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Alzheimer, Parkinson & Co: Dieser Pflanzenstoffe zeigt vielversprechendes Potenzial

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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1. August 2026
in News
Grafische Darstellung von Amyloid-Plaques, die sich im Rahmen einer Alzheimer-Krankheit im Gehirn ablagern.
Bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems wie beispielsweise Alzheimer zeigt der Pflanzenstoff Scutellarin signifikanten therapeutischen Nutzen. (Bild: nobeastsofierce/stock.adobe.com)
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Bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems wie Parkinson und Alzheimer kann ein Wirkstoff aus einer wichtigen Heilpflanze der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) einen vielversprechenden therapeutischen Beitrag leisten. Forschende bewerten den Pflanzenstoff Scutellarin als künftigen zentralen phytochemischen Wirkstoff für den Schutz des Zentralen Nervensystems.

In einer aktuellen Übersichtsarbeit hat ein chinesisches Forschungsteam die pharmakologischen Wirkungen von Scutellarin gegen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Phytomedicine“ veröffentlicht.

Wirkstoff einer TCM-Heilpflanze

Scutellarin ist ein natürliches Polyphenole, genauer genommen ein Flavonoidglykosid, das hauptsächlich aus Erigeron breviscapus gewonnen wird, einer Heilpflanze, die in der traditionellen chinesischen Medizin häufig bei Erkrankungen des Zentralen Nervensystems eingesetzt wird, erläutern die Forschenden.

Die tatsächlich erzielbare Wirkung, die zugrundeliegenden Mechanismen, die Pharmakokinetik und Aspekte der Sicherheit seien jedoch noch nicht hinreichend geklärt, Deshalb analysierten die Fachleute nun anhand einer Auswertung der bisher veröffentlichten Studien die Effekte des Pflanzenstoffs.

Insgesamt wurden 223 zwischen 2003 und 2026 veröffentlichte Forschungsarbeiten einbezogen, die den Einfluss von Scutellarin bei zehn verschiedene Erkrankungen des Zentralen Nervensystems untersuchten, darunter ischämische Schlaganfälle, Alzheimer und Parkinson.

Signifikante therapeutischer Nutzen

Die Ergebnisse aus 23 klinischen Studien ließen dabei auf ein signifikantes therapeutisches Potenzial gegen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems schließen, berichtet das Team.

Weiteren Forschungsarbeiten hätten den Einfluss von Scutellarin auf den oxidativen Stress, auf Entzündungsreaktionen und auf die mitochondrialen Funktionen als mögliche zugrundeliegende Mechanismen identifiziert.

Auch sei deutlich geworden, dass neuartige Formulierungen die biologische Halbwertszeit signifikant verlängern und die Bioverfügbarkeit von Scutellarin verbessern können. Zudem zeige der Pflanzenstoff ein günstiges Sicherheitsprofil bei therapeutischen Dosierungen.

Wirkstoff zum Schutz des Zentralen Nervensystems

Auf Basis der bisherigen Erkenntnisse gehen die Forschenden davon aus, dass sich Scutellarin angesichts seiner vielversprechenden therapeutischen Effekte zu einem zentralen phytochemischen Wirkstoff für den Schutz des Zentralen Nervensystems entwickeln wird.

Auch wenn weitere Studien unerlässlich bleiben, um die Anwendung von Scutellarin genauer zu untersuchen, erscheint das therapeutische Potenzial des Pflanzenstoffs gegen Alzheimer, Parkinson und andere Erkrankungen des zentralen Nervensystems insgesamt äußerst vielversprechend. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Liyuan Ma, Siyin Chen, Qingya Jia, Ruimin Tian, Yong Zeng, Kaipei Luo, Xianli Meng, Lu Yang: Therapeutic potential of scutellarin in central nervous system: A comprehensive review; in: Phytomedicine (28.06.2026), sciencedirect.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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