Tiere leiden in der Silvesternacht unter Stress

Sebastian

Vier Pfoten: Tiere leiden in der Silvesternacht unter massivem Stress.

29.12.2010

Die Silvesternacht ist für Tiere ein wahres Grauen. Böller und Leuchtraketen versetzen die Tiere in Angst und Schrecken. Wie die Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ erklärte, reagieren Tiere oft panisch und mit Symptomen wie Durchfall und Erbrechen. Hundebesitzer sollten möglichst Hunde schon ein paar Tage vor Silvester an der Leine führen, um Panikreaktionen durch bereits jetzt gezündete Böller zu mindern.

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Die Silvesternacht versetzt Tiere in massive Stresssituationen. "Häufig reagieren sie panisch, manchmal auch mit körperlichen Symptomen wie z.B. Durchfall", warnt die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten". Bereits einige Tage zuvor werden Knaller und Leuchtraketen gezündet. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, einen Hund draußen an die Leine zu nehmen, um Panikattacken und Flucht zu verhindern. "Am Silvestertag sollten weder Hunde noch Katzen unbeaufsichtigt nach draußen", erklärte Johanna Stadler von „Vier Pfoten“. "Kleintiere, Katzen oder Vögel überstehen die Silvesternacht am besten, wenn sie in einem ruhigen Zimmer mit geschlossenen und verdunkelten Fenstern untergebracht werden. Auf keinen Fall sollten die Tiere Silvester allein zu Hause bleiben."

Für Hunde ist es am besten, wenn sie sich in der Nähe von ihnen vertrauten Menschen aufhalten. Während des Jahreswechsels sollten die Hunde allerdings nicht mit ins Freie genommen werden. Zittern die Hunde und sind besonders ängstlich, sollten die Tiere nicht getröstet oder gestreichelt werden. Denn diese Reaktion auf das Verhalten des Hundes löst bei dem Tier eine Bestätigung seiner Angstgefühle aus. „Bleiben Sie ruhig und gelassen, ignorieren Sie das furchtsame Verhalten weitestgehend – so strahlen Sie die notwendige Sicherheit aus", erklärte die Tierexpertin. Sind die Tiere sehr empfindlich und sensibel haben sich auch schon sanfte Beruhigungsmittel bewährt. Die Arzneien sind bei einem Tierarzt auf Anfrage erhältlich. "Beim Bleigießen sollten Heimtierhalter darauf achten, dass ihr Tier auf keinen Fall mit dem dafür verwendeten Wasser in Berührung kommt, da dies schwere Bleivergiftungen hervorrufen kann".

Silvesterknaller belasten auch Wildtiere
Böller und Leuchtsignale belasten auch Wildtiere im Wald und Flur. Daher sollten solche Erzeugnisse auf keinen Fall in Wäldern, Parkanlagen und Grünflächen gezündet werden. Tierfreunden rät die Organisation generell dazu auf, auf die Verwendung von Feuerwerkskörpern zu verzichten und stattdessen das Geld für wohltätige Zwecke zu spenden. „Unseren Heimtieren tun wir sicherlich den größten Gefallen, wenn wir Silvester mit ihnen gemeinsam in vertrauter und ruhiger Umgebung verbringen“. (sb)