Klimawandel? Hunderte mit schwarzem Hautkrebs in Krankenhäusern

Alfred Domke

Hunderte Menschen mit schwarzem Hautkrebs in Kliniken – auch junge Patienten darunter

In den vergangenen Wochen gab es in den meisten Regionen Deutschlands und Europas Sonne extrem. Die damit einhergehende starke UV-Belastung gilt als eine Ursache des sogenannten malignen Melanoms („Schwarzer Hautkrebs“). Unter den Patienten, die wegen der Krankheit in Kliniken behandelt werden müssen, sind teilweise auch sehr junge Menschen.


Sonnenbrände erhöhen das Hautkrebsrisiko

Gesundheitsexperten weisen immer wieder darauf hin, Sonnenstrahlen nicht zu unterschätzen, da ultraviolette Strahlung eindeutig krebserzeugend ist. Um Hautkrebs zu vermeiden, sollte man sich – vor allem in jungen Jahren – nicht zu lange in der Sonne aufhalten und möglichst darauf achten, dass die Haut im Freien geschützt ist. Denn jeder Sonnenbrand wird auf dem eigenen Haut-Konto addiert, mahnen Hautärzte.

In Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2016 über 600 Menschen in Kliniken wegen schwarzem Hautkrebs behandelt. Gesundheitsexperten weisen darauf hin, sich immer gut vor einem Sonnenbrand zu schützen, da dieser die Krebsgefahr erhöht. (Bild: M.Dörr & M.Frommherz/fotolia.com)

Auch unter 30-Jährige erkranken

Hautkrebs zählt in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. Bis zu 200.000 Menschen erkranken pro Jahr neu daran, wobei über 20.000 Diagnosen den gefährlichen „schwarzen Hautkrebs“ (malignes Melanom) betreffen.

Neue Zahlen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt zeigen nun, dass auch viele junge Menschen erkranken.

Laut einer Mitteilung des Amtes wurden im Jahr 2016 „in den Krankenhäusern Sachsen-Anhalts 612 Patientinnen und Patienten wegen eines malignen Melanoms („Schwarzer Hautkrebs“) behandelt“.

Den Angaben zufolge hatten etwa die Hälfte (298) aller Erkrankten das 70. Lebensjahr überschritten. Doch: „17 Frauen und Männer waren zum Zeitpunkt der Behandlung jünger als 30 Jahre alt.“

Gesundheitsexperten zufolge ist der schwarze Hautkrebs besonders tückisch, da er schon ab einem Millimeter Tumordicke streuen kann. Unter anderem könnten dann auch Lymphknoten, Lunge und Gehirn betroffen sein.

Wie in der Mitteilung erklärt wird, gilt unter anderem starke UV-Belastung mit häufigen Sonnenbränden insbesondere im Kindesalter als Ursache des Melanoms.

Vor Sonnenbränden schützen

Daher gilt es, jeden Sonnenbrand zu vermeiden. Der sicherste Schutz ist: Starke Sonne meiden! Scheint die Sonne dauerhaft, bieten Schattenplätze Erholung für Haut.

Bei intensiver Sonneneinstrahlung sollte laut Fachleuten drinnen Schutz gesucht werden – vor allem mittags, wenn die Wirkung der Sonne am höchsten ist.

Aktivitäten im Freien sollten dementsprechend geplant werden. Eine Orientierungshilfe bietet hier der UV-Index.

Helfen können auch schützende Kleidung und Sonnencreme. Grundsätzlich gilt, nicht beim Eincremen zu sparen. Mindestens alle zwei Stunden sollte nachgecremt werden.

Nach dem Schwimmen Sonnenschutz erneut auftragen, auch wenn es sich um ein wasserfestes Produkt handelt. Das gilt auch für Schwitzen und Abtrocknen.

Geeignet sind Sonnencremes mit hohem bis sehr hohem Lichtschutzfaktor, die fotostabil sind und UV-B- und UV-A filtern.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte auch darin an den Sonnenschutz denken. Zwar ist man im PKW gut vor UV-B-Strahlung geschützt und bekommt darum keinen Sonnenbrand. Die Seitenscheiben lassen aber UV-A-Strahlung passieren. (ad)