Genmais: Wieder verunreinigtes Saatgut entdeckt

Sebastian

Genmais: Wieder verunreinigtes Saatgut entdeckt

01.04.2011

Fast ein Jahr nach dem Gen-Mais Skandal in Niedersachsen haben Behörden erneut in Saat-Proben gentechnisch manipulierte Spurenelemente gefunden. Von 60 Proben enthielten genau 6 Proben genmanipulierte Spuren.

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Wie das Landesumweltministerium Niedersachsen mitteilte, wurden die betroffenen Landwirtschaftsunternehmen informiert. Die Unternehmen hätten daraufhin nach Angaben des Ministeriums das verunreinigte Saatgut umgehend wieder zurückgerufen. Fünf betroffene Proben stammten aus Ungarn, ein verunreinigtes Saatgut aus Österreich.

Obwohl EU-weit ein striktes Verbot von genmanipulierten Saatgut gilt, kommt es immer wieder vor, dass Behörden gentechnisch verunreinigtes Saatgut entdecken. Im letzten Jahr wurden in insgesamt sieben Bundesländern Gen-Mais-Saatgut versehentlich ausgesät. Niedersachsen hatte nach dem Fund viel zu spät vor dem beigemischten Saatgut gewarnt. Die Felder mussten später zum Leid der Landwirte wieder umgepflügt werden.

In ganz Europa gilt eine Nulltoleranz für Saatgut mit Beimengungen von nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Anteilen. Für die Überwachung sind die einzelnen Agrar- und Umweltbehörden der Länder zuständig. Ende März erteilen die Behörden Auskünfte darüber, ob das Saatgut ausgesät werden kann. Zuvor werden umfangreiche Analysen vorgenommen, um die Aussaat von Genmais zu verhindern.

Deutliche Gefahren für die Gesundheit durch Genmais
Unabhängige Studien gelangten zum dem Ergebnis, dass die Maisvariante „ zu schwerwiegenden Veränderungen der Leber und Nierenblutwerte führen kann. Zudem wurden negative Veränderungen von Herz, Milz Nebennieren festgestellt. Je nach Gen- Maisvariante variierten auch die Veränderungen im Blutbild. Die Studienergebnisse wurden Ende 2009 von dem „Komitee für Forschung und unabhängige Informationen zu Gentechnik“ veröffentlicht. (sb)