Kürbis-Saison: Vitaminreiches und kalorienarmes Fruchtgemüse

Zahlreiche geerntete Kürbisse auf einer Wiese

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Gesunde Kürbisse lassen sich auf vielfältige Art und Weise zubereiten

Im Herbst haben Kürbisse Hochsaison. Das leckere Fruchtgemüse schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch äußerst gesund. Zum einen ist es arm an Kalorien, zum anderen sind darin wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten, die die Verdauung anregen und das Immunsystem stärken können. In der Küche ist Kürbis vielseitig kombinierbar, da er leicht den Geschmack von Gewürzen annimmt.


Wie das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) schreibt, lässt sich kaum ein anderes Fruchtgemüse auf so vielfältige Art und Weise zubereiten wie Kürbisse. Dies hat auch damit zu tun, dass der Eigengeschmack der meisten Kürbisse eher dezent ist, und sie daher kräftige Gewürze beziehungsweise aromatische Früchte vertragen. Pikante Kürbiszubereitungen harmonieren bestens mit Ingwer, Chili, Curry, Knoblauch, Paprika, Zwiebel und Balsamico. Süßliche Zubereitungen hingegen lassen sich gut mit Honig, Zimt, Fruchtsäften, Ananas, Äpfeln oder Orangen kombinieren.

Zahlreiche geerntete Kürbisse auf einer Wiese
Im Herbst ist Kürbis-Saison. Hierzulande ist er besonders in der Suppe beliebt. Doch aus dem kalorienarmen und gesunden Fruchtgemüse lassen sich noch viele weitere leckere Gerichte zaubern. (Bild: magicbeam/fotolia.com)

Zahlreiche schmackhafte Zubereitungsvariationen

Die Kürbissuppe, die aus vielen Sorten und in noch mehr Variationen zubereitet werden kann, ist zwar sicher der Klassiker, doch es gibt noch weitaus mehr schmackhafte Kürbisrezepte. Beispielsweise Kürbis vom Blech, für das das Fruchtgemüse in Spalten geschnitten und mit anderem Herbstgemüse im Ofen gebacken wird. Dazu passt ein schmackhafter Dip. Zudem lassen sich aus Kürbis Spaghetti oder Püree zubereiten. Auch im Gratin, in einer Lasagne, in Risotto oder wie Bratkartoffeln zubereitet, schmeckt Kürbis hervorragend.

Klein geschnitten und in Olivenöl geschmort, bereichert Kürbis herbstliche Salate; geeignete Sorten auch roh. Sogar zu Marmelade, Pudding, Kompott oder Kuchen lassen sich die leckeren Früchte verarbeiten. Eine besondere Spezialität ist süß-sauer eingelegtes Kürbisgemüse.

Auch die Kürbiskerne kann man trocknen und roh oder geröstet zum Knabbern verwenden. Salate und Müslis lassen sich damit aufwerten sowie Kürbissuppen verfeinern. Die Kerne enthalten rund 40 Prozent Kürbiskernöl, das eine wahre Delikatesse ist. Kürbiskernöl hat einen intensiven, nussigen Geschmack und eignet sich bestens für Salate, aber auch zum Verfeinern von Suppen, Soßen oder Süßspeisen. Allerdings darf es nicht stark erhitzt werden, weil sonst die wertvollen ungesättigten Fettsäuren zerstört werden.

Hokkaido mit viel Vitamin C

Ernährungsphysiologisch haben Kürbisse ebenfalls etwas zu bieten: Zunächst einmal sind sie ausgesprochen energiearm. 100 Gramm Fruchtfleisch haben gerade mal 24 Kilokalorien. Der Ballaststoffgehalt ist mit mehr als zwei Gramm vergleichbar mit dem anderer Fruchtgemüsearten. Bei den Nährstoffen gibt es durchaus große Sortenunterschiede.

So attestiert eine ältere Untersuchung dem Hokkaido einen zwei- bis siebenmal höheren Nährstoffgehalt als den von anderen untersuchten Kürbissorten. Dies betrifft insbesondere den Gehalt an Carotinoiden und Vitamin C. Während gängige Nährwerttabellen für Kürbis einen Durchschnittswert von zehn Milligramm Vitamin C ausweisen, sind es für Hokkaido 30 Milligramm.

Interessant ist zudem eine Studie, die vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde. Forschende aus den USA hatten bei der wissenschaftlichen Untersuchung mit Ratten festgestellt, dass sich durch Kürbis-Konsum der Blutdruck um 20 Prozent senken lässt. Der Studienleiter erklärte, dass Menschen umgerechnet rund 150 bis 200 Gramm Kürbisfleisch und rund 30 bis 40 Gramm Kürbiskerne täglich zu sich nehmen müssten, damit die gleichen Verhältnisse entstehen, wie bei dem Experiment mit den Ratten. (ad)

Autor:
Alfred Domke
Quellen:

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.