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Demenz: Mediterrane Ernährung kann genetisches Risiko ausgleichen

Alexander Stindt
Verfasst von Alexander Stindt, Fachredakteur für Gesundheitsnews
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6. September 2025
in News
Verschiedene mediterrane Lebensmittel auf einer hölzernen Oberfläche.
Eine mediterrane Ernährung ist extrem vorteilhaft für das Gehirn und verlangsamt den kognitiven Abbau deutlich. (Bild: sonyakamoz/stock.adobe.com)
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Die mediterrane Ernährung ist nicht nur vorteilhaft für die allgemeine Gesundheit, sie scheint auch das Risiko eines kognitiven Abbaus zu reduzieren und Demenz wirksam vorzubeugen. Insbesondere Menschen mit hohem Demenz-Risiko könnten von der mediterranen Ernährung deutlich profitieren.

Ein Forschungsteam unter Beteiligung von Fachleuten der Harvard T.H. Chan School of Public Health hat untersucht, wie sich eine mediterrane Ernährungsweise auf das Risiko für Demenz auswirkt. Die Ergebnisse sind in dem Fachjournal „Nature Medicine“ nachzulesen.

Ernährung & kognitive Fähigkeiten analysiert

Die Forschenden analysierten Daten von Teilnehmenden aus der Nurses’ Health Study und Health Professionals Follow-Up Study. Dabei wurden Ernährungsgewohnheiten, genetische Informationen zum individuellen Alzheimer-Risiko und Blutproben mit Hunderten verschiedener Stoffwechselprodukte erfasst. Zusätzlich wurden bei einem Teil der Teilnehmenden wiederholt kognitive Tests durchgeführt.

So konnte das Team den Zusammenhang zwischen der Ernährung und der Erkrankungshäufigkeit über die Jahrzehnte hinweg ermitteln. Gleichzeitig war es auch möglich, den tatsächlichen Verlauf der geistigen Leistungsfähigkeit zu analysieren.

Reduziertes Demenz-Risiko

Die Auswertung ergab, dass Personen mit einer stärker mediterranen Ernährungsweise generell seltener an Demenz erkrankten und langsamer geistig abbauten. Zusätzlich fiel auf, dass Teilnehmende mit dem höchsten genetischen Risiko (dem Vorhandensein von zwei Kopien des APOE4-Gens) den größten Nutzen durch eine mediterrane Ernährung hatten, berichtet das Team.

„Diese Ergebnisse legen nahe, dass Ernährungsstrategien, insbesondere die mediterrane Ernährung, dazu beitragen könnten, das Risiko eines kognitiven Abbaus zu verringern und Demenz vorzubeugen, indem sie wichtige Stoffwechselwege umfassend beeinflussen“, erläutert die Studienautorin Dr. Yuxi Liu in einer aktuellen Pressemitteilung.

Diese Erkenntnis könne für Personen mit einem höheren genetischen Risiko wie beispielsweise Träger von zwei Kopien der genetischen Variante APOE4 von besonderer Bedeutung sein. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst bei einen hohen genetischen Risiko eine bewusste Ernährung zumindest einen Teil des Risikos reduzieren kann.

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Gesunde Ernährung zur Demenzprävention

Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass der Lebensstil auch bei genetisch bedingten Risiken eine wichtige Rolle spielt. Zwar bleibt die Demenzprävention komplex und die Forschung steht erst am Anfang, doch wird deutlich, dass die Ernährung einen entscheidenden Einfluss haben kann.

Der regelmäßige Verzehr von Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Fisch und Olivenöl und die gleichzeitige Reduzierung der Aufnahme von rotem Fleisch ist vorteilhaft für das Gehirn. Auch wenn es keine Garantie für die Wirkung gegen Demenz gibt, scheint die Einhaltung einer mediterranen Ernährung eine wirksame Möglichkeit zur Vorbeugung dazustellen. (as)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Alexander Stindt
Quellen:
  • Yuxi Liu, Xiao Gu, Yanping Li, Fenglei Wang, Chirag M. Vyas, et al.: Interplay of genetic predisposition, plasma metabolome and Mediterranean diet in dementia risk and cognitive function; in: Nature Medicine (veröffentlicht 25.08.2025), Nature Medicine
  • Mass General Brigham: Mediterranean diet may offset genetic risk of Alzheimer's (veröffentlicht 25.08.2025), Mass General Brigham

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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