FDP will Heilpraktiker-Beruf schützen

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FDP-Bundetagsfraktion für Erhalt des Heilpraktikerberufs

Die FDP-Fraktion des Bundestags hat sich für den Erhalt des Heilpraktikerberufs ausgesprochen. Nachdem einzelnen FDP-Politiker der Arbeitsgruppe Gesundheit der FDP-Fraktion die Abschaffung des Berufs in jüngster Zeit gefordert hat, stellt die FDP-Bundestagsfraktion nun klar: Der Beruf soll erhalten bleiben und auch die Ausbildung wenn überhaupt, dann nur „innerhalb der bestehenden Systematik“ verändert werden.

Kooperationsmöglichkeiten für Heilpraktiker. Bild: F.Schmidt – fotolia

In einem Grundsatzbeschluss der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag zum Heilpraktikerberuf haben sich die Freien Demokraten klar für den Heilpraktikerberuf ausgesprochen. Damit stellten Sie sich gegen die Forderungen der AG Gesundheit der FDP, die noch im Herbst die Abschaffung des Berufs gefordert hatten.

Zur Freiheit des Einzelnen gehöre auch das Recht auf Selbstbestimmung über den eigenen Körper, so die FDP Bundestagsfraktion. Patientensouveränität und damit die freie Arzt- und Therapeutenwahl seien Grundsätze der gesundheitspolitischen Überzeugungen der FDP. Die FDP verteidige deshalb das Recht, wenn Menschen auf Behandlungen aus eigener Entscheidung verzichten oder alternative Behandlungsmethoden in Anspruch nehmen möchten, deren Wirksamkeit nach den bisher bekannten naturwissenschaftlichen Methoden nicht belegt sind. Der Begriff des Heilens habe viele Dimensionen und entscheidet sich letztlich am Erleben und Empfinden des Einzelnen.

Viele Menschen würden die Behandlung durch Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker schätzen. Sie würden sich bewusst entscheiden und ihre Entscheidungen selbst verantworten.

Die seit ca. einem Jahr bundeseinheitlich geregelte Heilpraktikerüberprüfung stelle sicher, dass Heilpraktiker über entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, damit von ihrer Tätigkeit bei ordnungsgemäßer Ausübung von Heilkunde keine Gefahr für die Gesundheit ihrer Patienten ausgehe. Die bestehenden gesetzlichen Regelungen seien ausreichend und bedürften allenfalls Anpassungen innerhalb der bestehenden Systematik.

Dem Beschluss war eine Diskussionen auf Landesebene vorausgegangen. So lehnten beispielsweise FDP-Politiker in Bayern die Forderungen der Arbeitsgruppe Gesundheit der FDP-Fraktion nach Abschaffung des HP-Berufs strikt ab.