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Wie Blaubeeren die Augen schützen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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4. Juli 2026
in News
Eine schwangere Frau steht an einem Obststand und hält eine Plastikschale mit Heidelbeeren in den Händen.
Blaubeeren können dank der enthaltenen Anthocyane auch die Augengesundheit fördern. (Bild: Syda Productions/stock.adobe.com)
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Obst und Gemüse mit hohem Anteil an sogenannten Anthocyanen kann auch den Augen zugutekommen. Insbesondere die starke antioxidative und entzündungshemmende Wirkung der Anthocyane kann Augenerkrankungen vorbeugen.

Über welche Mechanismen Anthocyanen die Augengesundheit schützen können, hat ein internationales Forschungsteam in einer aktuellen Übersichtsarbeit analysiert. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Food Bioscience“ veröffentlicht.

Gesunde sekundäre Pflanzenstoffe

Anthocyanen zählen als Flavonoide zu den sekundären Pflanzenstoffen und sie sind in höheren Konzentrationen vor allem in roten, blauen und violetten Obst- und Gemüsesorten wie beispielsweise in Brombeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren oder Rotkohl zu finden.

Die pflanzlichen Verbindungen wurden in früheren Studien bereits mit zahlreichen positiven Gesundheitseffekten in Zusammenhang gebracht, darunter auch mögliche Vorteile für die Augen.

Gleichzeitig steigt aufgrund der zunehmende Nutzung digitaler Bildschirme und der Alterung der Bevölkerung das Risiko für Probleme mit den Augen, so dass natürliche Wirkstoffe zum Schutz der Augengesundheit verstärkt in den Fokus der Forschung gerückt sind, erklären die Fachleute.

Können Anthocyane die Augen schützen?

In einer Übersichtsarbeit haben die Forschenden daher die vielschichtigen Schutzmechanismen untersucht, über die Anthocyane den Augen zugutekommen können.

Sie widmeten sich insbesondere den antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen, der Verbesserung der retinalen Mikrozirkulation, der Förderung der Rhodopsin-Regeneration und der Dunkeladaptation sowie der Neuroprotektion retinaler Ganglienzellen und Photorezeptoren.

Auch die Herausforderungen bei der Bioverfügbarkeit der Anthocyane sowie die hierfür relevanten Faktoren fanden Berücksichtigung und es wurden Strategien zur Steigerung der Bioverfügbarkeit analysiert, ergänzen die Forschenden.

Antioxidativ & entzündungshemmend

Besonders hervorzuheben sind laut den Fachleuten die antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkungen der pflanzlichen Verbindungen, da oxidativer Stress und chronische Entzündungen die Grundlage vieler Augenerkrankungen bilden.

Vor allem die Netzhaut ist anfällig für die Ansammlung reaktiver Sauerstoffspezies, wodurch Entzündungssignalwege aktiviert werden, die zu Zellfunktionsstörungen, Apoptose und letztendlich zum Ausbruch einer Retinopathie führen können, erklären die Forschenden. Hier könnten Anthocyane demnach das Erkrankungsrisiko deutlich senken.

Verbesserte retinale Mikrozirkulation & Gefäßfunktion

Aber auch bei der Prävention und Behandlung altersbedingter Augenerkrankungen wie grauem Star (Katarakt) oder Makuladegeneration könnten die pflanzlichen Verbindungen den Fachleuten zufolge einen Beitrag leisten, indem sie die retinalen Mikrozirkulation und Gefäßfunktion verbessern.

Außerdem fördern Anthocyane die Rhodopsin-Erneuerung und erhalten die Blut-Retina-Schranke aufrecht, so das Forschungsteam weiter.

Jedoch bestehe das Problem der geringen Bioverfügbarkeit bei oraler Aufnahme der Anthocyane und diese werde zudem durch die Zusammensetzung der Darmflora und die sogenannte Lebensmittelmatrix der aufgenommenen Lebensmittel beeinflusst.

Anthocyane schützen die Augengesundheit

Insgesamt verdeutlichen die Studienergebnisse, dass der regelmäßige Verzehr von Lebensmitteln mit hohem Gehalt an Anthocyanen die Augengesundheit über verschiedene Mechanismen schützen kann.

Neue Methoden wie eine Nanoverkapselung oder eine synergistische Kombinationen mit anderen sekundären Pflanzenstoffen könnten laut den Forschenden zudem die Bioverfügbarkeit der Anthocyane und damit auch deren medizinischen Nutzen erhöhen. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Dongdong Zhao, Yifan Rao, Jinlong Tian, Zhihuan Zang, Rodrigo Quintana, Baoru Yang, Yadong Li, Yuxi Lang, Ying Zhang, Bin Li: Anthocyanins in eye health: Multi-target protective mechanisms, bioavailability challenges, and translational perspectives; in: Food Bioscience (veröffentlicht 22.06.2026), sciencedirect.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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