Mögliche Gesundheitsgefahr: Zitronensaftkonzentrat wird zurückgerufen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Rückruf: Erhöhter Sulfit-Gehalt in Zitronensaftkonzentrat festgestellt

Die Gunz Warenhandels GmbH aus Österreich ruft Citrilemon Zitronensaftkonzentrat zurück. In einer Charge des Produkts, das deutschlandweit vertrieben wurde, ist ein erhöhter Sulfit-Gehalt festgestellt worden. Der Verzehr von Sulfit-haltigen Lebensmitteln kann bei manchen Menschen zu schweren Unverträglichkeitsreaktionen führen.


Erhöhter Sulfit-Gehalt nicht am Etikett deklariert

Die Gunz Warenhandels GmbH aus Österreich hat einen Rückruf für den Artikel Citrilemon Zitronensaftkonzentrat 200ml (EAN: 9002859018800) der Marke Piacelli mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 14.07.2020 gestartet. „Bei dem oben genannten Produkt wurde ein erhöhter Sulfit-Gehalt festgestellt, welcher am Etikett nicht deklariert wurde“, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung, die auf dem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ der Bundesländer und des Bundesamts für Verbraucherschutz veröffentlicht wurde.

Die Gunz Warenhandels GmbH hat einen Rückruf für eine Charge Citrilemon Zitronensaftkonzentrat gestartet. In dem Produkt wurde ein erhöhter Sulfit-Gehalt festgestellt. (Bild: Eisenhans/fotolia.com)

Bei Rückgabe wird Kaufpreis erstattet

Der Rückruf für das Zitronensaftkonzentrat gilt für das gesamte Bundesgebiet.

Wie das Unternehmen mitteilt, wurden „bereits alle notwendigen Maßnahmen getroffen, um einen solchen Vorfall für die Zukunft zu vermeiden.“

Käufer werden gebeten, das betroffene Produkt in die Verkaufsstätte zurückzubringen. Der Kaufpreis werde rückerstattet.

Gesundheitliche Beschwerden

Sulfite sind die Salze und Ester der Schwefligen Säure H2SO3. Sie sind für zahlreiche Lebensmittel als Zusatzstoffe zugelassen und werden als Konservierungsmittel sowie als Antioxidationsmittel eingesetzt.

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Webseite schreibt, werden Sulfit-Salze in Lebensmitteln von den meisten Menschen gut vertragen, da ein körpereigenes Enzym (Sulfitoxidase) eine schnelle Oxidation zu unbedenklichen Sulfat ermöglicht.

Bei einigen Menschen kann der Verzehr von Sulfit-haltigen Lebensmitteln jedoch zu schweren Unverträglichkeitsreaktionen wie asthmatischen Reaktionen führen.

„Betroffen von dieser Unverträglichkeit sind insbesondere ein Teil der Asthma-Patienten“, berichtet das LGL.

„Weiterhin kann es bei Menschen mit einem Defizit des Enzymes Sulfitoxidase zu gesundheitlichen Beschwerden kommen“, so die Experten.

Die Symptome bei Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber Sulfit-Salzen ähneln zum Teil denen allergischer Reaktionen. (ad)