Gewichtsreduktion: So Heißhunger vermeiden

Bei Heißhunger hat man das Gefühl, unbedingt sofort etwas essen zu müssen - in der Regel Ungesundes wie Süßes. Doch einige Tipps können helfen, Heißhungerattacken zu vermeiden. (Bild: K.- P. Adler/stock.adobe.com)

Tipps gegen Heißhunger

Wohl jeder Mensch kennt Heißhungerattacken, bei denen man quasi aus dem Nichts heraus einen unbändigen Appetit auf Ungesundes wie Süßes oder Chips bekommt. Diese Anfälle machen alle Abnehmerfolge zunichte und sorgen schnell für zusätzliches Körpergewicht. Fachleute haben einige Tipps, die gegen Heißhunger helfen.

Mit Hunger gibt der Körper das Signal, dass die Energiereserven erschöpft sind und er dringend Nährstoffe braucht. Heißhungerattacken auf Ungesundes wie Süßes, Salziges oder Fettiges hingegen hat andere Ursachen. Sie verleiten uns zum Essen und sind daher potentielle Dickmacher oder erschweren das Abnehmen. Doch gegen den Heißhunger lässt sich etwas unternehmen.

Auslöser für Heißhunger-Anfälle

Wenn der Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht gerät, kommt der Heißhunger, erklärt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein in einer aktuellen Mitteilung. Das Gehirn braucht Energie, schlägt Alarm und weckt eine enorme Esslust.

Daneben gibt es aber auch andere Auslöser für Heißhunger-Anfälle – beispielsweise Hormone, die Frauen kurz vor ihrer Menstruation oft zu Süßigkeiten und fettreichen Snacks greifen lassen. Auch das Belohnungszentrum im Gehirn kann den schnellen Hunger anregen. Dies passiert besonders oft bei Schlafmangel, Stress oder Langeweile.

„Wer sich diese Hintergründe bewusst macht, kann Heißhunger-Attacken vermeiden oder gezielt bekämpfen. Denn wenn die Schokolade aufgegessen ist, kommt hinterher schnell die Reue“, erläutert Saskia Vetter, Referentin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Essattacken vermeiden

Hinter Heißhungerattacken stecken oft ungünstige Essgewohnheiten. Mit den richtigen Lebensmitteln lassen sie sich leicht vermeiden. Vollkornprodukte, Nüsse und Früchte helfen, den Blutzuckerspiegel lange im Gleichgewicht zu halten und damit Essattacken zu vermeiden.

Lebensmittel wie Süßigkeiten, Kekse oder Kuchen dagegen lassen den Blutzucker rasch ansteigen und genauso schnell wieder abfallen – die Folge ist dann der nächste Heißhunger-Anfall. Kleine Mahlzeiten-Portionen, kleine Teller sowie ausreichend Zeit zum Essen sind weitere Tricks, um bewusst zu genießen und besser satt zu werden.

Des Weiteren ist es sinnvoll, wenn in jeder Mahlzeit Kohlenhydrat- und Eiweißkomponenten enthalten sind, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern auf ihrer Webseite. Eiweiß (zum Beispiel Fisch, Fleisch, Milch, Quark, Joghurt) ist lange sättigend.

„Denken Sie auch daran, ausreichend zu trinken. Geeignete kalorienarme Getränke sind neben Wasser je nach persönlichen Vorlieben Kräuter- und Früchtetee, Saftschorlen oder alkoholfreies Bier“, schreiben die Fachleute.

Dickmacher besser erkennen

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein weist darauf hin, dass in Fertigprodukten häufig viel Zucker, Salz oder Fett versteckt ist – selbst wenn sie auf den ersten Blick gesund und vollwertig aussehen. Typische Beispiele sind unter anderem Müsli, Fruchtriegel, Vollkornkekse, Fruchtjoghurt oder Gemüsechips.

Der Nutri-Score soll künftig den Einkauf gesunder Fertigprodukte einfacher machen. Das neue Label zeigt mit einer farbigen Skala (Nutri-Score-Ampel) vom dunkelgrünen A bis zum tiefroten E, ob der Anteil an vorteilhaften Zutaten überwiegt.

So sollen Verbraucherinnen und Verbraucher Fertiglebensmittel besser vergleichen können, ohne die winzig gedruckten Zutatenlisten lesen zu müssen. Weil das neue Label auf Freiwilligkeit beruht, wird es allerdings nicht auf allen Produkten zu finden sein. (ad)

Autoren- und Quelleninformationen

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Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Alfred Domke
Quellen:

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Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.