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Krebs: Deshalb kann grüner Tee schützen

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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14. April 2026
in News
Zwei Glastassen mit grünem Tee.
Ein Inhaltsstoff aus grünem Tee könnte in der Krebstherapie einen wichtigen Beitrag leisten. (Bild: Grafvision/stock.adobe.com)
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Grüner Tee enthält natürliche Verbindungen mit starker Wirkung gegen Krebs, die auch das Wachstum von Hirntumoren hemmen und die Apoptose (programmierten Zelltod) der Krebszellen fördern können.

Welche Wirkung das Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) aus grünem Tee auf Gliome hat und welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen, haben Forschende von der Nanjing Medical University in China untersucht. Die vielversprechenden Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Phytotherapy Research“ veröffentlicht.

Kurzübersicht der wichtigsten Inhalte

  • Grüner Tee enthält das bioaktive krebshemmende Catechin Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG).
  • EGCG kann nachweisbar das Wachstum von Tumorzellen bei Hirntumoren (Gliomen) hemmen.
  • Gleichzeitig fördert der Wirkstoff den programmierten Zelltod von Krebszellen.
  • In Tiermodellen verringerte EGCG das Tumorwachstum deutlich und verbesserte auch die Wirkung von Chemotherapien.
  • Die Effekte beruhen unter anderem auf der Beeinflussung bestimmter Signalwege und Enzyme, die am Krebswachstum und der Zellmigration beteiligt sind.
  • Insgesamt erscheint das EGCG aus grünem Tee ein vielversprechender natürlicher Ansatz zur Krebsprävention und -therapie.

Grüner Tee wirkt krebshemmend

Grüntee wurde bereits in verschiedenen früheren Studien mit krebshemmenden Eigenschaften in Zusammenhang gebracht und schon 2020 berichteten Forschende in dem Fachjournal „Nature Communications“, dass das EGCG aus grünem Tee DNA-Schäden repariert und Krebszellen zerstört.

EGCG ist das am häufigsten vorkommende und biologisch aktivste Catechin in grünem Tee und es zeigt nachweislich krebshemmende Eigenschaften bei verschiedenen Tumorarten, erklären die Fachleute der Nanjing Medical University.

Pflanzliche Verbindung mit Potenzial zur Krebstherapie

Inwiefern EGCG auch bei Gliomen, der häufigsten Form von primären Hirntumoren, einen präventiven und therapeutischen Nutzen entfalten kann, haben die Fachleute nun in einer Reihe von Untersuchungen an Zellkulturen und Mäusen analysiert.

Dabei zeigte sich, dass EGCG die Zellproliferation, die Zellmigration und die Zellinvasion bei Gliomen dosisabhängig hemmt und gleichzeitig die Apoptose der Krebszellen induziert, berichtet das Team.

Deutlich reduziertes Tumorwachstum

So habe die Monotherapie mit EGCG bei den Mäusen das Krebswachstum signifikant reduziert und die Kombination mit dem Chemotherapeutikum Temozolomid habe dessen Wirkung zusätzlich verbessert, ohne erkennbare systemische Toxizität.

Entscheidend für diese Wirkungen sind der Einfluss auf den „Integrin-αvβ3/FAK/ERK-Signalweg“ und „MMP-2/MMP-9-Expression“, so die Forschenden weiter.

Vielversprechende Wirkung bei Hirntumoren

Insgesamt verdeutlichen die Studienergebnisse, dass eine Monotherapie mit der pflanzlichen Verbindung aus grünem Tee bereits zur Hemmung des Tumorwachstums bei Gliomen beitragen und dass eine ergänzende Anwendung im Zuge der Chemotherapie den Behandlungserfolg verbessern könnte.

Damit erscheint EGCG als vielversprechende natürliche Option für die Gliomtherapie, insbesondere in Kombination mit konventioneller Chemotherapie, resümieren die Forschenden. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Rui Sun, Yonghan Pan, Ning Yang, Bing Kang, Hong Xiao, Xianglong Tang, Taiping Li, Mengjie Zhao: Epigallocatechin-3-Gallate Suppresses Glioma by Targeting Integrin αvβ3/FAK/ERK Signaling Axis and Matrix Metalloproteinases; Phytotherapy Research (veröffentlicht 16.03.2026), onlinelibrary.wiley.com
  • Jing Zhao, Alan Blayney, Xiaorong Liu, Lauren Gandy, Weihua Jin et al.: EGCG binds intrinsically disordered N-terminal domain of p53 and disrupts p53-MDM2 interaction, in Nature Communications (veröffentlicht 12.02.2021), nature.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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