Diabetes-Erkrankung immer bei der Berufswahl bedenken

Fabian Peters
Diabetes: Bei der Berufswahl mögliche Einschränkungen beachten
Eine Diabetes-Erkrankung ist heute oftmals relativ gut kontrollierbar und nur mit überschaubaren Einschränkungen im Alltag verbunden. Bei der Berufswahl sollten Jugendliche mit Diabetes allerdings unbedingt ihre Erkrankung bedenken und Rücksprache mit einem Arzt halten, bevor sie sich für eine bestimmte Tätigkeit entscheiden. Zwar könnten betroffene Jugendliche grundsätzlich fast jeden Beruf erlernen, doch seien mit bestimmten Beschäftigungen unverhältnismäßige Risiken verbunden, mahnt Oliver Ebert, Experte der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG), in einer aktuellen Mitteilung der Nachrichtenagentur „dpa“.

Dem Fachmann zufolge sollten Jugendliche mit Diabetes vor der Berufswahl Rücksprache mit einem Arzt halten. Zwar könnten sie theoretisch die meisten Berufe erlernen, doch seien mit bestimmten Tätigkeiten unverhältnismäßige Risiken verbunden und entsprechende Berufe daher ausgeschlossen. Dies gelte zum Beispiel für Berufe, in denen bei der Arbeit ein Schutzanzug getragen werden muss, wie bei dem Umgang mit radioaktiven Substanzen oder giftigen Chemikalien. Hier sei es im Falle einer Unterzuckerung eventuell nicht gefahrlos möglich, den Schutzanzug abzulegen.

Berufe, in denen ein Schutzanzug getragen werden muss, können für Diabetiker problematisch werden. (Bild: endostock/fotolia.com)
Berufe, in denen ein Schutzanzug getragen werden muss, können für Diabetiker problematisch werden. (Bild: endostock/fotolia.com)

Drohende Probleme auf lange Sicht
Neben den bekannten Einschränkungen sollten die Betroffenen bei der Berufswahl auch bedenken, dass mit der Krankheit schwer vorhersehbare Gesundheitsveränderungen einhergehen können, weshalb Tätigkeiten, die dauerhaft eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit erfordern, weniger angebracht seien, erläutert der DDG-Experte. Hier könnten laut Ebert auf lange Sicht Probleme auftreten, selbst wenn die Ausübung des Berufs zunächst möglich ist. In jedem Fall sei es daher sinnvoll, zunächst mit einem Arzt abzuklären, inwiefern eine angestrebte Tätigkeit angebracht ist. (fp)