Noroviren in NRW?

Alfred Domke

50 Kinder in Ferienlager erkrankt

18.08.2013

Im sauerländischen Sundern sind rund 50 von 80 Kindern in einem Ferienlager an Durchfall und Erbrechen erkrankt. Noch ist die Ursache nicht bekannt, ein Verdacht auf ein Norovirus bestätigte sich bislang nicht.

Tests auf Noroviren negativ
Rund 50 von 80 Kindern sind in einem Ferienlager im sauerländischen Sundern an Durchfall und Erbrechen erkrankt. Die Ursache der Massenerkrankung blieb bislang unbekannt. Erste Schnelltests auf eine Erkrankung durch Noroviren fielen laut dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) negativ aus. Anfang der kommenden Woche werden erste amtliche Laborergebnisse erwartet. Es werde nun verstärkt nach anderen Ursachen gesucht. Erst letzte Woche hatte die Erkrankung von rund 40 Kindern durch ein Norovirus in Schwäbisch Hall Schlagzeilen gemacht. Noroviren sind weltweit verbreitet und leicht übertragbar. Zu den typischen Symptomen zählen Übelkeit und Erbrechen, Durchfall sowie Bauchschmerzen und Mattigkeit.

Ferienlager vorzeitig abgebrochen
In Sundern hatten sich wohl viele der Jungen und Mädchen im Alter zwischen sieben und elf Jahren seit der Nacht auf Samstag angesteckt. Es traten teils massive gesundheitliche Probleme wie etwa Kreislaufbeschwerden auf. Von den Betroffenen konnten etwa 25 mit einem Bus nach Hause fahren. Das Ferienlager wurde vorzeitig abgebrochen und mit Hilfe von 200 Rettungskräften und 60 Einsatzfahrzeugen seien die Erkrankten in Krankenhäuser gebracht und versorgt worden. Um die Ursache der Erkrankung zu klären, seien Gesundheitsamt und Lebensmittelüberwachung des Kreises eingeschaltet worden, so die Medienberichte.

Halle vorerst nicht nutzbar
Die Kinder aus dem Tecklenburger Land hatten mit einer Gruppe der Christlichen Arbeiterjugend aus Recke im Kreis Steinfurt Ferien in einer Schützenhalle gemacht. Am Samstag hätte es nach einwöchigem Aufenthalt wieder nach Hause gehen sollen und eine weitere Gruppe war für einen Besuch angekündigt. Die Schützenhalle sei aber vorerst nicht nutzbar, wie es vom Hochsauerlandkreis in Meschede hieß. Vor Ort sei aufgrund der hygienischen Situation ein Dekontaminations-Platz eingerichtet worden. Es wurde darauf hingewiesen, dass für keine der befallenen Personen Lebensgefahr bestanden habe. (ad)

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Bildnachweis: Marc Tollas / pixelio.de