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Dieses Training stärkt die Herz-Kreislauf-Gesundheit am besten

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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7. Mai 2026
in News
Welche Bewegungsformen die größten Vorteile für die kardiovaskuläre Gesundheit bieten, zeigt eine neue Übersichtsarbeit. (Bild: Jacob Lund/stock.adobe.com)
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Ausreichend Bewegung ist ein wesentlicher Faktor für die Herz-Kreislauf-Gesundheit, wobei allerdings die verschiedenen Bewegungsformen unterschiedlich starke Vorteile mit sich bringen. Von welcher Trainingsmethode die Herz-Kreislauf-Gesundheit am meisten profitiert, zeigt eine aktuelle Studie.

Ein spanisches Forschungsteam hat die Auswirkungen verschiedener Trainingsformen auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit untersucht und dabei hochintensives Intervall-Ausdauertraining als besonders vorteilhaft identifiziert. Die entsprechenden Studienergebnisse sind in dem „European Journal of Preventive Cardiology“ veröffentlicht.

Bewegung beeinflusst Herz-Kreislauf-Gesundheit

Dass körperliche Aktivität die Herz-Kreislauf-Gesundheit nachhaltig beeinflusst, ist durch frühere Studien bereits hinlänglich belegt. Auch gab es bereits Forschungsarbeiten, in denen ein Vergleich der verschiedene Trainingsmethoden in Bezug auf die Vorteile für die kardiovaskuläre Gesundheit erfolgte.

Anhand einer Auswertung der verfügbaren Studienergebnisse versuchten die Forschenden nun die Wirkung von verschiedenen Formen des Ausdauertrainings, des Krafttrainings und des kombiniertem Trainings (Ausdauer und Kraft) auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu ermitteln.

Welches Training ist am effektivsten?

Bei den Trainingsformen unterschieden die Forschenden zwischen moderatem Ausdauertraining, hochintensivem Intervall-Ausdauertraining, moderatem Krafttraining, hochintensivem Krafttraining, moderatem kombinierten Training und hochintensivem kombinierten Training.

Insgesamt 37 Studien mit 6.818 Teilnehmenden, die an koronarer Herzkrankheit oder chronischer Herzinsuffizienz litten, fanden in den Auswertung Berücksichtigung. Als Indikator für die Auswirkungen auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit diente die Endothelfunktion, gemessen auf Basis der sogenannten flussvermittelten Dilatation.

Denn Störungen der Endothelfunktion sind ein Kennzeichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und spielen eine zentrale Rolle bei Gefäßentzündungen, Thrombosen und gestörter Gefäßerweiterung, erläutert das Forschungsteam.

Nur Krafttraining ohne signifikante Wirkung

Während bei fast allen Trainingsformen im Vergleich zur Standardversorgung signifikante Verbesserungen der Endothelfunktion festzustellen waren, verzeichneten die Fachleute bei moderatem Krafttraining keine signifikanten Verbesserungen, und bei hochintensivem Krafttraining war die Datenlage nicht ausreichend, um eine Aussage zu treffen.

Der Vergleich zwischen den verschiedenen Trainingsform zeigte zudem, dass das Ausmaß der Verbesserungen in Abhängigkeit von Trainingsintensität und -struktur variierte. Dabei war hochintensives Intervall-Ausdauertraining laut den Forschenden besonders wirksam.

Zwar hatten hochintensive kombinierte Trainingsprogramme in einer einzelnen Interventionsgruppe noch stärkere positive Effekte auf die Endothelfunktion, doch angesichts der geringen Anzahl an Teilnehmende seien keine entsprechenden Schlussfolgerungen möglich.

Empfehlung für Hochintensives Intervalltraining

„Hochintensives Intervall-Ausdauertraining scheint auf Grundlage der aktuellen Studienlage die verlässlichste Option zu sein. Es übertrifft moderates Ausdauertraining in der Verbesserung der Gefäßfunktion durchweg“, fasst der Studienautor Prof. Dr. José Manuel Sarabia von der Universidad Miguel Hernandez de Elche zusammen.

Diese Trainingsform kombiniere kurze, hochintensive Belastungsphasen mit Erholungsphasen, wodurch wiederholte Schwankungen des Blutflusses und der Scherkraft (Reibungskraft des Blutes an den Gefäßwänden) erzeugt werden, erläutern die Forschenden.

Die erhöhten Scherkräfte verbessere ihrerseits die Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid (NO), einem entscheidenden Mediator der Gefäßerweiterung und der Gefäßgesundheit. Dies könnte erklären, warum hochintensives Training stärkere endotheliale Reaktionen hervorruft als moderates Ausdauertraining.

Zudem gebe es Hinweise darauf, dass längere hochintensive Intervalle für die Endothelfunktion möglicherweise noch vorteilhafter sind. Hier seien nun weitere Studien erforderlich, um dies zu überprüfen.

Insgesamt bieten die Ergebnisse hilfreiche Ansätze zur Optimierung der Trainingsprogramme in der kardiologischen Rehabilitation. Denn nicht alle Trainingsformen bieten die gleichen physiologischen Vorteile und insbesondere hochintensives Intervall-Ausdauertraining erscheint als nachweisbar wirksame Option. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Universidad Miguel Hernandez de Elche: High-intensity interval training shows strongest vascular benefits in cardiovascular patients (veröffentlicht 04.05.2026), eurekalert.org
  • Laura Fuertes-Kenneally, Sabina Baladzhaeva, Agustín Manresa-Rocamora, Noemí Sempere-Ruiz, Ana Sanz-Rocher, Carles Blasco-Peris, José Manuel Sarabia: Effect of exercise modality and intensity on endothelial function in patients with cardiovascular disease: a systematic review and network meta-analysis; in: European Journal of Preventive Cardiology (veröffentlicht 19.02.2026), academic.oup.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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