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So beeinflusst der Pilzwirkstoff Psilocybin das Gehirn

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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8. Mai 2026
in News
Magic Mushrooms im Wald.
Der Pilz-Wirkstoff Psilocybin bewirkt anatomische und funktionelle Veränderungen im Gehirn. (Bild: Sergei/stock.adobe.com)
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Der Wirkstoff Psilocybin aus „Magic Mushrooms“ kann einen äußerst hilfreichen Beitrag bei der Behandlung psychischer Störungen leisten. Die Wirkung scheint dabei auf anatomischen Veränderungen des Gehirns zu beruhen, die bereits nach einer einzelnen Dosis Psilocybin feststellbar sind.

Welche anatomischen und funktionellen Veränderungen im Gehirn nach der einmaligen Einnahme von Psilocybin auftreten, haben Forschende der University of California, San Francisco (UCSF) und des Imperial College London in einer aktuellen Studie untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlicht.

Psilocybin zeigt vielversprechenden therapeutischen Nutzen

Verschiedene frühere Forschungsarbeiten haben bereits auf einen therapeutischen Nutzen des Pilz-Wirkstoffs bei psychischen Störungen hingedeutet. So berichteten Forschende 2023 in dem „Journal of Psychiatric Practice“ über Psilocybin als neuen Ansatz bei psychischen Erkrankungen und zuletzt verdeutlichte eine Studie im vergangenen Jahr, dass der Pilz-Wirkstoff chronische Schmerzen und Depressionen lindern kann.

Welche Rolle anatomische und funktionelle Veränderungen im Gehirn bei der Wirkung von Psilocybin spielen, haben die Forschenden nun an 28 gesunden Teilnehmenden untersucht, die zuvor noch nie mit Psychedelika in Berührung gekommenen waren.

Veränderungen im Gehirn untersucht

Zunächst erhielten die Teilnehmenden eine sehr geringe Dosis Psilocybin (1 Milligramm), die von den Forschenden als Placebo betrachtet wurde. Anschließend wurde ihre Hirnaktivität und die Konnektivität des Gehirns mittels sogenannter Elektroenzephalographie (EEG), funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) und Diffusions-Tensor-Bildgebung (DTI) erfasst.

Einen Monat nach der Placebo-Gabe erhielten die Teilnehmden eine einmalige Dosis von 25 Milligramm Psilocybin, die einen starken psychedelischen Rausch auslösen kann. Direkt nach der Einnahme wurde die Hirnaktivität mittels EEG gemessen und in den Wochen danach erfolgten die gleichen Tests wie nach der Placebo-Dosis.

Erhöhte Entropie durch Psilocybin

Innerhalb von 60 Minuten nach der Einnahme von 25 Milligramm Psilocybin beobachteten die Forschenden im Vergleich zu dem Placebo eine deutlich höhere Entropie (Vielfalt der neuronalen Aktivität) im Gehirn, was auf einen veränderten Bewusstseinszustand und eine erhöhte Verarbeitung von Informationen schließen lässt.

Bei den Untersuchungen zeigten sich nach der 25-Milligramm-Dosis Psilocybin noch einen Monat später Veränderungen der Nervenbahnen im Gehirn, wobei diese dichter und intakter waren, berichtet das Team weiter.

Mit Ausnahme eines Teilnehmenden bewerteten alle Probanden die Wirkung von 25-Milligramm-Psilocybin als den ungewöhnlichsten Bewusstseinszustand, den sie je erlebt hatten, und die verbleibende Person bewertete die Wirkung als eine ihrer fünf ungewöhnlichsten Bewusstseinserfahrungen.

Verbesserte Einsicht & mehr Wohlbefinden

Die Teilnehmenden berichteten nach der Einnahme von 25 Milligramm Psilocybin zudem über eine erhöhte psychologische Einsicht (plötzliches Verständnis von Zusammenhängen, Ursachen oder Problemlösungen) und ein gesteigertes Wohlbefinden noch vier Wochen nach der Einnahme. Ebenso erzielten sie bessere Ergebnisse in Tests der kognitiven Flexibilität.

Der Grad der beobachteten Entropie war dabei ein Indikator dafür, wie viel Einsicht oder emotionales Selbstbewusstsein die Teilnehmenden am nächsten Tag empfanden, und dies wiederum war mit den Verbesserungen ihres Wohlbefindens einen Monat später verbunden, berichten die Forschenden.

Die Veränderungen der Gehirnentropie seien mit einer erhöhten Einsicht verbunden, wobei offenbar der psychedelische Trip selbst für die längerfristige therapeutische Wirkung wichtig bleibe.

Wichtige Erkenntnisse für die Praxis

„Psilocybin scheint stereotype Muster der Gehirnaktivität aufzulockern und Menschen die Fähigkeit zu geben, festgefahrene Denkmuster zu überdenken“, erläutert die Studienautorin Dr. Taylor Lyons vom Imperial College London.

Zwar wurde die Studie mit psychisch gesunden Personen durchgeführt, dennoch könnte die Ergebnisse auch dabei helfen, die therapeutische Wirkung von Psilocybin bei Erkrankungen wie Depressionen, Angstzuständen und Suchterkrankungen zu erklären, ergänzen die Forschenden.

„Wir wussten bereits, dass Psilocybin bei der Behandlung psychischer Erkrankungen hilfreich sein kann, aber jetzt verstehen wir viel besser wie“, fasst der Hauptautor Dr. Robin Carhart-Harris von der UCSF zusammen. Nun seien weitere Studien erforderlich, um die Bedeutung der beobachteten Veränderung im Gehirn besser zu verstehen. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • University of California - San Francisco: One dose of psilocybin changes the human brain (veröffentlicht 05.05.2026), eurekalert.org
  • T. Lyons, M. Spriggs, L. Kerkelä, F. E. Rosas, L. Roseman, P. A. M. Mediano, C. Timmermann, L. Oestreich, B. A. Pagni, R. J. Zeifman, A. Hampshire, W. Trender, H. M. Douglass, M. Girn, K. Godfrey, H. Kettner, F. Sharif, L. Espasiano, A. Gazzaley, M. B. Wall, D. Erritzoe, D. J. Nutt, R. L. Carhart-Harris: Human brain changes after first psilocybin use; in: Nature Communications (veröffentlicht 05.05.2026), nature.com
  • Garakani, Amir MD; Alexander, Jeanne L. MD; Sumner, Calvin R. MD; Pine, Janet H. MD; Gross, Lawrence S. MD; Raison, Charles L. MD; Aaronson, Scott T. MD; Baron, David A. DO. Psychedelics, With a Focus on Psilocybin: Issues for the Clinician. Journal of Psychiatric Practice 29(5):p 345-353, September 2023, lww.com
  • Ahmad Hammo, Stephen Wisser & Joseph Cichon: Single-dose psilocybin rapidly and sustainably relieves allodynia and anxiodepressive-like behaviors in mouse models of chronic pain; in: Nature Neuroscience (veröffentlicht 02.10.2025), nature.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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