiko beim Umgang mit den Betroffenen bedingt. Daher sei auch die Isolierung der Patienten so wichtig. Gegen Ebola gibt es weder Impfungen noch eine erfolgreiche Therapie. Die Behandlung konzentriert sich vor allem auf einen Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes. (ad)

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