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Rötungen, Jucken und Bläschen: Was der Haut bei einer Sonnenallergie wirklich hilft

Alfred Domke
Verfasst von Alfred Domke, Redakteur für Gesundheits-News
12. Juni 2019
in News
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Entzündliche Hautreaktion durch UV-A-Strahlen: Was bei Sonnenallergie hilft

Die Sonnenallergie sorgt für unangenehme Hautbeschwerden im Sommer. Betroffene leiden nach einem Aufenthalt in der Sonne unter Hautrötungen, Bläschen oder kleinen juckenden Pickelchen. Gesundheitsexperten erklären, was gegen die Beschwerden helfen kann.

Hautprobleme durch Sonnenlicht

Sonnenlicht tanken sorgt für gute Stimmung und dient der Gesundheit. Schließlich wird dabei der Vitamin-D-Speicher wieder aufgeladen. Doch bei manchen Menschen sorgen die Sonnenbäder aufgrund allergischer Reaktionen auch schnell für Hautprobleme. Für Betroffene ist der richtige Schutz und eine spezielle Pflege besonders wichtig, erklären Gesundheitsexperten.

Immer mehr Menschen leiden an einer Sonnenallergie

Gesundheitsexperten zufolge hat die Zahl derjenigen Menschen, die bei starker Sonneneinstrahlung allergische Reaktionen zeigen, in den vergangenen Jahren zugenommen. Auch immer mehr Kinder leiden an Sonnenallergie.

Diese Allergie, die sogenannte polymorphe Lichtdermatose, macht sich durch juckende Pickelchen, Bläschen, Quaddeln und Hautrötungen bemerkbar, die meist einige Stunden oder auch Tage nach dem Aufenthalt in der Sonne auftreten, erklärt die DAK Gesundheit in einer aktuellen Pressemitteilung.

Bei einigen Betroffenen beginnt die Haut schon während des Sonnenbads unangenehm zu kribbeln.

Die Hautreizungen zeigen sich am häufigsten an Hals, Dekolleté, Oberarmen und im Gesicht.

Die Symptome treten meist dann auf, wenn die Haut nach langer Zeit einer ungewohnt hohen Lichtdosis ausgesetzt wird – etwa im Frühjahr oder während eines „Sonnenurlaubs“ im Winter.

Die Beschwerden verschwinden normalerweise nach einigen Tagen von selbst wieder, wenn der Körper in dieser Zeit nicht erneut in die Sonne muss.

Entzündliche Hautreaktionen

Der Krankenkasse zufolge sind vor allem die im Sonnenlicht enthaltenen langwelligen UV-A-Strahlen, die in tiefere Hautschichten eindringen, Schuld an einer Sonnenallergie.

Bei mindestens jedem zehnten Bundesbürger führen sie zu der entzündlichen Hautreaktion.

Zusätzlich können auch Duftstoffe und Konservierungsmittel in Sonnencremes mit dem UV-A-Licht reagieren und so zu weiteren Hautreizungen, der sogenannten Mallorca-Akne, führen.

Und auch die Einnahme bestimmter Medikamente wie Antibiotika, Blutdrucksenker oder Psychopharmaka machen die Haut empfindlicher für die Sonne.

Was kann Betroffenen helfen?

Wenn die charakteristischen Symptome einer Sonnenallergie auftreten, sollte die Haut mit einem feuchten Tuch gekühlt werden.

Zudem weist die DAK darauf hin, dass ein Gel mit Hydrocortison (Apotheke) die Beschwerden schnell und effektiv lindert. Anti-Allergie-Medikamente (Antihistaminika) oder Calciumtabletten (beides aus der Apotheke) helfen demnach ebenfalls.

Frischer Aloe-Vera-Saft oder ein unparfümiertes Gel mit den Inhaltsstoffen dieser Pflanze beruhigen die Haut zusätzlich.

Außerdem sollen die betroffenen Hautstellen konsequent durch geeignete Kleidung geschützt und direktes Sonnenlicht gemieden werden.

Wie man vorbeugen kann

Einige vorbeugenden Maßnahmen können helfen, damit es gar nicht erst zu den unangenehmen Symptomen einer Sonnenallergie kommt. Die DAK Gesundheit empfiehlt:

  • Verwenden Sie ausschließlich Sonnencremes oder -gels ohne Duft- und Konservierungsstoffe – am besten aus der Apotheke.
  • Achten Sie auf einen hohen Lichtschutzfaktor (30 bis 50).
  • Sonnengels mit speziellen Filtern schützen außerdem vor UV-A-Strahlen – idealerweise steht auf der Packung „UV-A-Schutz nach australischer Norm“.
  • Sonnengel immer großzügig auftragen und nach dem Baden immer nachcremen – auch bei wasserfesten Produkten.
  • Steigen Sie während des Sommers oder im Urlaub auch bei der Tagespflege auf zusatzstoffarme Produkte aus der Apotheke um.

Die Experten haben noch ein paar weitere Tipps, um den nächsten Urlaub in vollen Zügen genießen zu können:

Langsam an die Sonne gewöhnen: In den ersten Frühlingstagen reichen jeweils ein paar Minuten am Stück vollkommen aus.

Die Mittagssonne sollte gemieden werden – zu dieser Zeit sind die Sonnenstrahlen am stärksten.

Wenn sonnenbedingte Hautreizungen nach einigen Tagen nicht vergehen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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