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Divertikulitis: Neue Therapie für Darmkrankheit

Redaktion Heilpraxis.de
Verfasst von Redaktion Heilpraxis.de
11. Januar 2015
in News
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Experten empfehlen neue Therapie-Konzepte für Darmkrankheit

11.01.2015

Die Divertikulitis ist eine Erkrankung des Dickdarmes, bei der es oft zu sehr unangenehmen Beschwerden kommt. Neben Bauchschmerzen kommt es meist zu Fieber und Verdauungsbeschwerden. Experten empfehlen nun neue Konzepte zur Behandlung der Darmkrankheit.

Ausstülpungen der Darmwand
In westlichen Industrieländern ist die Divertikelbildung im Dickdarm häufig und nimmt mit steigendem Alter zu. Divertikel sind kleine Aussackungen in der Darmwand, die sich entzünden, aufbrechen und benachbarte Organe, wie etwa die Blase in Mitleidenschaft ziehen können. Wenn durch ein geplatztes Divertikel Darminhalt in den Bauchraum (Darmdurchbruch) gelangt, besteht Lebensgefahr. Divertikel-Entzündungen (Divertikulitis) führen in der Regel zu Bauchschmerzen links und in selteneren Fällen auch in der rechten Bauchhälfte. Weitere Symptome sind Fieber, Übelkeit und Erbrechen sowie eine Veränderung des Stuhlverhaltens von Durchfall bis Verstopfung.

Neue Therapie-Leitlinien
Bislang wurde Betroffenen in der Regel frühzeitig Antibiotika verordnet. Doch neue Studien haben nun gezeigt, dass dies oft keinen Vorteil bringt, wie die „Apotheken Umschau“ (1/2015 A) berichtet. Die Entzündungen quälen Patienten oft wiederholt. „Es war noch vor wenigen Jahren die Regel, nach dem zweiten Schub einer Entzündung zu operieren“, erläuterte Professor Martin Kreis, Direktor der Klinik für Allgemeinchirurgie an der Berliner Charité. „Diese Empfehlung besteht nicht mehr.“ Studien hierzu hätten gezeigt, dass die Komplikationsrate mit der Anzahl der Entzündungen nicht steigt. Heute sollen Ärzte nach neuen Therapie-Leitlinien öfter abwarten und erst eingreifen, falls Komplikationen dies erfordern. (ad)

Bild: Hartmut910 / pixelio.de

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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