Haarausfall und Nervosität Schilddrüsen überprüfen

Fabian Peters

Haarausfall und Nervosität können auf Erkrankungen der Schilddrüse hinweisen

08.04.2013

Haarausfall und eine erhöhte Nervosität können Ausdruck einer Schilddrüsenerkrankung sein und sollten daher ärztlich überprüft werden, berichtet die Nachrichtenagentur „dpa“ unter Berufung auf die Ausführungen des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden.

Schilddrüsenerkrankungen können allgemein ein äußerst breites Spektrum von Symptomen auslösen, zu denen zum Beispiel geschwollene beziehungsweise Dicke Beine, Schlafstörungen, starkes Schwitzen, Herzrasen, Verstopfung und Durchfall zählen. Nervosität und Haarausfall, werden von den Betroffenen zunächst allerdings nur selten in Zusammenhang mit einer Schilddrüsenerkrankung gebracht. Eine Schilddrüsenüberfunktion ist hier jedoch laut Berufsverband Deutscher Internisten generell in Betracht zu ziehen. Dies gelte auch für Beschwerden wie Herzklopfen, einen Gewichtsverlust trotz ausreichender Nahrungsaufnahme oder hervortretende Augäpfel.

Erkrankungen der Schilddrüse mit maßgeblichem Einfluss auf den Stoffwechsel
Typische Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sind laut BDI Müdigkeit, Schwäche und vermehrtes Frieren. Auch die erwähnten Verstopfungen und Muskelkrämpfe können den Experten zufolge auf eine Unterfunktion der Schilddrüse hinweisen. Während bei der Schilddrüsenüberfunktion bestimmte Stoffwechselprozesse durch die vermehrte Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen beschleunigt werden, ist bei der Schilddrüsenunterfunktion das genaue Gegenteil der Fall. Die Stoffwechselprozesse laufen langsamer als normalerweise und viele Betroffene legen zum Beispiel trotz geringem Appetit deutlich an Körpergewicht zu.

Ein Drittel der Erwachsenen mit veränderter Schilddrüse
Um Über- oder Unterfunktionen der Schilddrüse festzustellen, erfolgt in der Regel zunächst eine körperliche Untersuchung mit Abtasten des Organs. Eine Ultraschalluntersuchung kann weitere wichtige Hinweise liefern und eine Blutanalyse macht deutlich, wie die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Organismus tatsächlich ausfällt. Bei Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung empfiehlt der BDI einen frühzeitigen Arztbesuch, denn je eher mit der therapeutischen Versorgung begonnen werde, desto besser die Erfolgsaussichten. Zu der Verbreitung von Schilddrüsenerkrankungen erläuterte der BDI, dass rund ein Drittel der Erwachsenen eine Veränderung der Schilddrüse aufweise. (fp)

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Bild: Beßler/Havlena / pixelio.de