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Endometriose mit diesen pflanzlichen Wirkstoffen lindern

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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26. Mai 2022
in News
Zeichnung einer Frau mit Unterleibschmerzen
Bei Endometriose könnten die Pflanzenwirkstoffe Curcumin, Quercetin und Resveratrol von therapeutischem Nutzen sein. (Bild: tasty_cat/stock.adobe.com)
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Curcumin, Quercetin und Resveratrol gegen Endometriose

Viele Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter Endometriose und nicht selten werden die Symptome als normale Regelschmerzen verkannt. Die Diagnose kommt daher oft relativ überraschend und anschließend bleibt die Frage, wie eine Linderung erreicht werden kann.

Mit den derzeit verfügbaren Therapien ist die Erkrankung langfristig allerdings nur schwer zu kontrollieren. Einen möglichen ergänzenden Ansatz können Ernährungsumstellung bilden, wobei Fachleute eine entzündungshemmende Ernährung gegen die Endometriose empfehlen.

Wirkung bei Endometriose untersucht

Ein portugiesisches Forschungsteam der Faculdade de Medicina da Universidade do Porto hat nun untersucht, inwiefern auch die pflanzlichen Wirkstoffe Curcumin, Quercetin und Resveratrol zur Linderung der Endometriose beitragen können. Die Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Phytotherapy Research“ veröffentlicht.

Anhand einer Auswertung der bestehenden wissenschaftlichen Studien zur Wirkung von Curcumin, Resveratrol und Quercetin auf die Pathophysiologie der Endometriose versuchten die Forschenden den Effekt der drei Pflanzenwirkstoffe zu bestimmen. Insgesamt dreißig Veröffentlichungen, darunter eine klinische Studie, wurden berücksichtigt.

Vielseitige positive Effekte

Curcumin, Quercetin und Resveratrol zeigten dabei laut dem Forschungsteam positive Effekte auf die Mechanismen der Entzündung, des oxidativen Stresses, der Zellproliferation, der Invasion und Adhäsion, der Apoptose (programmierter Zelltod), der Angiogenese (Wachstum von Blutgefäßen) sowie des Glukose- und Lipidstoffwechsels.

Die beschriebenen Effekte lassen auf eine lindernde Wirkung bei Endometriose schließen, was den potenziellen Nutzen von Curcumin, Quercetin und Resveratrol zur Behandlung der Endometriose verdeutlicht, so die Fachleute.

Allerdings seien noch weitere klinische Studien erforderlich, um die tatsächliche Wirksamkeit der drei pflanzlichen Substanzen bei Endometriose beim Menschen zu überprüfen.

Besonders gesunde Pflanzenwirkstoffe

Curcumin, Quercetin und Resveratrol sind jedoch nicht nur wegen der Wirkung gegen Endometriose, sondern auch aufgrund vielschichtiger weiterer Gesundheitsvorteile besonders interessante Polyphenole.

Jede der drei pflanzlichen Substanzen wurde in früheren Studien bereits mit weitreichenden positiven Gesundheitseffekten in Zusammenhang, die von einer Wirkung von Curcumin gegen Erkrankungen bei Kindern über einem Schutz vor Herzkrankheiten, Schlaganfällen und Entzündungen durch Resveratrol bis hin zur Senkung von Bluthochdruck durch Quercetin reichen.

Welche Lebensmittel enthalten die Substanzen?

Einen erhöhten Anteil von Curcumin, Quercetin und Resveratrol in die Ernährung aufzunehmen, scheint daher durchaus empfehlenswert.

Während Curcumin in der Wurzel von Kurkuma enthalten ist und als Gewürz in zahlreichen Speisen Verwendung finden kann, kommen Quercetin und Resveratrol in unterschiedlichen Pflanzen vor, die sich ebenfalls gut in die Ernährung integrieren lassen. Nahrungsmittel mit einem erhöhten Gehalt sind:

  • bei Quercetin zum Beispiel Kapern, Zwiebeln, Äpfel, Schnittlauch und Preiselbeere;
  • bei Resveratrol zum Beispiel Weintrauben, Erdbeeren, Himbeeren, Preiselbeeren und Pflaumen.

Alle drei Pflanzenwirkstoffe sind zudem als Nahrungsergänzungsmittel auch in Kapsel oder Pulverform erhältlich. Vor einer Anwendung sollte allerdings ärztliche Rücksprache gehalten werden, um unerwünschte Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln zu vermeiden. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Mariana Hipólito-Reis, Ana Catarina Neto, Delminda Neves: Impact of curcumin, quercetin, or resveratrol on the pathophysiology of endometriosis: A systematic review; in: Phytotherapy Research (veröffentlicht 18.05.2022), onlinelibrary.wiley.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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