Schlafprobleme: Protokoll führen kann Betroffenen helfen

Wer regelmäßig nachts wach wird und unter Schlafproblemen leidet, dem kann das Führen eines Schlafprotokolls bei der Ermittlung der Ursachen helfen. (Bild: Gina Sanders/fotolia.com)
Alfred Domke
Probleme mit dem Schlaf – Vielen kann Protokoll führen helfen
Rund ein Viertel der erwachsenen Bundesbürger leidet an Schlafstörungen. Längerfristig kann Schlafentzug zu teils schweren gesundheitlichen Problemen führen. Um heraus zu finden, warum man schlecht schläft, kann es helfen, ein Protokoll zu führen. Gesundheitsexperten empfehlen, auf die richtige Schlafhygiene zu achten.

Jeder vierte Deutsche leidet an Schlafstörungen
Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) gehören Schlafstörungen zu den häufigsten Gesundheitsbeschwerden in der Bevölkerung. Rund jeder vierte erwachsene Bundesbürger leidet Umfragen zufolge daran. Schlafmangel gefährdet die Gesundheit und erhöht unter anderem das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht beziehungsweise Adipositas oder Diabetes zu erkranken. Zudem können Schlafprobleme das Unfallrisiko erheblich erhöhen, wie vor kurzem berichtet wurde. Um die Ursache für das schlechte Schlafen heraus zu finden, kann es helfen, Protokoll zu führen.

Wer regelmäßig nachts wach wird und unter Schlafproblemen leidet, dem kann das Führen eines Schlafprotokolls bei der Ermittlung der Ursachen helfen. (Bild: Gina Sanders/fotolia.com)
Wer regelmäßig nachts wach wird und unter Schlafproblemen leidet, dem kann das Führen eines Schlafprotokolls bei der Ermittlung der Ursachen helfen. (Bild: Gina Sanders/fotolia.com)

Ein Schlafprotokoll führen
Wie es in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa heißt, sollten Menschen, die Probleme mit dem Ein- oder Durschlafen haben, zunächst am besten ein Schlafprotokoll führen, in dem beispielsweise notiert wird, wann man ins Bett gegangen und aufgestanden ist, was man gegessen und getrunken hat und ob man Sport getrieben hat. Darüber hinaus sollten besondere Ereignisse und Belastungen festgehalten und der eigene Schlaf beziehungsweise die Wachphasen in der Nacht bewertet werden. Dies rät das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf seinem Patienteninformationsportal „www.gesundheitsinformation.de“. Solche Aufzeichnungen können helfen, die Ursache zu finden.

Untersuchung im Schlaflabor
Bei Schlafstörungen, die über ein halbes Jahr bestehen und von Ärzte nicht behandelt werden konnten, kommt eine Untersuchung im Schlaflabor infrage. In den letzten Jahren gab es jedoch einen starken Andrang in Schlaflaboren, so dass die Wartezeiten oft lang sind. Laut dem Portal des IQWiG sollte man vor einer derartigen Untersuchung ab 14 Uhr weder Kaffee noch schwarzen Tee oder Alkohol trinken. Außerdem sollte auf ein Nickerchen tagsüber besser verzichtet werden. Sinnvoll kann es sein, seinen Partner mitzubringen. Denn der kann im Gespräch mit dem Arzt etwas über mögliche Atemaussetzer sagen.

TV und Computer ausschalten
Im Schlaflabor wird der Schlaf eine oder auch mehrere Nächte genau unter die Lupe genommen. Dies geschieht zunächst in Gesprächen zum Beispiel über Gewohnheiten und die Art der Probleme. Später im Schlaf dann auch mithilfe verschiedener Messgeräte. In solchen Einrichtungen arbeiten Mediziner verschiedener Fachrichtungen zusammen. Menschen mit Schlafproblemen wird allgemein geraten, möglichst auf Kaffee, Nikotin und Alkohol vor dem Schlafengehen zu verzichten. Empfohlen wird zudem, Fernseher, Computer und Telefone schon vorab auszuschalten. Hilfreich sind ruhige, dunkle und kühle Schlafzimmer sowie Rituale beim Einschlafen. Auch Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung können eine sehr wirksame Hilfe für gesunden Schlaf sein.(ad)

Advertising