Krankenkassen: Förderung für Hospizdienste erhöht

Heilpraxisnet

Kassen: Über 1,2 Millionen Euro für Hospizarbeit

12.07.2014

In Brandenburg haben die gesetzlichen Krankenkassen in diesem Jahr ihre Förderung für Hospizarbeit erhöht. Über 1,2 Millionen Euro wurden an ambulante Hospizdienste überwiesen. Rund 1.000 Bürger Brandenburgs widmen sich ehrenamtlich der schwierigen Aufgabe der Sterbebegleitung.

Förderung für Hospizarbeit erhöht
Die gesetzlichen Krankenkassen in Brandenburg haben ihre Förderung für Hospizarbeit in diesem Jahr erhöht, wie es in einer Meldung der Nachrichtenagentur heißt. Demnach wurden Ende Juni 2014 mehr als 1,2 Millionen Euro an 21 ambulante Hospizdienste überwiesen, teilte die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen-Verbände am Freitag mit. Laut dem Ersatzkassenverband VDEK waren es im vergangenen Jahr noch 1,05 Millionen Euro gewesen. Der Gesetzgeber hatte bereits vor einigen Jahren eine Förderung der ambulanten Hospizdienste durch die Krankenkassen ermöglicht.

Würdevolles und selbstbestimmtes Leben
Ziel der ambulanten Hospizarbeit sei es, unheilbar erkrankten Menschen in ihrer letzten Lebensphase ein möglichst würdevolles und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dieser schweren Aufgabe der ehrenamtlichen Sterbebegleitung für Betroffene und die Ihnen nahestehenden Verwandten und Freunde widmen sich rund 1.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger. In ambulanten Hospizdiensten werden die Ehrenamtlichen für diese Tätigkeit vorbereitet, qualifiziert und begleitet. Sie entlasten und unterstützen damit viele Familien.

Anerkennung und Würdigung des Engagements
Daphne Bongardt, Landesvertreterin für Berlin und Brandenburg des BKK Landesverbandes Mitte, sagte: „Mit der Förderung wird die positive Entwicklung der Hospizdienste im Land Brandenburg weiter voran gebracht und sie ist auch eine Anerkennung und Würdigung eines schwierigen und mitunter aufopferungsvollen Engagements vieler ehrenamtlich tätiger Brandenburger Mitbürger.“ Laut einer repräsentativen Umfrage der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) von vor wenigen Monaten, hatte mit 27 Prozent fast jeder dritte der Befragten bundesweit angegeben, in einem Hospiz sterben zu wollen. Von denjenigen Befragten, die in ihrem Leben schon einmal selbst Erfahrung mit der Pflege oder Sterbebegleitung eines Angehörigen gemacht haben, wünschten sich demnach 70 Prozent, begleitet zu sterben. (ad)

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Bild: Anja Wichmann/bearbeitet: Gerd Altmann / pixelio.de