Colibakterien im Trinkwasser von Glauchau

Astrid Goldmayer

Colibakterien im Trinkwasser von Glauchau nachgewiesen

19.07.2012

Nachdem in der letzten Woche Colibakterien im Trinkwasser im Großraum Erfurt in Thüringen nachgewiesen wurden, ist nun die Trinkwasserqualität im Versorgungsgebiet des Wasserwerkes Kertzsch im Landkreis Zwickau in Sachsen beeinträchtigt. Laut dem Regionalen Zweckverband Wasserversorgung Bereich Lugau-Glauchau seien Darmkeime ins Trinkwasser der Orte Meerane, Waldenburg, Oberwiera, Remse und Schönberg gelangt.

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Trinkwasser wegen Colibakterien abkochen
Von dem verunreinigten Wasser sind rund 22.000 Einwohner in den Orten Meerane mit Ausnahme der Ortsteile Neubaugebiet Remser Weg und Gewerbegebiet, Waldenburg ohne Ober- und Niederwinkel, Oberwiera, Remse und Schönberg betroffen. In diesem Gebiet seien die Grenzwerte für Colibakterien überschritten, wie eine Trinkwasseranalyse des Gesundheitsamtes des Landkreises Zwickau ergab. Gegenmaßnahmen mit Chlorgaben würden derzeit ergriffen.

Zur Vermeidung gesundheitlicher Gefahren sollen die betroffenen Bürger das Trinkwasser vorsichtshalber fünf Minuten lag abkochen, bevor sie es trinken, zur Zubereitung von Speisen oder zum Zähneputzen verwenden. Der Zweckverband informierte öffentliche soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen sowie Alters- und Pflegeheime direkt. Zudem wurden Handzettel verteilt. An der Ursache der Verunreinigung arbeite man, so der Zweckverband. Die Bürger müssten sich darauf einstellen, dass die Verunreinigung mindestens vier Tage andauere.

In Thüringen wurde Abkochgebot aufgehoben
Am vorletzten Montag wurden schon einmal Darmkeime bei Routinekontrollen im Trinkwasser von Erfurt sowie einiger Gemeinden in den Kreisen Sömmerda und Gotha in Thüringen nachgewiesen. Das daraufhin erlassene Abkochgebot, von dem etwa 280.000 Bürger betroffen waren, wurde zunächst verlängert und letztendlich am vergangen Montag aufgehoben. (ag)