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Krankenversicherungen wollen mehr Zusatzbeiträge

Redaktion Heilpraxis.de
Verfasst von Redaktion Heilpraxis.de
3. Februar 2010
in News
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Immer mehr Krankenkassen wollen Zusatzbeiträge von den Versicherten verlangen
Einige gesetzliche Krankenversicherungen verlangen einen maximalen Zusatzbeitrag von 12 Euro

Es scheint bei den gesetzlichen Krankenkassen kein Halten mehr zu geben. Wie befürchtet verlangen nun immer mehr Krankenkasse Zusatzbeiträge von den Pflichtversicherten. Einige Krankenkassen wollen nicht nur monatlich 8 Euro mehr verlangen, sondern nun sogar 12 Euro monatlich. Die Krankenkassen klagen über leere Kassen und nun müssen die Versicherten dafür bluten. Während dessen wiesen die Krankenversicherungen Vorwürfe der "Abzocke" zurück und geben der Politik die Verantwortung für die Erhebung der Zusatzbeiträge.

Sogar 12 Euro Zusatzbeitrag monatlich
Es gibt anscheinend kein Halten mehr, immer mehr Krankenkassen erheben Zusatzbeiträge. Die DAK, KKH-Allianz und weitere Krankenkassen fordern am dem ersten Februar 2010 Zusatzbeiträge von den Versicherten. Die BKK Westfalen-Lippe fordert nun von ihren Versicherten sogar ein zusätzlich Pauschbetrag von 12 Euro monatlich. Die BKK Heilberufe und die GBK Köln will sogar rückwirkend zum ersten Januar 2010 von ihren Versicherten einen Zusatzbeitrag von 1 Prozent vom Bruttogehalt einfordern. Der Betrag kann bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben werden und wird somit bei maximal 37,50 EUR liegen. Die BKK Heilberufe will im April 2010 den erhöhte Zusatzbeitrag für das erste Quartal einziehen, danach wird das Geld monatlich von den Versicherten erhoben.

Vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen
Versicherte müsse jedoch dem Treiben der Krankenversicherung nicht tatenlos zusehen. Sie können sich wehren, in dem Sie aufgrund der Zusatzbeiträge von ihrem Sonderkündigungsrecht gebrauch machen. Doch es ist davon auszugehen, dass fast alle gesetzlichen Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben werden. Die BKK Heilberufe versicherte, man wolle die Versicherten rechtzeitig auf die Zusatzbeiträge in einem Rundschreiben aufmerksam machen. Versicherte hätten dann noch genügend Zeit, von ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Das Internet-Portal „krankenkassen.de“ berichtete von "mehr als 50 Kassen", die 2010 keinen Beitrag erheben wollten. Darunter wären viele Betriebs- und mehrere Ortskrankenkassen. Wirklich gesicherte Erkenntnisse gibt es darüber jedoch nicht.

Krankenkassen weisen Kritik, es sei Abzocke, zurück
Unterdessen machen die Krankenkassen die Politik für den Zusatzbeitrag verantwortlich. Nach Ansicht der "Barmer GEK" Chefin, Birgit Fischer, seien die Zusatzbeiträge politisch gewollt. Die Zusatzbeiträge wären von der Politik beabsichtigt und gefördert. Gegenüber dem "Neuen Deutschland" sagte Fischer: "Aktuell entsteht der Eindruck, als sei dies eine Entscheidung der Krankenkassen – das ist es nicht" und "Man lässt die Versicherten in die Situation hineinlaufen, hält die Krankenkassen unter Druck und forciert gleichzeitig ein neues Finanzierungssystem als Lösung, die Kopfpauschale." So würde eine Stimmungsmache erzeugt werden, die zulasten der Versicherten führe. (sb, 03.02.2010)

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Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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