Karotten: Sind sie gut für die Augen?

Heilpraxisnet

Karotten: Sind sie wirklich gut für die Augen?

04.02.2015

„Hasen brauchen keine Brille weil sie gerne Karotten fressen.“ Einen Spruch in dieser Art dürften wohl die meisten Menschen schon Mal gehört haben. Stimmt es aber wirklich, dass Möhren gut sind für die Augen?

Gesundes Gemüse
Mohrrüben sind reich an verschiedenen Vitaminen und Mineralien und haben zudem wenig Kalorien. Zudem liefern sie viele Ballaststoffe und sind somit gut zum Verdauung anregen. Gesund ist das Gemüse also allemal. Doch sind Karotten auch wirklich gut für die Augen, wie immer wieder behauptet wird? „Karotten enthalten Vitamin A, dessen Mangel zu Nachtblindheit, Austrocknung der Hornhaut und sogar deren Einschmelzung führen kann“, erklärte Prof. Gisbert Richard von der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Zwar mache "Vitamin A die Augen nicht besser, doch ein Mangel könne schlimme Folgen für das Sehvermögen" haben.

Wertvolles Vitamin A
Wie die Agentur schreibt, ist Vitamin A ein wichtiger Bestandteil des Seh-Pigments Rhodopsin. Außerdem wird es gebraucht, um die normale Zellstruktur der Hornhaut aufrecht zu erhalten. Ein Vitamin-A-Mangel kann unter anderem durch einseitige Ernährung oder aber auch aufgrund von Durchfallerkrankungen entstehen. Dann hilft es den Angaben zufolge kurzfristig, Vitamin A zu schlucken. Wie der Experte sagte, müsse langfristig bei einem Mangel aber die Ernährung umgestellt werden. Nahrungsmittel, die neben Karotten ebenfalls Vitamin A enthalten, sind unter anderem Schweineleber und farbintensive Gemüsesorten wie Spinat, Grünkohl oder Feldsalat.

Kosmetika mit Vitamin A
Man kann aber auch zu viel des Vitamins abbekommen. So hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im vergangenen Jahr vor einer zu hohen Vitamin A-Zufuhr über kosmetische Mittel gewarnt. Wie damals mitgeteilt wurde, kann eine zu hohe Aufnahme von Vitamin A zu Kopfschmerzen und Übelkeit, bei chronisch hoher Zufuhr sogar zu Lebererkrankungen und Schuppung der Haut führen. Daher sollte die zusätzliche Aufnahme durch Kosmetika mit Vitamin A begrenzt werden. (ad)

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