• Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
Heilpraxis - Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

ADHS: Kinder erhalten oft unnötig Medikamente

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
Quellen ansehen
25. Mai 2026
in News
Tablet mit der Diagnose ADHS auf dem Display
Viele Heranwachsende erhalten offenbar fälschlicherweise eine ADHS-Diagnose und eine entsprechende medikamentöse Therapie. (Bild: Zerbor/stock.adobe.com)
Teile den Artikel

Häufig werden kindliche Verhaltensweisen fälschlich als Symptome einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) interpretiert und die betroffenen Kinder erhalten unnötigerweise Medikamente. Auch kann die fehlerhafte Diagnose die Heranwachsenden psychisch stark belasten.

Der Bildungspsychologe Chris Bagley vom University College London und die Psychologin Bea Herbert, Gründerin von States of Mind CIC, haben in einem neuen Fachbuch den Anstieg der ADHS-Diagnosen bei Kindern deutlich kritisiert und warnen, dass bestimmte kindliche Verhaltensweisen durch ein fehlerhaftes und subjektives Diagnosesystem fälschlicherweise medikamentös behandelt würden.

Fehler bei der Diagnose & Behandlung

Basierend auf einer achtjährigen Zusammenarbeit mit weiterführenden Schulen, Oberstufenkollegs, Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit und Organisationen für betreutes Wohnen sowie anhand mehrerer Fallstudien kommen die Fachleute zu dem Schluss, dass bei der Diagnose und Behandlung von ADHS einiges falsch läuft.

Bei Betrachtung des dynamischen Wechselspiels zwischen Jugendlichen, dem Bildungs- und dem psychotherapeutischen Versorgungssystem werde deutlich, dass diese starren Systeme junge Menschen entfremden und bei ihnen psychisches oder emotionales Leid hervorrufen.

„Einzelne Kinder als ‚krank‘ oder ‚gestört‘ zu etikettieren, bedeutet weder, den tieferen Ursachen psychischen Leidens auf den Grund zu gehen, noch, dem Erleben dieses Leidens einen tieferen Sinn abzugewinnen“, schreiben Bagley und Herbert.

Pathologisierung adaptiver Verhaltensweisen

Zum Beispiel bestehe bei der Diagnose oftmals das Problem, dass den aktuellen Diagnoseverfahren für ADHS die wissenschaftliche Objektivität fehle. Dies stützen sich auf Checklisten, die fälschlicherweise eigentlich adaptive Verhaltensweisen von Kindern bzw. Verhaltensweisen, die als Reaktion auf emotionales Leid auftreten pathologisieren, erklären die Fachleute.

Damit ein Kind die Diagnose ADHS erhalte, reiche es oftmals bereits aus, wenn es Symptome in lediglich zwei verschiedenen Kontexten zeige. Dies sei typischerweise zu Hause und in der Schule.

Allerdings seien bei den Kindern möglicherweise keinerlei Anzeichen von Unaufmerksamkeit oder Hyperaktivität festzustellen, sobald sie sich mit Aktivitäten beschäftigen, die ihnen Freude bereiten. Dies lege den Schluss nahe, dass sich die Lernumgebung ändern sollte, nicht das Kind.

„Wir haben Kinder und Jugendliche kennengelernt, die im Klassenzimmer völlig‚ außer Rand und Band sind, sich aber stundenlang mit ganzer Hingabe konzentrieren können, wenn sie kochen, angeln oder Sport treiben“, berichten Bagley und Herbert.

Ein weiteres Problem sei, dass junge Menschen routinemäßig von Entscheidungen ausgeschlossen werden, die ihr Leben maßgeblich beeinflussen, wie etwa bei der Frage, welche Umgebungen für ihre Bildung und ihr Wohlbefinden am förderlichsten wären.

„Solange wir nicht gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen erörtern, welche Aspekte ihres systemischen Umfelds dazu führen, dass sie sich auf eine bestimmte Weise fühlen, wird unser System der psychischen Versorgung reaktiv bleiben und bestenfalls nur eine marginale Wirksamkeit entfalten“, so die Fachleute weiter.

Tatsächlich seien die zunehmenden Interventionen im Bereich der psychischen Gesundheit – wenngleich für manche hilfreich und zweifellos gut gemeint – oft nichts weiter als ein bloßes Pflaster. Hier gelte es die Ursachen anzugehen, anstatt lediglich die Symptome medikamentös zu behandeln und die betroffenen Kinder dadurch auszugrenzen.

Neue Herangehensweisen gefordert

Und ohne eine gründliche Untersuchung der kontextuellen Auslöser sei es unmöglich, jene zentralen gesellschaftlichen Faktoren zu identifizieren, die die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden Heranwachsender belasten können.

Zudem stelle sich die Frage, warum Kinder und Familien auf medizinische Diagnosen angewiesen sein sollten, um Zugang zu Unterstützungsangeboten zu erhalten. Dies sei äußerst nachteilig. Die Fachleute fordern daher pädagogische und unterstützende Maßnahmen, die auf die Kinder zugeschnitten sind – und zwar auf der Grundlage dessen, wie die Kinder und ihre Familien sich selbst wahrnehmen. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Chris Bagley, Bea Herbert: How Adults and Young People Can Work Together to Change Education and Mental Health Systems; in: States of Mind (veröffentlicht 19.05.2026), taylorfrancis.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Jetzt News lesen

Weinrebe mit Stamm, Blättern und blauen Trauben

Ernährung: So verbessern Weintrauben die Hautgesundheit

20. Mai 2026
Das Wort Pause in einzelnen Großbuchstaben auf bunten Post-its geschrieben, die an einer Holzwand kleben

Zwölf Pausenideen für mehr Energie im Alltag

19. Mai 2026
Eine Frau hält auf der linken Seite eine Zeichnung mit einer Fettleber und auf der rechten Seite eine Zeichnung mit einer gesunden Leber in der Hand.

Fettlebererkrankung: Obst & Nüsse helfen, beliebtes Präbiotikum schadet

19. Mai 2026
CBD-Tropfen vor einer Cannabispflanze.

Diabetes: Cannabis-Inhaltsstoffe stärken Stoffwechsel & helfen beim Abnehmen

18. Mai 2026
Eine Person greift sich an das Handgelenk.

Osteoporose: Cumarine ein wirksamer natürlicher Behandlungsansatz

17. Mai 2026
Zeichnerische Darstellung der Leber

Fettleber: Diese Pflanzenstoffe helfen nachweisbar

17. Mai 2026

Heilpraxis

Das Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit

  • Werben Sie hier
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wir über uns
  • Rezepte
  • Consent anpassen
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Heilpflanzen
  • Ganzheitliche Medizin
  • News
  • Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
  • Rezepte

© 2022 Heilpraxisnet.de GbR