Gesundheitsschützer: Erhöhung der Tabaksteuern

Heilpraxisnet

Gesundheitsschützer fordern Erhöhung der Tabaksteuern

29.05.2014

Noch immer raucht fast ein Drittel der Deutschen. Gesundheitsschützer fordern deshalb anlässlich des Welt-Nichtrauchertags, die Tabaksteuern deutlich zu erhöhen. Eine Packung könnte dann sechs bis sieben Euro kosten.

Erhöhung der Tabaksteuer um 30 Prozent
Da noch immer fast ein Drittel der Deutschen raucht, fordern Gesundheitsschützer, die Tabaksteuern spürbar zu erhöhen. Anlässlich des Welt-Nichtrauchertags (31.Mai) sagte der Ökonom Tobias Effertz (Uni Hamburg) laut einer dpa-Meldung am Mittwoch in Berlin: „Das ist erwiesenermaßen der effizienteste Hebel. Eine Erhöhung um mindestens 30 Prozent ist sinnvoll.“ Das würde einem Packungspreis von sechs bis sieben Euro entsprechen. Zudem sollte Tabakfeinschnitt zum Selberdrehen endlich ebenso hoch besteuert werden wie Filterzigaretten, forderten Deutsche Krebshilfe und das Aktionsbündnis Nichtrauchen. „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Tabakkonsum in Deutschland vor allem in den Jahren drastisch sank, als die Zigarettensteuer stark erhöht wurde“, erklärte Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg.

Gesundheitliche Risiken durch Rauchen
Der Krebshilfe-Geschäftsführer Gerd Nettekoven betonte, dass Rauchen nicht nur das Risiko für Lungenkrebs, sondern auch für weitere Krebsarten erhöhe. Zudem bringt der Tabakkonsum oft schwere Atemwegsbeschwerden wie Asthma, chronische Bronchitis oder Raucherhusten mit sich. Und auch das Herz-Kreislaufsystem wird in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge davon kann beispielsweise die koronare Herzkrankheit sein und ein deutlich erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. Außerdem gilt Rauchen als ein maßgeblicher Risikofaktor für einen Schlaganfall. Jedes Jahr sterben über 100.000 Menschen bundesweit an den Folgen des Rauchens und weitere 3.300, weil sie passiv mitrauchen. (sb)

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