Wespen vertreiben: Dieser einfache Trick hält die Plagegeister fern!

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Nicht Anpusten: Hilfreiche Tipps zum Umgang mit Wespen

Wespen können zu einer regelrechten Plage werden. Besteht keine Insektenstichallergie, sind die Stiche zwar leicht schmerzhaft, aber gesundheitlich eher unbedenklich. Allergiker müssen jedoch besondere Vorsicht waren, da für sie ein Stich durchaus lebensbedrohlich werden kann. Hier erfahren Sie, wie man Wespen mit einem einfachen Trick vertreibt und wie Sie sich am besten vor Wespenstichen schützen können.


Trockenheit und Hitze sorgen für ein gutes Wespenjahr

Seit Anfang August machen sich die gelb-schwarzen Insekten verstärkt über Obstkuchen, Saft und Eis her. Der Genuss von süßen Speisen unter freiem Himmel kann daher schnell unangenehm werden. Allerdings ist die Begegnung mit den ungebetenen Gästen kein Grund zur Panik. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) gibt einige hilfreiche Tipps, wie man sich bei Wespenbesuch richtig verhält und wie man sich effektiv vor Stichen schützen kann. Der Einsatz einer Sprühflasche mit Leitungswasser ist dabei eine der empfohlenen Abwehrmaßnahmen.

Wespen sind zwar nützliche Tiere, weil sie Blüten bestäuben, sie machen sich aber auch über süße Speisen im Garten her und können ganz schön lästig werden. Ein einfacher Trick kann dabei helfen, die Insekten auf natürliche Art zu vertreiben. (Bild: Ingo Bartussek/fotolia.com)

Wespenstiche können gefährlich werden

Wespenstiche sind nicht nur schmerzhaft, sondern können bei einer Allergie sogar zum Tode führen. Und auch bei Nicht-Allergikern können sie mitunter lebensgefährlich werden, etwa wenn sie im Mund- oder Rachenraum passieren.

Um Wespenstiche zu vermeiden, sollte man die Insekten möglichst von sich weg halten. Helfen kann dabei unter anderem ein mit Leitungswasser gefüllter Zerstäuber.

Wenn Wespen mit dem zerstäubten Wasser besprüht werden, denken sie, dass es anfängt zu regnen und flüchten daher in ihr Nest, erklärt LBV-Pressesprecher Markus Erlwein.

Ruhe bewahren und hektische Bewegungen vermeiden

Von bestimmten vermeintlichen Tricks, um Wespen fernzuhalten, rät der LBV ab. So sind etwa auf den Tisch gelegte Kupfermünzen nutzlos.

„Fangfallen oder Ablenkfutter haben sogar einen negativen Einfluss, da noch mehr Tiere angelockt werden“, erläutert der LBV-Sprecher.

„Besonders bei Gewitter oder zum Ende der Flugzeit steigt bei vielen Wespen die Aufdringlichkeit. Dann geht man ihnen am besten aus dem Weg”, so der Fachmann weiter.

Klappt das nicht, ist es wichtig die Ruhe zu bewahren, wenn einem Wespen zu nahekommen. Hektische oder panische Bewegungen sollten in der Nähe der Insekten vermieden werden.

Un der LBV-Pressesprecher hat noch einen wichtigen Tipp: „Die Wespe auf keinen Fall wegpusten, denn das Kohlendioxid in der Atemluft ist ein Alarmsignal für die Tiere und versetzt sie in Angriffsstimmung.”

Wespen reagieren bei der Nahrungssuche ohnehin normalerweise nicht aggressiv. Sie wehren sich erst, wenn sie sich bedroht fühlen.

Einfache Verhaltensregeln

In der Mitteilung des LBV gibt es noch mehr einfache Verhaltensregeln, die dabei helfen, unliebsame Zwischenfälle zu vermeiden:

Beispielsweise sollten Lebensmittel und Getränke im Freien abgedeckt und alle Reste nach der Grillparty sofort wieder weggeräumt werden.

„Wichtig ist es auch, Kinder mit Strohhalm trinken zu lassen und ihnen nach dem Essen das Gesicht und die Hände abzuwischen, um die Wespen nicht anzulocken“, so Erlwein. Hierfür sind auf wiederverwendbare Strohhalme aus Metall verfügbar.

Wespen können zudem von Gerüchen wie duftendem Parfüm, Cremes und Holzmöbelpolitur angezogen werden. Aber auch bunt geblümte Kleidung hat für sie ihren Reiz. Weiterhin sollte man immer den Mülleimer und Kompost abgedeckt halten.

Fliegengitter oder eine Raumschleuse, wie zum Beispiel ein Vorhang nach der Eingangstüre, sind nützlich um Wespen aus Wohnung und Haus fernzuhalten.

Einfache Hausmittel haben sich bewährt

Doch manchmal werden auch all die guten Tipps nicht helfen und es stellt sich die Frage, was zu tun ist, wenn eine Wespe zugestochen hat?

Ist der Stachel noch zu sehen, sollte er vorsichtig mit der Pinzette rausgezogen werden. Danach die Körperstelle rund um den Stich mit kalte Umschlägen kühlen, damit die Schwellung schneller abklingt.

Bei Insektenstichen im Mund sind Eiswürfel zum Lutschen von Vorteil, damit die Atemwege nicht zuschwellen.

Als Hausmittel gegen Wespenstiche eignen sich zudem Zwiebeln oder Zitronenscheiben, die auf die betroffenen Stellen gelegt werden.

Als Sofortmaßnahme kann auch der eigene Speichel auf dem Stich verrieben werden, er kühlt ein wenig und kann bereits leichte Linderung verschaffen. Noch besser sind Aloe Vera, frischer Spitzwegerich, Gewürznelkenöl, Wickel aus Tonerde und Essigwasser oder Kräuter aus dem Garten wie Petersilie oder Basilikum geeignet. (sb, ad)