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Diese Darmbakterien können Verstopfungen verursachen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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23. Februar 2026
in News
Grafische Darstellung von Darmbakterien.
Bestimmte Darmbakterien können in Kombination zu einer bakteriell bedingten Form chronischer Verstopfung führen. (Bild: troyanphoto/stock.adobe.com)
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Die Zusammensetzung der Darmflora spielt auch bei Verdauungsproblemen oftmals eine Rolle und zwei bestimmte Arten von Darrmbakterien können offenbar zu chronischer Verstopfung führen.

Forschende der Universität Nagoya in Japan haben einen Zusammenhang zwischen chronischer Verstopfung und den Darmbakterien Akkermansia muciniphila und Bacteroides thetaiotaomicron nachgewiesen. Die entsprechenden Studienergebnisse sind in dem Fachmagazin „Gut Microbes“ veröffentlicht.

Chronische Verstopfung typisch bei Parkinson

Verstopfung (Obstipation) ist ein sehr häufiges Verdauungsproblem, wobei vor allem eine verlangsamte Darmbewegung als Ursache der Beschwerden diskutiert wird, da der Darm die Nahrung hierdurch nicht schnell genug weitertransportiert, erläutern die Forschenden.

Diese Erklärung treffe jedoch nicht auf alle zu und manche Menschen seien ohne erkennbare Ursache regelmäßig von Verstopfung betroffenen, der sogenannten chronischen idiopathischen Verstopfung.

Bei Parkinson sind ebenfalls häufig schwere, therapieresistente Verstopfungen festzustellen, auch wenn diese nicht der gleichen Kategorie zugeordnet werden wie die chronische idiopathische Verstopfung, so die Fachleute weiter.

Viele Parkinson-Patientinnen und -Patienten seien schon Jahrzehnte von schwerer Verstopfung betroffen, bevor sie Tremor und Bewegungsstörungen entwickeln. Allerdings sei die Ursache hierfür bislang unklar geblieben.

Welche Rolle spielen Darmbakterien?

Anhand der Stuhlproben von Personen mit Parkinson-Erkrankung und chronischer Verstopfung sowie einer Gruppe gesunder Kontrollpersonen suchten die Forschenden nun nach möglichen Auffälligkeiten bei der Zusammensetzung der Darmbakterien.

So konnten sie eine erhöhte Anzahl von Akkermansia muciniphila und Bacteroides thetaiotaomicron nachweisen und in weiteren Untersuchungen an Mäusen führte die Besiedlung mit den beiden Bakterien zur Obstipation, während eine Besiedlung mit nur einem Bakterium keine entsprechenden Folgen hatte.

Mucin-Abbau die Ursache

Die Fachleute konnten nachweisen, dass die Darmbakterien nacheinander das Muzin abbauen, den Schleim auf der Darmschleimhaut, der nicht nur Schutzeffekte erfüllt, sondern auch den Stuhl feucht hält und dessen reibungslose Passage durch den Verdauungstrakt ermöglicht.

Bacteroides thetaiotaomicron entfernt mithilfe von Enzymen schützende Sulfatgruppen des Muzins, und Akkermansia muciniphila baut das freigelegte Mucin anschließend ab und verwertet es, erläutert das Team.

Werde zu viel Mucin abgebaut, verliere der Stuhl Feuchtigkeit und verhärte, was die Passage durch den Verdauungstrakt erschwere und Verstopfung verursachen könne. Hier bilde der Abbau des Muzins die Ursache der Verstopfung und nicht eine verlangsamte Darmtätigkeit, weshalb herkömmliche Abführmittel und Medikamente zur Förderung der Darmmotilität oft wirkungslos seien.

Während die chronische Obstipation bei Parkinson bisher vor allem auf Nervenschädigung zurückgeführt wurde, deuten die neuen Studienergebnisse darauf hin, dass auch Darmbakterien eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Symptome spielen, betonen die Forschenden.

Hoffnung auf neue Behandlungmöglichkeiten

Die Fachleute identifizierten allerdings auch einen neuen Behandlungsansatz. Wurde Bacteroides thetaiotaomicron so manipuliert, dass es das Enzym Sulfatase, welches Sulfatgruppen vom Mucin abspaltet, nicht mehr aktivieren kann, entwickelten die Mäuse keine Verstopfung.

Dies deutet darauf hin, dass eine Blockierung des Sulfatase-Enzyms den Abbau von Muzin durch die Bakterien verhindert und das entsprechende Medikamente zur Behandlung der chronischen Verstopfung beitragen können, was für Millionen Betroffene neue Hoffnung biete. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Nagoya University: Scientists discover “bacterial constipation,” a new disease caused by gut-drying bacteria (veröffentlicht 19.02.2026), nagoya-u.ac.jp
  • Tomonari Hamaguchi, Noriaki Gibo, Misuzu Ohara, Mikako Ito, Tomoyuki Ogura, Jun-Ichi Takeda, Hiroshi Nishiwaki, Fei Zhao, Ryo Kinoshita-Daitoku, Masashi Hattori, Koji Nonogaki, Tetsuya Maeda, Kenichi Kashihara, Yoshio Tsuboi, Masaaki Hirayama, Mitsuhiro Fujishiro, Hiroki Kawashima, Kinji Ohno: Bacterial constipation: Mucin-degrading intestinal commensal bacteria cause constipation; in: Gut Microbes (veröffentlicht 19.02.2026), tandfonline.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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