Magen-OP kann bei Diabetes Typ-II helfen?

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Magen-OP kann übergewichtigen Typ-2-Diabetikern helfen

Eine erfolgreiche Behandlung von Diabetes Typ 2 mit Hilfe einer Magenoperation? Kein Problem, so die Aussage des in Dubai erscheinende Fachzeitschrift "Middle East Health" unter Berufung auf eine US-Studie. Demnach konnte Patienten durch die Operation geholfen werden, ihren täglichen Insulinbedarf erheblich zu reduzieren.

Magen-OP senkt den Medikamentbedarf um mehr als 75 Prozent
Das Fachmagazin "Middle East Health" bezieht sich in dem Artikel auf eine Studie von Forschern der Johns Hopkins University in Baltimore, USA. Im Rahmen der Studie wurden 2.235 Erwachsene mit Typ-2-Diabetes untersucht, wobei alle Studienteilnehmer bereits zwischen 2002 und 2005 aufgrund von krankhaften Übergewicht am Magen operiert wurden. Nach Aussage des Fachmagazins waren vor der Operation mehr als 23 Prozent der Testpersonen auf Insulin angewiesen und mehr als 50 Prozent auf Metformin-Hydrochlorid. Die verblüffenden Nebenwirkungen der Magenoperation: ein Jahr nach dem Eingriff waren nur noch 5,5 Prozent auf Insulin und 8,4 Prozent auf Metformin-Hydrochlorid angewiesen.

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Hormone im Magen mögliche Ursache
Ursache für den reduzierten Insulin- bzw. Metformin-Hydrochlorid-Bedarf, könnte nach Aussage der Forscher die Gewichtsabnahme durch die Operation sein, aber bei einigen Patienten seien die Krankheitsanzeichen bereits verschwunden, bevor sie in Folge der Magenoperation wesentlich abgenommen haben. So legt dies nach Ansicht der Forscher den Schluss, dass die Operation Einfluss auf Hormonhaushalt im Magen habe, wodurch die Blutzuckerwerte auf die natürliche Wege reguliert würden. (fp, 29.08.2010)