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Fettleber: So können CBD und CBG aus Cannabis helfen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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9. März 2026
in News
Pipette und Fläschchen mit einem Cannabisblatt im Hintergrund.
Das Cannabidiol und Cannabigerolin aus Cannabis könnten eine effektive Behandlung von nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen ermöglichen. (Bild: EKKAPON/Stock.Adobe.com)
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Zwei pflanzliche Verbindungen aus Cannabis könnten bei der Behandlung von nichtalkoholischen Fettlebererkrankungen einen wichtigen Beitrag leisten. So scheint mit Cannabidiol (CBD) und Cannabigerol (CBG) unter anderem eine deutliche Senkung der Leberverfettung und eine Verbesserung des Leberstoffwechsels möglich.

Forschende der Hebrew University of Jerusalem und des Technion-Israel Institute of Technology haben in einer aktuellen Studie das therapeutische Potenzial von CBD und CBG gegen metabolisch bedingte Fettlebererkrankungen untersucht. Die vielversprechenden Ergebnisse sind in dem „British Journal of Pharmacology“ veröffentlicht.

Fettlebererkrankungen: Suche nach wirksamen Therapien

Nichtalkoholische Fettlebererkrankungen bilden derzeit die weltweit häufigste chronische Lebererkrankung und sie können die Gesundheit langfristig stark belasten. So kamen beispielsweise Forschende des schwedischen Karolinska Institutet in einer Studie Ende letzten Jahres zu dem Schluss, dass die Fettlebererkrankungen das frühzeitige Sterberisiko deutlich erhöhen und damit die Lebenserwartung verkürzen.

Zwar können Lebensstiländerungen wie Ernährungsumstellung und Bewegung durchaus helfen, doch fällt es vielen Betroffenen schwer, diese umzusetzen. Wirksame Ansätze zur Reduzierung der Leberverfettung stehen daher weiter im Fokus der Forschung.

Und jüngste Untersuchungen konnten hier durchaus einige vielversprechende Optionen aufzeigen. Beispielsweise berichteten Forschende erst kürzlich in dem Fachmagazin „Hepatic Medicine: Evidence and Research“, dass Schwefelwasserstoff bei Fettlebererkrankungen beeindruckende therapeutische Wirkungen zeigt.

In der neuen Forschungsarbeit widmeten sich die Fachleute nun den nicht-psychoaktiven Cannabis-Inhaltsstoffe CBD und CBG. An Mäusen überprüfte das Team deren Wirkung auf die Leber.

CBD & CBG unterstützen die Leber

Dabei zeigte sich, dass CBD und CBG den Leberfettgehalt deutlich senken und die Stoffwechselgesundheit verbessern können. Die pflanzlichen Verbindungen unterstützen die Leberfunktion durch einen einzigartigen Prozess des „metabolischen Remodellings“, berichten die Forschenden.

Dabei beeinflussen CBD und CBG die Energiereserven der Leber indem sie den Phosphokreatinspiegel erhöhen, der wie eine Art Reservebatterie wirkt und die Leber unter dem Stress einer fettreichen Ernährung gesund hält, so die Fachleute weiter.

Außerdem hätten die pflanzlichen Verbindungen die Aktivität der sogenannten Cathepsine wiederhergestellt, spezieller Enzyme, die in den Lysosomen (zelluläre Recyclingzentren) wie eine Art Reinigungsteam wirken. Hierdurch konnte die Leber schädliche Fette und Abfallstoffe besser abbauen und ausscheiden, erläutert das Team.

Nicht zuletzt habe die Behandlung mit den Cannabis-Inhaltsstoffen schädliche Lipide wie Triglyceride und Ceramide deutlich reduziert.

Bei der Wirkung auf die Stoffwechselgesundheit zeigten sich zwischen CBD und CBG allerdings leichte Unterschiede und CBG entfaltete laut den Forschenden bei bestimmten Parametern wie der Senkung der Körperfettmasse, des Gesamtcholesterins und des „schlechten“ LDL-Cholesterins und der Verbesserung der Insulinsensitivität eine stärkere Wirkung.

Vielversprechende therapeutische Wirkungen

Beide Cannabis-Wirkstoffe könnten bei der Behandlung nichtalkoholischer Fettlebererkrankungen demnach einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie beeinflussen, wie das Organ Energie verarbeitet und sich selbst reinigt.

„Unsere Ergebnisse identifizieren einen neuen Mechanismus, durch den CBD und CBG die Leberenergie und die Lysosomenfunktion verbessern. Diese duale metabolische Umstrukturierung trägt zu einer verbesserten Lipidverarbeitung in der Leber bei und unterstreicht das Potenzial dieser Verbindungen als vielversprechende Therapeutika für nichtalkoholische Fettlebererkrankungen“, resümiert der Studienautor Prof. Joseph Tam von der Hebrew University of Jerusalem.

Nun seien weitere Studien erforderlich, um die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Menschen zu überprüfen und optimale Anwendungsmöglichkeiten zu ermitteln. Insgesamt eröffne die Ergebnisse schon jetzt vielversprechende neuen Ansätze zur Therapie der Lebererkrankung mithilfe der Cannabis-Inhaltsstoffe. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • The Hebrew University of Jerusalem: Cannabis compounds show promise in fighting fatty liver disease (veröffentlicht 05.03.2026), eurekalert.org
  • Radka Kočvarová, Shahar Azar, Bella Agranovich, Ifat Abramovich, Saveliy Kirillov, Alina Nemirovski, Saja Baraghithy, Inbar Plaschkes, Emmanuelle Merquiol, Alexander Rouvinski, Galia Blum, Liad Hinden, Joseph Tam: Cannabidiol and Cannabigerol Ameliorate Steatotic Liver Disease via Phosphocreatine Buffering and Lysosomal Restoration; in: British Journal of Pharmacology (veröffentlich 06.03.2026), bpspubs.onlinelibrary.wiley.com
  • Gabriel Issa, Ying Shang, Rickard Strandberg, Hannes Hagström, Axel Wester: Cause-specific mortality in 13,099 patients with metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease in Sweden; in: Journal of Hepatology (veröffentlicht 24.03.2025), journal-of-hepatology.eu
  • Shan Zhou, Baoyi Sun, Zongyuan Xuan, Guanning Zhong, Xiaolei Sun, Jun Yan: Literature Review on the Regulatory Effects of Hydrogen Sulfide in Non-Alcoholic Fatty Liver Disease (NAFLD); in: Hepatic Medicine: Evidence and Research (veröffentlicht 26.12.2025), tandfonline.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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