Mönchspfeffer kann offenbar einen effektiven Beitrag zur Linderung von Wechseljahrsbeschwerden leisten. Die Heilpflanze wirkt positiv auf den gesamten Hormonhaushalt und lindert verschiedene typische Symptome der Wechseljahre.
Ein internationales Forschungsteam hat in einer aktuellen Übersichtsarbeit die Wirkung von Mönchspfeffer gegen Wechseljahrsbeschwerden mit besonderem Blick auf die zugrundeliegenden Wirkmechanismen und das Potenzial der klinischen Anwendung untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Phytotherapy Research“ veröffentlicht.
Mönchspfeffer eine beliebte Heilpflanze
„Pflanzliche Heilmittel werden zunehmend als Alternative zu konventionellen medikamentösen Therapien eingesetzt, insbesondere von Frauen, die nach natürlichen Ansätzen zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden suchen“, erläutern die Forschenden. Hier bilde Mönchspfeffer eines der am häufigsten verwendeten pflanzlichen Mittel.
Daher analysierten die Fachleute in ihrer Übersichtsarbeit die Inhaltsstoffe der Heilpflanze sowie mögliche Wirkmechanismen, über die sie Wechseljahrsbeschwerden lindern können. Auch überprüften sie die klinischen Anwendungsoptionen und die Sicherheit der Einnahme.
Wirksame bioaktive Inhaltsstoffe
Laut den Forschenden ist Mönchspfeffer reich an verschiedenen bioaktiven Inhaltsstoffen, darunter Flavonoide, Iridoid-Derivate, Diterpene und ätherische Öle, die gemeinsam zu seinem komplexen pharmakologischen Profil beitragen.
Die Erkenntnisse aus In-vitro-, In-vivo- und klinischen Studien deuten darauf hin, dass Mönchspfeffer wichtige neuroendokrine Signalwege beeinflusst, die an den Wechseljahren beteiligt sind, erklären die Fachleute weiter.
Vielversprechende Linderung der Wechseljahrsbeschwerden
So werde der Prolaktinspiegel, die Östrogenrezeptoraktivität und der gesamte Hormonhaushalt positiv beeinflusst und Mönchspfeffer bewirke eine Linderung der typischen vasomotorischen Symptome und möglicher Stimmungsschwankungen während der Wechseljahre.
Insgesamt erscheinen Extrakte aus Mönchspfeffer als wirksam, gut verträglich und sicher, wobei allerdings weitere Studien erforderlich bleiben, um die molekulare Zielstrukturen und optimale Dosierungen zu bestimmen und Empfehlungen für die klinische Anwendung abzuleiten, resümieren ie Forschenden. (fp)
Autoren- und Quelleninformationen
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- Mentor Sopjani, Vlerë Murati, Duresa Mataj-Berisha, Nguyen Thi Xuan, Caterina Faggio, Arleta Rifati-Nixha: Vitex agnus-castus in Menopause: Phytochemistry, Mechanistic Insights, Clinical Applications, and Safety Perspectives; in: Phytotherapy Research (veröffentlicht 02.02.206), onlinelibrary.wiley.com
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