• Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
Heilpraxis - Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

So gesund ist Dankbarkeit

Katja Helbig
Verfasst von Katja Helbig, Systemische Gesundheitscoachin
Quellen ansehen
30. April 2026
in News
Mensch mit krausen dunklen Haaren und Brille lächelt und verschränkt die Hände über dem Herzen vor beigefarbenem Hintergrund
Schon wenige Minuten Dankbarkeit am Tag können sich sehr positiv auf die mentale und körperliche Gesundheit auswirken. (Bild: VK Studio/stock.adobe.com)
Teile den Artikel

Um gesund zu bleiben, spielt auch die Psyche eine wichtige Rolle. Forschungsergebnisse zeigen, dass Dankbarkeit dabei eine Schlüsselfunktion innehat. Wer regelmäßig Dankbarkeit praktiziert, stärkt die eigene mentale und körperliche Gesundheit und sogar Beziehungen. Die beste Nachricht: Das ist leicht erlernbar.

Inhaltsverzeichnis

  • Positive Wirkung wissenschaftlich belegt
  • Regelmäßige Dankbarkeit bei Ängsten und Depressionen
  • Dankbarkeit macht zufriedener, optimistischer und glücklicher
  • Besserer Schlaf, weniger Stress, gesünderes Herz-Kreislauf-System
  • Dankbarkeit stärkt Beziehungen
  • Dankbarkeit: Zusammenhang mit Burn-out
  • Grenzen der Dankbarkeit
  • Dankbarkeitspraxis: So geht‘s
  • Wenige Minuten täglich genügen

Positive Wirkung wissenschaftlich belegt

Seit mehr als zwei Jahrzehnten untersucht die Forschung die Auswirkungen regelmäßiger Dankbarkeit. Die Positive Psychologie, allen voran Professor Dr. Martin Seligman, beschäftigt sich mit der Salutogenese. Das ist die Wissenschaft der Bedingungen für Gesundheit.

Dankbarkeit rückte dabei relativ schnell in den Fokus. Zahlreiche Studien belegen inzwischen ihre vielfältige Wirkkraft auf Körper und Psyche und sogar Beziehungen.

Regelmäßige Dankbarkeit bei Ängsten und Depressionen

So bestätigten ein systematischer Review und eine Meta-Analyse aus dem Jahr 2023, dass Dankbarkeit die mentale Gesundheit positiv beeinflusst. Menschen, die regelmäßig an Dankbarkeitsübungen teilnahmen, fühlten sich demzufolge mit der Zeit nicht nur deutlich dankbarer.

Auch Symptome von Angst und Depression gingen zurück. Insgesamt verbesserte sich die Stimmung der Teilnehmenden und sie verspürten häufiger positive Gefühle.

Die Ergebnisse konnten zeigen, dass aktiv praktizierte Dankbarkeit mindestens als gute Ergänzung zu bestehenden Therapieansätzen bei der Behandlung von Ängsten und Depressionen eingesetzt werden kann.

Eine weitere Studie aus dem Jahr 2019 belegte, dass Dankbarkeit dabei hilft, negative Gedankenschleifen („Grübeln“) zu reduzieren. Diese sind ein Risikofaktor für die Entstehung und von Depressionen und Angststörungen. Dankbarkeitsübungen könnten somit auch zur Vorbeugung dieser Erkrankungen beitragen.

Dankbarkeit macht zufriedener, optimistischer und glücklicher

Nicht nur Menschen mit Angststörungen und Depressionen profitierten von regelmäßigen Dankbarkeitsübungen. Dies galt auch für diejenigen Teilnehmenden, die nicht daran litten.

So konnte eine Studie zeigen, dass eine Dankbarkeitspraxis in der allgemeinen Bevölkerung zu positiverer Gestimmtheit führen kann.

Eine weitere Studie ergab, dass Dankbarkeit die Lebenszufriedenheit erhöhen kann.

Eine Studie unter der Leitung von Professor Dr. Martin Seligman aus dem Jahr 2005 belegte ebenfalls eine gesteigerte Zufriedenheit beziehungsweise ein gestiegenes individuelles Glücksempfinden.

Besserer Schlaf, weniger Stress, gesünderes Herz-Kreislauf-System

Dankbarkeit kann sogar den Schlaf verbessern, wie eine Studie von 2009 zeigte. Zusätzlich reduziert sie Stress, wie in einer Erhebung während der Covid-19-Pandemie beobachtet wurde.

Außerdem kann Dankbarkeit zu einem gesünderen Herz-Kreislauf-System beitragen, wie Forschende in einer Studie 2023 herausfanden. Darin heißt es: „Dankbarkeit kann sich positiv auf Biomarker für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken, insbesondere auf die asymptomatische Herzinsuffizienz, die Herz-Kreislauf-Funktion und die Aktivität des autonomen Nervensystems.“

Und sogar eine höhere Lebenserwartung wird in einer Studie mit Dankbarkeit in Verbindung gebracht (Stichwort „Longevity“).

Dankbarkeit stärkt Beziehungen

Eine Studie aus dem Jahr 2010 ergab, dass Beziehungen, in denen regelmäßig Dankbarkeit zum Ausdruck gebracht wird, stabiler sind. Sie werden von den Beteiligten als gefestigter wahrgenommen.

Dankbarkeit: Zusammenhang mit Burn-out

Eine Studie aus dem Jahr 2011 untersuchte den Zusammenhang zwischen regelmäßig praktizierter Dankbarkeit mit Burn-out.

Dabei zeigte sich, dass die gefühlte Stärke der Erschöpfung von Lehrkräften durch Dankbarkeitsübungen gemildert werden konnte.

Gleichzeitig stärkt Dankbarkeit offenbar auch die Selbstfürsorge, was eine weitere Studie 2009 zeigen konnte. Selbstfürsorge hat insgesamt direkten positiven Einfluss auf die Gesundheit und kann zur Burn-out-Prävention beitragen.

Grenzen der Dankbarkeit

Bei allen gesunden und erstaunlichen positiven Wirkungen muss dennoch deutlich darauf hingewiesen werden, dass Dankbarkeit zwar ein echter Allrounder für die körperliche und psychische Gesundheit ist, jedoch kein Allheilmittel. Das Ziel ist nicht, von nun an jeder Situation etwas abzugewinnen, wofür wir dankbar sein können.

Denn das kann dazu führen, dass Gefühle wie Wut und Trauer unterdrückt werden, was häufig zusätzliche Probleme hervorruft. Gesunde Trauerarbeit nach einem Verlust kann so beispielsweise verzögert oder sogar ganz verhindert werden.

Oft kommt es auch auf den Zeitpunkt an. Monate oder Jahre nach einer schweren Krise kann man mit Abstand vielleicht etwas Positives darin finden. Im Akutfall ist das oft weder möglich noch hilfreich – schon gar nicht, wenn der Hinweis auf Dankbarkeit als Ratschlag von außen kommt.

Auch bei manchen Fällen von Depressionen kann Dankbarkeit kontraproduktiv sein. Entsprechende Übungen können dann eher zu einem Gefühl von Versagen oder Scham führen, wenn es in dieser Phase der Krankheit etwa nicht möglich ist, Dankbarkeit zu empfinden.

Menschen in einer akuten Krisensituation und solche, die an Depressionen und/oder Angststörungen leiden, sollten deshalb Dankbarkeitsübungen (wenn überhaupt) nicht auf eigene Faust, sondern nur unter professioneller therapeutischer Begleitung und ergänzend zur Behandlung durchführen. Nur eine psychologische Fachfrau oder ein psychologischer Experte kann entscheiden, ob und zu welchem Zeitpunkt in diesen Fällen das Erlernen einer Dankbarkeitspraxis sinnvoll sein kann.

Dankbarkeitspraxis: So geht‘s

Es gibt viele einfache Möglichkeiten, eine Dankbarkeitsübung in den Alltag einzubauen. Der Klassiker ist das Dankbarkeitstagebuch.

Darin notieren Sie täglich mindestens drei Dinge, für die Sie dankbar sind. Das geht am besten morgens direkt nach dem Aufwachen und/oder abends vor dem Einschlafen.

Es muss nichts Großes sein, wofür Sie Dankbarkeit empfinden (kann es aber natürlich). Sie können dankbar für kleine Genussmomente im Alltag sein, wie die Tasse Kaffee, die Sie genüsslich in der Sonne getrunken haben.

Für den Schmetterling, der heute an Ihnen vorbeiflatterte. Für eine gute Freundschaft oder Beziehung. Gesundheit, ein Dach über dem Kopf, fließendes Wasser, eine Arbeitsstelle …

Geben Sie nicht zu schnell auf, falls es Ihnen anfangs schwerfällt, Gründe für Dankbarkeit zu finden und sich auch wirklich dankbar zu fühlen. Mit etwas Übung wird es schnell leichter.

Dankbarkeit lässt sich auch gemeinsam mit anderen praktizieren. Es kann sehr spannend sein, wofür andere dankbar sind und wie viele verschiedene Gründe es für dieses angenehme und gesunde Gefühl gibt.

Eine gute Gelegenheit dafür ist beim Frühstück mit Partner*in, in der WG oder mit der Familie. Besonders für Kinder ist es sinnvoll, von klein auf Übungen zu erlernen, mit denen sie einfach und aktiv ihre Gesundheit stärken können. Wer mit gutem Beispiel vorangeht, wird sicher feststellen, dass bald auch der Nachwuchs begeistert mitmacht.

Wenn Sie allein leben, könnten Sie im Freundeskreis eine gemeinsame Dankbarkeits-Chatgruppe einrichten. Oder im Büro mit Kolleg*innen darüber sprechen, wofür Sie dankbar sind.

Egal, für welche Praxis Sie sich entscheiden: Wichtig ist die regelmäßige Durchführung. Wird die Übung nur hin und wieder ausgeführt, verringert das die positiven Effekte.

Wenige Minuten täglich genügen

Wer bis hierher gelesen hat, sollte ob der vielfältigen positiven Wirkungen von Dankbarkeit hoch motiviert sein, direkt loszulegen und auch andere über die gesunde Kraft dieses Gefühls aufzuklären. Zumal wenige Minuten pro Tag genügen.

Dankbarkeit lässt sich einfach und beinahe überall durchführen: Im Bett, auf dem Sofa, im Zug, unter der Dusche, beim Kochen. Überall dort können Sie sich ins Bewusstsein rufen, wofür Sie dankbar sind.

Starten Sie doch sofort mit der neuen Praxis, indem Sie diesen Artikel an Menschen weiterleiten, die Ihnen am Herzen liegen. Auf Social Media dürfen Sie die Dankbarkeit für Ihr neues gesundes Wissen gerne ausdrücken, indem Sie den Beitrag mit „Gefällt mir“ markieren und teilen.

Sogar als innovatives und überraschendes Smalltalk-Thema eignet sich Dankbarkeit: Versuchen Sie doch mal, bei der nächsten Einladung, beim Date oder im Büro zu fragen: „Wofür bist du/sind Sie denn heute dankbar?“. Legen Sie sich dafür eventuell sogar ein paar Fakten über die positiven Wirkungen von Dankbarkeit auf Grundlage dieses Artikels zurecht.

Wäre es nicht spannend, welche Gespräche und Beziehungen sich daraus entwickeln? Und vielleicht wäre das ein weiterer Grund für mehr Dankbarkeit. (kh)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Katja Helbig
Quellen:
  • Davis, D. E., Choe, E., Meyers, J., et al.: Thankful for the little things. A meta-analysis of gratitude interventions; Journal of Counseling Psychology, 63 (1), Seiten 20-31, 2016, psycnet.apa.org
  • Diniz, G., Korkes, L., Tristão, L.S. et al.: The effects of gratitude interventions. A systematic review and meta-analysis; Einstein (Sao Paulo), 2023 , journal.einstein.br
  • Chan, D. W.: Burnout and life satisfaction: does gratitude intervention make a difference among Chinese school teachers in Hong Kong? Educational Psychology, Volume 31, Issue 7, Seiten 809-823, 2011, Taylor & Francis Online
  • Seligman, M. E. P., Steen, T. A., Park, N. et al.: Positive Psychology Progress. Empirical Validation of Interventions; American Psychologist, Volume 60, Issue 5, Seiten 410-421, 2005, psycnet.apa.org
  • Fekete, Erin M., Deichert, Nathan T.: A Brief Gratitude Writing Intervention Decreased Stress and Negative Affect During the COVID-19 Pandemic; in: Journal of Happiness Studies, Volume 23, Issue 6, Seiten 2427-2448, 2022, pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  • Chen, Ying, Okereke, Olivia I., Kim, Eric S. et al.: Gratitude and Mortality Among Older US Female Nurses; in: JAMA Psychiatry, Volume 81, Issue 10, Seiten 1030-1038, 2024, jamanetwork.com
  • Wang, Xiaoxiao, Song Chunli: The impact of gratitude interventions on patients with cardiovascular disease: a systematic review; in: Frontiers in Psychology, Volume 21, Page 14, 2023, frontiersin.org
  • Hill, Patrick L., Allemand, Mathias, Roberts, Brent W.: Examining the Pathways between Gratitude and Self-Rated Physical Health across Adulthood; in: Personality and Individual Differences, Volume 54, Issue 1, Seiten 92-96, 2009, pmc.ncbi.nlm.nih.gov
  • Wood, A. M,, Joseph, S., Lloyd, J. et al.: Gratitude influences sleep through the mechanism of pre-sleep cognitions; in: Journal of Psychosomatic Research, Volume 66, Issue 1, Seiten 43-48, 2009, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/
  • Heckendorf, Hanna, Lehr, Dirk, Ebert, David Daniel et al.: Efficacy of an internet and app-based gratitude intervention in reducing repetitive negative thinking and mechanisms of change in the intervention's effect on anxiety and depression. Results from a randomized controlled trial; in: Behaviour Research and Therapy, Volume 119, 2019, sciencedirect.com
  • Lambert, N. M., Clark, M. S., Durtschi, J. et al.: Benefits of expressing gratitude. Expressing gratitude to a partner changes one’s view of the relationship; Psychological Science, Volume 21, Issue 4, Seiten 574-580, 2010, journals.sagepub.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Nächster Artikel
Eine Frau hält auf der linken Seite eine Zeichnung mit einer Fettleber und auf der rechten Seite eine Zeichnung mit einer gesunden Leber in der Hand.

Fettleber: Obst & Nüsse helfen, beliebtes Präbiotikum ein Risiko

Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA

Fettlebererkrankungen: Omega-3-Fettsäuren zeigen nachweisbare Wirkung

Jetzt News lesen

Mensch mit krausen dunklen Haaren und Brille lächelt und verschränkt die Hände über dem Herzen vor beigefarbenem Hintergrund

So gesund ist Dankbarkeit

30. April 2026
Zwei Glastassen mit grünem Tee.

Krebs: Deshalb hat Grüntee krebshemmende Eigenschaften

30. April 2026
Auswahl von fettigen Speisen.

Diese Lebensmittel erhöhen das Demenz-Risiko

30. April 2026
Eine Person greift sich an das Handgelenk.

Osteoporose: Cumarine als natürliche Behandlungsoption

29. April 2026
Verschiedene Spargel-Sorten vor weißem Hintergrund.

Spargel-Polysaccharide wirken gegen Blasenkrebs

29. April 2026
Mann guckt in den Kühlschrank.

Diabetes: So wirksam sind ketogene Diäten

28. April 2026

Heilpraxis

Das Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit

  • Werben Sie hier
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wir über uns
  • Rezepte
  • Consent anpassen
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Heilpflanzen
  • Ganzheitliche Medizin
  • News
  • Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
  • Rezepte

© 2022 Heilpraxisnet.de GbR