Selbstbehandlung bei Schnupfen

Jeanette Vinals Stein

Was hilft bei Schnupfen

Möglichkeiten der Selbstbehandlung bei Schnupfen in der Naturheilkunde
In leichteren Fällen akuten Schnupfens, z.B. im Rahmen einer einfachen Erkältung fastet man zwei bis drei Tage mit heißem Wasser, Brühe und Kräutertees, um einer Verschleimung vorzubeugen. Milchprodukte sind dabei unbedingt zu vermeiden. Nach drei Tagen kann auf gekochtes Gemüse umgestellt werden. Man hält sich warm und ruht (wenn möglich) sitzend.

Phytotherapie:
Regelmäßiges Inhalieren, z.B. mit Meersalz, einer Handvoll Thymian-, Salbei- oder Pfefferminzblättern befreit die Nase. Als Tee eignen sich Ingwerwurzel, Lindenblüte und die Silberweide, das pflanzliche „Aspirin“, welches schleimlösend und Gliederschmerzen entgegen wirkt. Der Holunder ist ebenfalls sehr zu empfehlen, da seine Beeren viel Vitamin C enthalten, seine Rinde und Wurzeln abführend wirken (Ausleitung von Giftstoffen) und die Blüten die Schleimhäute des oberen Atemtraktes stärken.

Biochemie:
Bei den ersten Anzeichen eines Schnupfens, z.B. Nasenkribbeln, nimmt man zunächst das Schüssler-Salz Nr.3, Ferrum phos., ist der Schnupfen ausgebrochen, kommt die Nr.4, Kalium sulf. im Wechsel dazu.

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Homöopathie bei Schnupfen

Homöopathie:
Da nach homöopathischem Gesetz das Mittel nicht gegen einesondern für eine bestimmte Konstitution gefunden wird, ist für eine tiefgreifende Heilung fachkundige, therapeutische Beratung notwendig. Versucht werden können in den Potenzen D6, D12 z.B. Aconitum (plötzlicher Beginn; trockene, verstopfte Nase mit wenig Ausfluss), Belladonna (heftiger Beginn; Fieber; evtl. Schnupfen mit Blut), Dulcamara (nach Durchnässung; reichlich Nasenausfluss; dicker, gelber Schleim), Allium cepa (wundmachender, brennender, wässriger Schnupfen; Augenbrennen) oder Euphrasia (milder, wässriger Schnupfen; gerötete Augen; wundmachender Tränenfluss).

Emotional & Bachblüten:
helfen durch Ausbalancierung seelischer Zustände, wodurch körperlichen Störungen gemindert werden können. Da bei der Selbsteinschätzung „blinde Flecken“ nicht zu vermeiden sind, ist es hilfreich, die passenden Bachblüten durch professionelle Behandler mit objektivem Blick und guter Kenntnis der Blütenbeschreibungen, ermitteln zu lassen. Folgende Überlegungen können im Vorfeld angestellt werden: Wovon habe ich „die Nase voll“? Worüber bin ich „verschnupft“? Was ist mir zuviel geworden? Wen/ Was konnte ich nicht abwehren? Wo konnte ich nicht „Nein“ sagen?

Bei vasomotorischem Schnupfen kann eine „Kneipp“-Kur für die Nase versucht werden, bei der die Nasengefäße trainiert werden sollen. Hierzu wird mehrmals täglich eiskaltes Wasser in die Nase gezogen. Alternativ können auch feuchte Wattestäbchen im Eisfach zur einmaligen Benutzung hergestellt und genutzt werden. Außerdem sollte die aktuelle Lebensweise überdacht und evtl. therapeutische Unterstützung zur Entwicklung einer angemessenen Stressverarbeitung gesucht werden. In der Naturheilpraxis kommen weiterhin (Ohr-) Akupunktur, Softlaserbehandlung, therapeutische Hypnose,und viele weitere vegetativ umstimmende sowie konstitutionelle Behandlungsmöglichkeiten in Frage. (jvs)