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Kartoffeln: Triebe und grüne Flächen: Ab wann besteht Gesundheitsgefahr?

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
17. August 2017
in News
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Können Kartoffeln noch gegessen werden, wenn sie gekeimt haben?
Wenn bei Kartoffeln die ersten Sprosse wachsen, sollten diese nicht mehr gegessen werden. Wenn die Kartoffeln grüne Stellen aufweisen, sollten diese ebenfalls entsorgt werden. Doch stimmt das wirklich? Die Verbraucherzentrale Bayern beantwortet die Frage, ob man Kartoffeln dennoch essen kann oder ob dadurch die Gesundheit gefährdet wird.

Bevor Speisekartoffeln in den Supermarkt transportiert werden, werden sie in vorwiegend vollklimatisierten Lagerhäusern aufbewahrt. Bei Temperaturen zwischen sieben bis zehn Grad Celsius bleibt die Qualität der Kartoffeln weitgehend erhalten und das Auskeimen wird verhindert.

Bei “haushaltsüblicher Lagerung” zwischen 12 bis 14 °C oder wärmer keimen Kartoffeln aus. Dieser Prozess beginnt bereits im Supermarkt.

Zu Beginn der Keimung, wenn die Länge des Keims etwa 1 cm beträgt, verändert sich der Solaningehalt in der Knolle nur gering. Stark ausgetriebene Knollen mit langen Keimen (über 10 cm Länge) weisen neben erhöhten Mengen an Solanin auch deutliche Verluste an Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Eiweiß auf. Aus diesen Gründen sind diese Knollen nicht mehr zum Verzehr geeignet. Das gleiche gilt auch für stark ergrünte Knollen, die zu viel Licht ausgesetzt waren. Verbraucher sollten dies dann besser entsorgen.

Solanin ist eine leicht bitter schmeckende Substanz, die in einigen Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln und Tomaten gebildet wird. Solanin kommt in unreifen oder durch Lichteinwirkung grün gefärbten Kartoffeln vor sowie im Bereich der Keime. Auch in den Schalen der Kartoffelknolle ist es zu finden, da die Pflanze Solanin natürlicherweise als Abwehrstoffe gegen Fraßschäden bildet.

Deshalb sind die richtige Lagerung und Zubereitung sehr wichtig:
Kartoffeln möglichst kühl lagern (unter 15 °C), trocken und dunkel. Unter 4 °C wird die enthaltene Stärke jedoch in Zucker umgewandelt und die Kartoffen schmecken süß.

Kartoffeln sollten nicht in einem Folienbeutel aufbewahrt werden. Darin kann es zur Feuchtigkeitsbildung kommen und dadurch zu Schimmelbefall. Ist kein kühler Vorratsraum vorhanden, so ist der Einkauf kleinerer Mengen Kartoffeln sinnvoll, die rasch aufgebraucht werden können. (sb)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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